27. Jun 2019

Beitrag der erneuerbaren Energien zu Deckung des Stromverbrauchs in Deutschland. ©Grafik: BDEW

Unterschied EE-Anteil an der Erzeugung und am Verbrauch. ©Grafik: BDEW

Deutschlands Halbjahres-Rekord: Erneuerbare Energien decken 44 % des Stromverbrauchs

(PM) Im ersten Halbjahr 2019 lag der Anteil von Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen an der Deckung des Stromverbrauchs in Deutschland erstmals bei 44%. Im ersten Halbjahr 2018 betrug der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch 39%. Der hohe Anteil ist auch auf einen äusserst windreichen März zurückzuführen. Doch trotz des Erfolgs, ein beschleunigter Zubau tut not.


Der März verzeichnete einen Windrekord, aber auch in den übrigen Monaten lagen die Winderträge durchgängig über den langjährigen Durchschnittswerten. Dies haben vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des deutschen Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben.

  • Mit 55.8 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) war die Windkraft an Land erneut der grösste Erzeuger von Ökostrom (1. Halbjahr 2018: 47.3 Mrd. kWh, Zuwachs: 18 Prozent).
  • Photovoltaikanlagen lieferten 24 Mrd. kWh (1. Halbjahr 2018: 23 Mrd. kWh).
  • Die höchste Zuwachsrate erzielte mit 30 Prozent auf 12 Mrd. kWh erneut die Windkraft offshore (1. Halbjahr 2018: 9.2 Mrd. kWh).
  • Aus sonstigen Erneuerbaren Energien, dazu zählen vor allem Biomasse und Wasserkraft, stammten 36.7 Mrd. kWh (1. Halbjahr 2018: 37.2 Mrd. kWh).

„Der Ökostrom-Rekord ist eine erfreuliche Momentaufnahme, darf aber nicht über die tieferliegenden strukturellen Probleme hinwegtäuschen: Bei einem ‚Weiterso‘ landen wir 2030 bei lediglich 54 Prozent Erneuerbare Energien. Um das für den Klimaschutz notwendige 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung zu erreichen, müssen wir bestehende Hemmnisse aus dem Weg räumen: Dazu zählen die Flächenbeschränkungen für Photovoltaik- und Windkraftanlagen an Land sowie die Ausbau-Deckel für Wind offshore und Photovoltaik ausserhalb des Ausschreibungsregimes", sagt Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des BDEW heute in Berlin.

Dringend stärkeren Ausbau Erneuerbarer Energien und mehr Energieeffizienz
Prof. Dr. Frithjof Staiss, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW, ergänzt: „Wir brauchen dringend einen stärkeren Ausbau Erneuerbarer Energien und mehr Energieeffizienz in allen Sektoren, um das Klimaschutzziel 2030 zu erreichen. Dazu sollten wir die politischen Rahmenbedingungen anpassen. Infrage kommt dafür ein CO2-bezogener Zuschlag auf die Preise für fossile Energien, der den Verbrauchern auf anderen Wegen zurückgegeben wird. Wenn soziale Härten abgefedert werden, ist davon auszugehen, dass entsprechende Massnahmen für mehr Klimaschutz von der Bevölkerung mitgetragen werden.“

Text: Deutscher Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

1 Kommentare
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Max Blatter @ 28. Jun 2019 11:28

Womit sich Deutschland allmählich dem Stand der Schweiz annähert – von unten her, notabene.

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