Netto- und Bruttozubau in Deutschland seit 1995. ©Bild: Deutsche WindGuard

Monatliche Stromerzeugung. ©Bild: Deutsche WindGuard

Abbau und Repowering seit 2000. ©Bild: Deutsche WindGuard

Deutschland: 1. Halbjahr 2020 mit Bruttozubau von 591 MW Onshore-Windleistung – Markterholung auf niedrigem Niveau

(PM) Im ersten Halbjahr 2020 wurden in Deutschland brutto 591 MW bzw. 178 Onshore-Windanlagen zugebaut. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Verdoppelung. 2019 wurden im 1. Halbjahr nur 287 MW bzw. 86 Anlagen neu errichtet. Die Verbände prognostizieren für das Jahr 2020 einen Zubau von mindestens 1500 MW.


Die Verbandsvertreter betonen, dass die Ankündigungen der Bundesregierung aber auch in den Ländern nun endlich umgesetzt werden müssen, um die Wachstumschancen der Windenergie zum Erreichen der Klimaziele und zur Deckung des Bedarfs auch der industriellen Energieverbrauche zu nutzen sowie die Wertschöpfung in der Windindustrie in Deutschland zu sichern.

Onshore-Zubau 1. Haljahr 2020 in Deutschland

Status des Windenergieausbaus an Land

Leistung

Anzahl Anlagen

Brutto-Zubau im 1. Halbjahr

591 MW

178

Davon Repowering

124 MW

40

Abbau im 1. Halbjahr

84 MW

88

Netto-Zubau im 1. Halbjahr

507 MW

90

Kumulierter Anlagenbestand am 30.06.2020

54‘418 MW

29‘546

Repowering-Strategie
Bis Mitte der 2020er Jahre endet in Deutschland die EEG-Förderung für rund 15‘000 Windenergieanlagen an Land mit einer Gesamtleistung von etwa 16 GW. BWE und VDMA Power Systems fordern eine klare auf die Energiewende ausgerichtete Repowering-Strategie. Fest steht, dass der derzeitige Zubau zu langsam ist und den Anforderungen nicht entspricht.

Globale Windindustrie – Rekordausbau scheint trotz Pandemie möglich
Der Global Wind Energy Council (GWEC) hat noch im März 2020 für den Weltmarkt einen Rekordausbau der Windenergie an Land im laufenden Jahr 2020 von rund 70 GW prognostiziert – davon über 28 GW in Asien, 16 GW in Nordamerika und über 10 GW in Europa. Im Juni hat GWEC für 2020 nur noch einen Zubau von etwa 55 GW im Jahr 2020 prognostiziert nach gut 54 GW im Vorjahr. Das erwartete Wachstum von fast 30 Prozent wird sich nun auf 2021 und die Folgejahre verzögern und verteilen. Nach Berechnungen von WindEurope sehen die Nationalen Energie- und Klimaschutzpläne der EU-Mitgliedstaaten einen jährlichen Zubau von 11 GW Onshore-Windenergie und 5 GW Offshore-Windenergie pro Jahr vor. Der Green Deal erfordert gemäss WindEurope eine Beschleunigung beim europäischen Zubau der Windenergie an Land und auf See auf zusammen 20 GW pro Jahr.

Mit ambitionierten Zielen, mehr Genehmigungen und Flächen für Windenergie lässt sich auch europaweit die wirtschaftliche Erholung durch einen kontinuierlichen Ausbau beschleunigen. Um negative Effekte für die Energie- und Klimapolitik zu vermeiden, sind europaweite Anstrengungen für einen grünen wirtschaftlichen Wiederaufbau mit Windenergie als Leistungsträger der Energiewende notwendig.

Factsheet der Deutschen WindGuard >>

Text: Deutscher Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)

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