Am 7. nationalen Energiekongress der AEE Suisse am 26.3.2020 werden energie- und klimapolitische Fragen sowie die Rolle der Wirtschaft in Hinblick auf den notwendigen Paradigmenwechsel kritisch diskutiert und von verschiedenen Seiten beleuchtet.

AEE Suisse Energie-Kongress vom 26.03.2020: Beschleunigung! Mehr Schub für die Energiewende

(Anzeige) Die Mission ist klar: Die Schweiz hat die Energiewende beschlossen und sich zum 2-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens bekannt. Dennoch hat die nötige Beschleunigung bisher nicht eingesetzt. Alle scheinen darauf zu warten, dass jemand den roten Knopf drückt. Was die Energiewende jetzt braucht, ist mehr Schub – einen Paradigmenwechsel. Am 26.03.2020 gehen wir diesem Thema am AEE Suisse Kongress auf den Grund. (Texte en français >>)


Der politische Wille war klar und stark, als John F. Kennedy 1961 verkündete, dass die USA Ende des Jahrzehnts auf dem Mond landen würden. Ein Ziel, ein Wille, eine Strategie. Die Schweiz muss nicht zum Mond fliegen, sondern ihr irdisches Energiesystem nachhaltig machen: mehr erneuerbare Energien und Energieeffizienz, weniger Auslandabhängigkeit und grössere Versorgungssicherheit im Winter. Der Auftrag ist seit dem Ja zum Energiegesetz eigentlich klar. Auch das Parlament hat dem Pariser Klimaabkommen und damit einer Dekarbonisierung unserer Energieversorgung zugestimmt. Und der Bundesrat will bis 2050 eine klimaneutrale Schweiz. Doch wann wird dieser Auftrag endlich ernst genommen? Wann wird endlich Schub gegeben, anstatt ausgebremst? Und wie soll das überhaupt gehen?

Der siebte nationale Energiekongress
Am siebten nationalen Energiekongress der AEE Suisse am 26. März 2020 in Solothurn werden energie- und klimapolitische Fragen sowie die Rolle der Wirtschaft in Hinblick auf den notwendigen Paradigmenwechsel kritisch diskutiert und von verschiedenen Seiten beleuchtet. Erwartet werden rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – das who is who aus Energiebranche, Wissenschaft, Verwaltung und Politik.

Stehen wir vor einer Revolution?
Zum Einstieg in den Tag teilen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft Ihre Gedanken zum Thema Paradigmenwechsel im Zusammenhang mit aktuellen oder auch vergangenen Geschehnissen mit dem Publikum. Stehen wir vor einer Revolution? Oder sind wir gar schon mitten drin? Wie kann die Energiewende endlich richtig Fahrt aufnehmen? Anschliessend erläutern namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft, wie und wo ihre Unternehmen die Energiewende ankurbeln. Konkrete Lösungen in den Bereichen Smart Building, alternative Mobilität, Smart Grid und Dekarbonisierung des Gebäudeparks werden am Nachmittag in verschiedenen Breakout-Sessions vertieft diskutiert.

«Sie haben die Nase voll? Wir auch!»
Auch die Generation Z kommt zu Wort, ist es doch ihre Zukunft, die heute geformt wird. Wie sie selbst handeln erzählen Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Climatestrike-Bewegung sowie des Jugendparlaments. Sie diskutieren mit Forschung und Kongressteilnehmenden, warum die Wende zu langsam voran kommt und was es aus ihrer Sicht zu tun gilt.

Gastkongress «Energiewende im öffentlichen Verkehr»
Die Parallelveranstaltung am Nachmittag steht unter dem Motto «Neue Partnerschaften für klimaschonende Mobilität». Sie bringt die Transport- und die Strombranche zusammen. In Kurzreferaten zeigen Transportunternehmen, was sie bereits tun, um ihre Energieeffizienz zu steigern und vermehrt erneuerbare Energien zu nutzen. Im anschliessenden «Innovationscafé» werden Projektideen entwickelt und Umsetzungspartnerschaften geknüpft. Innovative Projekte können sich für eine Förderung durch das Programm ESöV 2050 des BAV bewerben. Wer schnell ist, kann gleich am Kongress sein Projektgesuch ausfüllen und einreichen.

Angaben zum Kongress

  • Datum: 26.03.2020
  • Zeit: 08:15 – 17:00 Uhr
  • Ort: Landhaus Solothurn

Informationen, Programm, Anmeldung >>

Text: AEE Suisse

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2 Kommentare

Jules Opinion

Das Übereinkommen von Paris hat zum Ziel, die durchschnittliche globale Erwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, wobei ein maximaler Temperaturanstieg von 1,5 Grad Celsius angestrebt wird.
Ein aktueller Bericht in "Nature" zeigt auf, dass zuwarten (business as usual = worst case scenario) mit erheblichen Risiken verbunden ist:
https://www.nature.com/articles/d41586-019-03595-0

Max Blatter

Die im Lead verwendete Metapher mit dem "roten Knopf" ist ein wenig gefährlich, bedeutet ein roter Knopf doch üblicherweise "Notstopp" und nicht "Beschleunigung"! Wir sollten wohl eher von einem "grünen Knopf" sprechen. Immerhin ist der ja bei den Nationalratswahlen unmissverständlich gedrückt worden.

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