Bundesrat: Bedeutung von Demand-Side-Management im künftigen Stromsystem der Schweiz - verlässliches Potential von1077 bis 2613 MW

Der Bundesrat hat am 12. Mai 2021 den Bericht «Stromverbrauch. Wie hoch ist der jährliche Stromverbrauch für von Elektrizitätswerken gesteuerte Verbraucher wie Elektroboiler, Speicherheizungen, Wärmepumpen, Pumpspeicher usw. in der Schweiz?» verabschiedet. Er zeigt, dass in der Schweiz die verbrauchsseitige Flexibilität, das sogenannte Demand-Side-Management (DSM), noch wenig genutzt wird. Wenn die Schweizer Kernkraftwerke künftig wegfällt, spielt DSM aber eine zunehmend wichtige Rolle. Der Bericht stellt dar, wie die bestehenden Hürden zur Nutzung von DSM abgebaut werden können und mit welchen anderen Massnahmen das Schweizer Stromsystem die erneuerbaren Energien besser integrieren kann. (Texte en français >>)

In der Schweiz dauert alles etwas länger – trotz besten Voraussetzungen leider auch der Weg zu einer erneuerbaren Energieversorgung

(AN) Deutschland ist im Jahr 2000 mit einem Erneuerbaren-Anteil am Strommix von rund 5 Prozent gestartet und hat mittlerweile einen Erneuerbaren-Anteil von über 50 Prozent erreicht, Windstrom macht 25 Prozent aus und Solarstrom 10 Prozent. Österreich wies im Jahr 2000 einen Wasserstromanteil am Strommix von ca. 60 Prozent auf, inzwischen kamen noch gut 12 Prozentpunkte Windstrom und 3 Prozentpunkte Solarstrom dazu. Die Schweiz ist zwar wie ihr östlicher Nachbar mit einem Anteil von ca. 60 Prozent Wasserstrom am Strommix gestartet, hat aber 2020 immer noch nicht die 70-Prozent-Marke beim Strom aus neuen Erneuerbaren erreicht.

Exportinitiative Energie: EU-Kommission macht den Weg für dänisches Anreizprogramm frei

(©EE) Die Europäische Kommission hat Anfang Mai die Einführung eines Contracts-for-Difference-Mechanismus (CfD-Mechanismus) in Dänemark genehmigt. Damit garantiert die dänische Regierung Betreibern von Solar,- Wind,- Wasser,- und Wellenkraftanlagen einen stabilen Strompreis und stellt ein Budget von insgesamt maximal 3 Milliarden Dänischen Kronen (400 Millionen Euro) bereit.

Air Liquide und Siemens Energy: Gründen Partnerschaft für grosse Elektrolyseure zur nachhaltigen Wasserstoffproduktion

(PM) Air Liquide und Siemens Energy wollen ein europäisches Ökosystem für Elektrolyse und Wasserstofftechnologie initiieren. Die deutsch-französische Kooperation wird von den Regierungen in Paris und Berlin unterstützt. Grosse Wasserstoffprojekte sind identifiziert, um den Grundstein für Elektrolyseur-Systeme im industriellen Massstab zu legen – eines der Vorhaben ist das H2V-Projekt von Air Liquide in der Normandie mit einer Leistung von 200 Megawatt (MW). Ein gemeinsamer Antrag auf Förderung eines Grossprojekts im Rahmen des Green Deals der EU wird gestellt. Ausserdem wollen die Partner gemeinsam am IPCEI-Programm für Wasserstoff in Deutschland teilnehmen.

Juwi: Michael Class verlässt Spitze des Vorstands - Stephan Brand übernimmt Abteilungsleitung von Wind Operations sowie die technischen Betriebsführung bei Windwärts

(ee-news.ch) Nach rund fünf Jahren an der Spitze des Vorstands der Juwi-Gruppe verlässt Michael Class auf eigenen Wunsch das Unternehmen, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Stephan Brand hat zum 1. März dieses Jahres die Leitung der Wind Operations bei der juwi Operations & Maintenance GmbH in Wörrstadt übernommen. Zum 1. Mai übernahm er auch die Leitung der Technischen Betriebsführung (TBF) bei der Windwärts Energie GmbH in Hannover.

Kanton Bern: Aufspaltung der BKW ist vom Tisch

(SDA) Die Aufspaltung des bernischen Energie- und Infrastrukturkonzerns BKW ist vom Tisch. Die Finanzkommission des Berner Kantonsparlaments ist fast geschlossen der Meinung, dass eine Aufspaltung keine Option sei. Das teilte die Kommission am 12. Mai mit. Der Regierungsrat hatte sich bereits im März gegen einen solchen Schritt ausgesprochen, weil er mit "sehr grossen rechtlichen und finanziellen Risiken für den Kanton Bern" verbunden wäre.

Elcom Strom-Terminmarktbericht vom 18.5.21: Preise von Jahres-, Quartals- und Monatskontrakten steigen weiter – täglich neue Allzeithochs von CO2-Emissionszertifikaten

(Elcom) Der anfangs Mai einsetzende starke Preisanstieg der Terminmarktprodukte hat sich vergangene Woche fortgesetzt. Sowohl Jahreskontrakte wie auch Quartals- und Monatskontrakte haben in allen Ländern um bis zu über 5% zugelegt.

Deutschland: Novelle des Klimaschutzgesetzes beschreibt verbindlichen Pfad zur Klimaneutralität 2045

(PM) Deutschland wird bis 2045 klimaneutral und beschreibt den Weg dahin mit verbindlichen Zielen für die 20er und 30er Jahre. Das ist der Kern der Novelle des Klimaschutzgesetzes, die das Bundeskabinett am 12. Mai auf Vorschlag der deutschen Umweltministerin Svenja Schulze beschlossen hat. Bislang hatte die deutsche Bundesregierung Treibhausgasneutralität bis 2050 angestrebt.

TUM-Studie: Versorgung von Bayern mit 100 Prozent erneuerbare Energien ist möglich

(PM) Bayern kann sich im Jahr 2040 zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Lehrstuhls für Energiesysteme der Technischen Universität München und des Zentrums für angewandte Energieforschung im Auftrag des BUND Naturschutz (BN). Die politische Diskussion nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts und der Ankündigung der bayrischen Staatsregierung, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden zeigt, welche Bedeutung hierbei dem Energiesparen, der Energieeffizienz und dem Ausbau der erneuerbaren Energien zukommt.

Elcom Strom-Spotmarktbericht vom18.5.21: Stundenpreise schwanken stark – schwache Windeinspeisung in Deutschland begünstigt Schweizer Preise

(Elcom) Die Stundenpreise der vergangenen Woche schwankten teilweise stark. Insbesondere am Sonntag stieg der Preis innerhalb von wenigen Stunden stark an: in der Schweiz lag der Preis für die Stunde 15-16 noch bei 7.6 EUR/MWh, für die Stunde 19-20 jedoch bereits bei 72.09 EUR/MWh.

Fraunhofer IEG: Elektromobilität senkt Haushaltsstrompreise - Untersuchung des Einflusses der Elektromobilität auf die Belastungen in Stromverteilnetzen

(IEG) Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG untersuchte mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, wie sich die Strompreise für Privathaushalte Deutschland 2030 ändern, wenn die Zahl der privaten Elektrofahrzeuge weiter steigt. Die Simulationen zeigen einen robusten Trend: Bei einer Gesamtanzahl von 4 Millionen Elektrofahrzeugen in Deutschland und einer lokalen Durchdringungsrate von 30% Elektrofahrzeugen am gesamten Bestand privater Pkw in einem Netzgebiet könnten die Verbraucherpreise im Vergleich zu einem System ohne Elektromobilität im Jahre 2030 um rund 3.5 Prozent sinken, so die Studie, die im Fachmagazin Energy Strategy Reviews erschienen ist.

IWB: Jahresgewinn 2020 sinkt um 27% gegenüber Vorjahr

(PM) IWB kann das Geschäftsjahr 2020 mit einem stabilen operativen Ergebnis abschliessen. Die Betriebsleistung von 772 Millionen Franken (-5.4%), fällt etwas tiefer aus als im Vorjahr. 2020 war ein warmes Jahr, daher gingen die Absatzmengen in den Sparten Fernwärme und Gas zurück. Den durch die Corona-Massnahmen verstärkten Rückgang des Stromabsatzes im Kanton Basel-Stadt konnte IWB durch Stromabsatz im freien Markt dagegen ausgleichen. Der Jahresgewinn von 108 Millionen Franken (-27.3%) ist von Sondereffekten geprägt

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: Wasserstoffbasierte Brennstoffe sind nicht grün, aber teuer – direkte Elektrifizierung hat Priorität

(PIK) Wasserstoffbasierte Brennstoffe sollten vor allem in Sektoren wie der Luftfahrt oder industriellen Prozessen eingesetzt werden, die nicht elektrifiziert werden können. Ihre Herstellung ist zu ineffizient, zu kostspielig, und ihre Verfügbarkeit zu unsicher, um damit fossile Brennstoffe auf breiter Front zu ersetzen – etwa in Autos oder beim Heizen von Gebäuden. Das zeigt eine neue Studie mit Schweizer Beteiligung. Für die meisten Sektoren ist die direkte Nutzung von Elektrizität, zum Beispiel in Elektroautos oder Wärmepumpen, wirtschaftlich sinnvoller. Setzt man stattdessen in erster Linie auf Brennstoffe auf Wasserstoffbasis statt Elektrifizierung und behält Verbrennungstechnologien bei, so die Forscher, könnte eine Verlängerung der Abhängigkeit von fossilen Energien drohen – und weiterer Ausstoss von Treibhausgasen.

Roadmaps für die Wärmewende: Wie der Gebäudesektor seine Klimaziele doch noch erreichen kann

(FI/ISE) Mit den aktuell beschlossenenMassnahmen zum Klimaschutz wird Deutschland weder seine bisherigen noch die verschärften europäischen Klimaschutzziele im Gebäudesektor bis 2050 erreichen. Wie dies doch möglich wäre, zeigen zwei Roadmaps von Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, dem Öko-Institut und dem Hamburg Institut. Das Forschungsteam stellt darin Massnahmen und politische Instrumente vor, mit denen die dezentrale Wärmeerzeugung kein CO2 mehr ausstösst, der Endenergieverbrauch gesenkt und die Wärmenetze ausgebaut werden können.

Varta: Beteiligt sich an Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Batterieproduktion

(ee-news.ch) Varta nimmt am Projekt Digibattpro 4.0 des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung teil. Die Abkürzung steht für digitalisierte Batteriezellenproduktion mit Industrie-4.0-Technologien. Das Ziel ist, die Batteriefertigung der Zukunft zu entwickeln, in der jeder Schritt digital erfasst und mittels künstlicher Intelligenz überwacht wird. Dabei sollen nicht nur fehlerhafte Teile erkannt werden, sondern gleich auch der Prozess dahingehend optimiert werden, dass die Ursache für den Fehler gleich mitgebehoben wird. Und das, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

Suisse : Objectif de réduction des émissions de CO2 manqué en 2020

(SDA) La Suisse va certainement manquer son objectif de réduction de 20% des émissions de gaz à effet de serre en 2020. Selon les dernières statistiques de l'Office fédéral de l'environnement (OFEV), en 2019, les émissions étaient inférieures de 14% à celles de l'année de référence 1990 (voir ee-news.ch du 20.4.21 >>). (Text auf Deutsch >>)

Schweiz: Nationales Klimaziel für 2020 wird wohl zum Teil deutlich verfehlt

(SDA) Die Schweiz ist bei der Reduktion der CO2-Emissionen im Rückstand. Laut dem Bund wird das nationale Klimaziel für 2020 wohl nicht erreicht - weder im Verkehr, noch bei den Gebäuden, in der Industrie oder der Landwirtschaft. 2019 stiess die Schweiz insgesamt 46.2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (CO2-eq) aus, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) in seinem aktuellen Treibhausgasinventar schreibt. Das seien 0.3 Millionen Tonnen weniger als 2018 und 14 Prozent weniger als 1990 (siehe ee-news.ch vom 20.4.21 >>). (Texte en français >>)

AKW Beznau: Block 1 geht für den Wechsel von Brennelementen vom Netz

(SDA) Der Block 1 des AKW Beznau in Döttingen AG ist am 11.5.21 für den Wechsel von 20 der 121 Brennelementen im Reaktorkern vom Netz gegangen. In zwei Wochen will der Energiekonzern Axpo das älteste Schweizer AKW wieder hochfahren.

CO2-Preis rauf, EEG-Umlage runter: Wie die Stromkosten in Deutschland schon 2022 drastisch gesenkt werden können

(PM) Durch die Nutzung zusätzlicher Einnahmen aus einer CO2-Preiserhöhung für die Senkung der EEG-Umlage können die Strompreise in Deutschland massiv gesenkt werden. Das zeigen aktuelle Berechnungen von Agora Energiewende. Die EEG-Umlage, die derzeit bei 6.5 Cent pro Kilowattstunde liegt, könnte damit mehr als halbiert werden und so wieder auf das Niveau von 2010 sinken.

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