Windpark Mollendruz: Gegner fechten Waadtländer Kantonsgericht vor Bundesgericht an

(SDA) Über den geplanten Windpark beim Mollendruz-Pass im Kanton Waadt wird das Bundesgericht befinden müssen. Die Gegner des Projekts sind an das höchste Gericht gelangt, nachdem das Kantonsgericht im Juni ihre Einsprachen abgelehnt hatte.


Der vom Kanton bereits genehmigte Windpark mit 12 Windrädern an über 200 Metern hohen Masten wird von den Gemeinden Juriens, La Praz und Mont-la-Ville geplant, zusammen mit der Stadt Yverdon. Die Windturbinen auf dem Juragrat zwischen dem Col du Mollendruz und Chalet Dernier sollen Strom für rund 18'000 Haushalte liefern.

Nach Ansicht der Gegner steht die erwartete Stromproduktion in keinem Verhältnis zum Schaden an der Landschaft. Die Region sei besonders wertvoll und schützenswert. Dieses Projekt sei höchst schädlich für die Artenvielfalt und die Landschaft der Schweiz, schrieben BirdLife Schweiz, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Helvetia Nostra und Pro Natura, unterstützt von Paysage Libre Vaud und SOS Jura , in einem gemeinsamen Communiqué vom Freitag.

Das Waadtländer Kantonsgericht hatte am 9. Juni die Einsprachen der Gegner abgewiesen. Diese hatten bis zum 9. Juli Zeit, sich den Gang ans Bundesgericht zu überlegen.

©Text : Keystone-SDA

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3 Kommentare

wellingtonia

Wenn wir nicht im eigenen Land in erneuerbare Energien investieren bleiben wir abhängig von Stromimporten aus dem Ausland. Die Abkommen dazu werden von der EU blockiert.
Wollen wir importieren, da günstiger produziert oder wollen wir uns abschotten ? Oder geht es tatsächlich um die veralteten Produktionsstätten die bis zum Abwinken am Leben erhalten werden. Der Ausstieg aus diesen Milliardenlöchern ist relativ einfach - Konkurs.
Die Verpackung ist entscheidend.

Max Blatter

Dass unter den "Ewiggestrigen" auch Naturschutz-Organisationen sind, enttäuscht mich. Im Fall der Stiftung Landschaftsschutz überrascht es mich aber nicht, denn diese ist schon mehrfach als Bremserin der erneuerbaren Energien aufgetreten (so dass ich mich schon gefragt habe, von wem sich die SL instrumentalisieren und manipulieren lässt).

Völlig quer in der Landschaft liegt aber die Ablehnung durch Pro Natura, bei der ich selbst Mitglied bin. Ich hoffe, dass es sich "nur" um eine Entgleisung der Kantonalsektion VD handelt. Wäre es nicht so, müsste ich vielleicht sogar meine Mitgliedschaft überdenken.

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