Der Trend von leicht sinkenden Pelletpreisen, den die unabhängige Preiserhebung von pelletpreis.ch seit 2015 feststellt, setzt sich weiter fort. Bild: pelletpreis.ch

Gas ist immer teurer als Pellets, im Gegensatz zu Heizöl, das aufgrund eines weltweiten Überangebots an Erdöl im September 2020 mit 6.35. Rp. pro Kilowattstunde rund 12 % günstiger war als Pellets.

Pellets: Preise bleiben trotz tieferen Temperaturen stabil

(PM) Obwohl sich der Herbst von seiner kühleren Seite zeigt und kein Altweibersommer in Sicht ist, bleiben die Pelletpreise im Oktober sehr stabil. Mit durchschnittlich CHF 351.90* kostet eine Tonne gerade einmal einen Franken mehr als im September. Und gegenüber 2019 sind sie sogar um gut 2 % gesunken. (Texte en français >>)


Damit setzt sich der Trend von leicht sinkenden Pelletpreisen, den die unabhängige Preiserhebung von pelletpreis.ch seit 2015 feststellt, weiter fort. Neben der langjährigen Preisentwicklung zeigen die Zahlen von pelletpreis.ch auch, dass Pelletpreise in der Regel im Herbst steigen und Ende des Winters ihren Höhepunkt erreichen.

Fossile Hauptsünder des CO2-Ausstosses
Pellets gehören zu den wirksamsten Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel: Denn 75 % der CO2-Emissionen in der Schweiz sind auf den Gebrauch fossiler Energien zurückzuführen. Jede mit Pellets ersetzte fossile Heizung senkt direkt den CO2-Ausstoss. Das gilt auch für Gasheizungen, denn bei der Gasförderung werden hohe Methanemissionen ausgestossen.

Gas keine Brückentechnologie
Der unabhängige deutsche Think Tank Energy Watch Group hielt in einer Studie vom August 2019 fest, dass der Umstieg von Kohle und Erdöl auf Erdgas den Klimawandel durch alarmierende Methanemissionen beschleunigt. Insgesamt erhöht die Umstellung von Kohle und Erdöl auf Erdgas in Kraftwerken und Heizungen sogar den Treibhauseffekt des Energieverbrauchs um rund 40 %, ist in der Studie zu lesen. Das Urteil der Energy Watch Groupe zeigt: Gas ist alles andere als eine Brückentechnologie.

Studie Energy Watch Group „Erdgas leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz“ >>


Erdgas deutlich teurer
Mit 9.62 Rp. pro Kilowattstunde war Erdgas im September 2020 in der Schweiz zudem rund 34 % teurer als Pellets, die 7.16 Rp. pro Kilowattstunde kosteten. Im Gegensatz zu Heizöl, das aufgrund eines weltweiten Überangebots an Erdöl mit 6.35. Rp. pro Kilowattstunde rund 12 % günstiger war als Pellets.

Massiver Stellenabbau Erdölindustrie
Doch den Erdölfirmen geht es miserabel, die tiefen Erdölpreise reissen grosse Löcher in ihre Kassen: Der in den USA ansässige Erdöl- und Erdgasriese Exxon Mobil hat die Streichung von 1600 Arbeitsplätzen in Europa angekündigt. Das Unternehmen mit Sitz in Texas begründete den Schritt mit den wirtschaftlichen Folgen durch die Coronavirus-Pandemie. Bis Ende 2022 will der britisch-niederländische Ölkonzern Shell 7000 bis 9000 Stellen streichen. Auch BP kürzt mit über 10‘000 Arbeitsplätzen massiv Stellen (siehe ee-news.ch vom 8.10.2020 >>).

*Durchschnittspreis inkl. MWST und Lieferung

Text: pelletpreis.ch

0 Kommentare

Kommentar hinzufügen

Partner

  • Agentur Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Ist Ihr Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien oder Energieeffizienz tätig? Dann senden sie ein e-Mail an info@ee-news.ch mit Name, Adresse, Tätigkeitsfeld und Mail, dann nehmen wir Sie gerne ins Firmenverzeichnis auf.

Newsletter abonnieren

Top

Gelesen
|
Kommentiert