16. Nov 2017

Gianni Operto Präsident AEE Suisse: „Photovoltaik ist auf absehbare Zeit die günstigste Option für unsere Energieversorgung.“ Bild: BE Netz

Über 200 interessierte Besucher am Symposium der BE Netz AG. Bild: BE Netz

BE Netz-Symposium: „Solarenergie kann man nutzen, ohne anderen etwas wegzunehmen“

(PM) Die Ziele der Energiestrategie 2050 lassen sich mit dem Einsatz alternativer Energien erreichen. An einem Symposium der Firma BE Netz AG, in Partnerschaft mit der Stadt Luzern, erklärte Gianni Operto, Präsident des Branchenverbandes AEE Suisse: «Die Solarenergie hat noch grossen Vorteil: Sie führt nicht zu Verteilkämpfen. Man kann sie nutzen ohne anderen etwas wegzunehmen.»


Auf dem Dach der Swisspor Arena in Luzern liefert die grösste Solaranlage der Stadt Luzern jährlich durchschnittlich Strom für 900 Personen. Geplant und gebaut wurde die Anlage von der Firma BE Netz AG, Ebikon. Unter dem Dach des Fussballstadions trafen sich am Freitag, 27. Oktober 2017, über 200 Interessierte, um über die Energiezukunft der Schweiz zu diskutieren und von Fachleuten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu erfahren, welche Möglichkeiten uns die erneuerbaren Energien in der Zukunft eröffnen.

Energiestadt Luzern
Die Stadt Luzern hat dieses Jahr zum dritten Mal das Gold-Label als Energiestadt gewonnen. Die Luzerner Stadträtin Manuela Jost zeigte am Symposium auf, wie die Stadt gedenkt, auf ihrem umweltbewussten Weg weiterzugehen. «Unser Fernziel ist und bleibt die 2000-Watt-Gesellschaft», betonte sie. «Auch wenn es auf dem Weg dorthin noch viel zu tun gibt.» Mittelfristig strebt die Stadt Luzern eine Verdreifachung der Energie aus der Fotovoltaik sowie eine Verdoppelung der Solarwärme an. Ein grosses Potenzial sieht die Luzerner Baudirektorin auch in der Gewinnung von Wärme aus Abwasser und Seewasser.

Nationalrat Stefan Müller-Altermatt gab einen Einblick in Innere der Schweizer Energiepolitik. Auch nach dem deutlichen Ja der Stimmberechtigten zur Energiestrategie 2050 gilt es noch etliche Hürden zu überwinden. Der Solothurner Nationalrat nannte dabei insbesondere den Strommarkt und die Schwierigkeiten, für alle Marktteilnehmer faire Strompreise zu erreichen. Bis jetzt seien alle Lösungsvorschläge nicht mehrheitsfähig, bedauerte er.

Solarenergie wird immer günstiger
Wesentlich optimistischer tönte es da von Seiten AEE Suisse und von Minergie Schweiz. Gianni Operto, Präsident des Branchenverbandes AEE Suisse: «Die Kosten für die Erzeugung von Solarstrom sinken laufend. Photovoltaik ist auf absehbare Zeit die günstigste Option für unsere Energieversorgung. Die Solarenergie hat noch einen weiteren grossen Vorteil. Sie führt nicht zu Verteilkämpfen. Man kann sie nutzen ohne anderen etwas wegzunehmen.» Sabine von Stockar, Minergie Schweiz, bestätigte diese Einschätzung. «In unserem Gebäudepark schlummert noch ein gewaltiges Sparpotenzial. «1.5 Millionen Gebäude in der Schweiz sind nicht oder schlecht isoliert und verbrauchen viel zu viel Energie. Minergie Schweiz wird deshalb auch weiterhin als Treiber der Energiewende und der Politik aktiv sein. »

20 bis 50 Mal mehr Energie, als wir benötigen
Aktiv die Energiewende vorantreiben, will auch weiterhin die Firma BE Netz, wie Inhaber Adrian Kottmann und Geschäftsführer Marius Fischer betonten. «Am 1. Januar 2018 fängt mit der Umsetzung der Energiestrategie 2050 ein neues Spiel an, meinten sie mit Anspielung auf den Tagungsort. «Die Hälfte des Strombedarfs in der Schweiz kann mit Solarenergie abgedeckt werden. Das ist überhaupt kein Problem. Und zwar zu markttauglichen Preisen», lautete ihr Fazit. «Die Sonne liefert 20 bis 50 Mal mehr Energie, als wir je benötigen werden.»

«Energiehaus Luzern»
Wir seien auf gutem Wege, zeigten sich die beiden Solarexperten überzeugt. Das gilt im wörtlichen Sinne auch für die Firma BE Netz. Sie wird demnächst ihren Firmensitz in den Luzerner Stadtteil Littau verlegen und dort ein Kompetenzzentrum für Energie aufbauen. Das «Energiehaus Luzern» wird Firmen im Energie-, Installations-, Planungs- und Beratungsbereich vernetzen und rund 100 Arbeitsplätze schaffen.

Text: BE Netz AG, Bau und Energie

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