Marc Allenbach, Beat Kämpfen und Heinz Brügger beantworten die Fragen. Bild: SpiezSolar

SpiezSolar: Solarthermie ergänzt Photovoltaik – drei Architekten zeigten, wie das geht

(PM) Solares Bauen ist zeitgemäss und nachhaltig und es gilt, nebst der Ökologie, die Wirtschaftlichkeit und die Gestaltung mit einzubeziehen. Beat Kämpfen aus Zürich, Heinz Brügger aus Thun und Marc Allenbach aus Frutigen referierten im November zu diesem Thema auf Einladung von SpiezSolar für die Architekten der Region Berner Oberland/Oberwallis und die Gemeinden beider Regionen.


Beat Kämpfen (kämpfen für architektur ag) forderte in seinem Referat eindrücklich, die Architektur müsse alle Bereiche angehen. Die Häuser müssen gut gedämmt werden, sollten genügend Strom und Solarwärme erzeugen und ästhetischen Gesichtspunkten entsprechen. „Zudem ist es entscheidend, die Natur wieder in die Städte zurückzubringen“, betonte Beat Kämpfen. Eine Zusammenarbeit mit diversen Experten sei bereits in der Planungsphase erwünscht.

Nullenergie Mehrfamilienhaus in Steffisburg
Heinz Brügger, (Thun), präsentierte das Projekt eines Nullenergie Mehrfamilienhauses in Steffisburg. In der Stuckimatte wird ein Generationenwohnen mit Wohnbedarf für 40 Leute gebaut. Integriert werden eine KITA , ein Bistro und eine Wellnessanlage mit Schwimmbad. Heinz Brügger fügte an, die Dachfläche werde für die solare und thermische Energienutzung genutzt. Er unterstrich, der thermischen Energienutzung werde wieder vermehrt Beachtung geschenkt. In beiden vorgestellten Projekten von Beat Kämpfen und Heinz Brügger bildet je ein Warmwasser-Schichtenspeicher - ein Solartank der Jenni Energietechnik Oberburg - das zentrale Element der Sonnenenergieanlagen sein. Die Speicher sind mit 19, beziehungsweise 30 Kubikmetern Inhalt gross dimensioniert.

Bereits wieder zu klein
Das Altersheim Reichenbach im Kandertal betreibt eine Solaranlage auf dem Dach, die bereits wieder zu klein sei. Marc Allenbach zeigte eindrücklich auf, wie der Stromverbrauch und die Stromproduktion zueinanderstehen. Das Heim verbraucht die produzierte Energie vollumfänglich selbst und erreicht übers Jahr eine Autarkie von gegen 25 Prozent. „Schade, ist die Anlage nicht doppelt so gross“, beklagte Marc Allenbach und ergänzte: „Ich habe die Anlage als Investor finanziert und erkenne sie als guten und rentablen Sachwert.“ Allenbach ergänzte. „Mit den Berechnungsunterlagen im Netz unter ‚sonnendach.ch‘ kann jedes Dach in der Schweiz auf das Potential und die Rendite abgeklärt werden.“

Die Preise fallen
Syril Eberhart, Gründer der Spiezer Selbstbaugenossenschaft, in Deutschland mit dem Stromrebell 2018 augezeichnet, engagiert sich weiterhin bei SpiezSolar. In seinem Referat ging er auf die Vorurteile der Photovoltaik gegenüber ein und erläuterte den neusten Stand zur Solarenergie. „Die Fakten sind klar“, resümierte er, „Die Module sind langlebig, die graue Energie nach ein bis drei Jahren zurückbezahlt. 96 Prozent des verwendeten Materials können rezykliert werden und die Gestehungskosten pro kWh sind deutlich tiefer als vor Jahren.“ Es sei wichtig, dass sich die Leute beraten lassen, meinte er.

Wir bleiben dran
Solares Bauen kam bei den Zuhörenden in der Spiezer Burgstrube Spiez gut an. Ruedi Steuri, SpiezSolar-Präsident, verwies auf überdurchschnittlich viele private Solaranlagen im Ort. Was der WWF im aktuellen Magazin bestätigt. In den Berner Gemeinden führe Spiez die Rangliste an. „SpiezSolar bleibt aktiv und unterstützt den Zubau von Erneuerbaren Energien weiterhin“, sagte Steuri und versprach: „Weitere Anlässe im nächsten Jahr bereiten wir bereits vor.“

Text: Ruedi Steuri, SpiezSolar

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