Luftaufnahme von Riehen. Ab dem 2. Februar 2022 sollen während rund drei Wochen vier Messfahrzeuge im Untersuchungsgebiet zirkulieren, die alle 20 Meter stehen bleiben und leichte Vibrationen auslösen. ©Bild: IWB

WVR und IWB: Untersuchung des Untergrunds für Geothermie-Projekt «geo2riehen» startet im Januar

(ee-news.ch) Der Wärmeverbund Riehen (WVR) will mit dem Projekt «geo2riehen» seine Geothermieanlage in Riehen erweitern. Zusätzlich will IWB (Industrielle Werke Basel) die Chance nutzen, den Untergrund auch weiträumiger kennenzulernen. Nach dem Abschluss der Vorarbeiten starten jetzt die Untersuchungen des Untergrunds: Zunächst beginnt das Auslegen der Geophone, ab Februar sollen dann Messfahrzeuge eingesetzt werden.


Die Untersuchungen des Untergrunds sollen unter Riehen, Bettingen, grossen Teilen von Basel, den angrenzenden Baselbieter Gemeinden Birsfelden, Münchenstein und Muttenz, sowie Teilen der Gemeinde Grenzach-Wyhlen starten. Ziel ist es, zu prüfen, wo in der Tiefe von ca. 1-2 km Kilometern natürlich vorkommendes Heisswasser vorhanden ist, das für eine klimafreundliche Wärmeversorgung genutzt werden könnte. Dazu werden Schallwellen in den Untergrund geleitet und deren Reflexionen aufgezeichnet. WVR und IWB arbeiten dabei mit Fachleuten aus dem In- und Ausland zusammen. Als erstes sollen ab dem 19. Januar 2022 die Messpunkte im Untersuchungsgebiet auf den Strassen markiert und dann rund 9000 kleine Messgeräte (Geophone) auf dem Boden ausgelegt werden.

Dreiwöchige Messung
Ab dem 2. Februar 2022 sollen während rund drei Wochen vier Messfahrzeuge im Gebiet zirkulieren, die alle 20 Meter stehen bleiben und leichte Vibrationen auslösen. Für die Anwohnerinnen und Anwohner seien die Anregungen in der Liegenschaft für rund eine Minute spürbar, so WVR und IWB. Ein Messfahrzeug durchfahre eine Strasse nur einmal während der Messkampagne. Die Vibrationen seien vergleichbar mit denen, die ein durchfahrendes Tram erzeugt. Sie sollen von Fachleuten begleitet werden, die der Bevölkerung bei Fragen oder Anliegen zur Verfügung stehen. Ein Kurzfilm auf der Projektwebsite zeigt die Details der Messung.

Hohe Zustimmung zu den Messungen
Seit November 2021 wurde die Eigentümerschaft im Untersuchungsgebiet um Unterstützung und Erlaubnis gebeten, um die Geophone auszulegen. Dieses sogenannte Permitting sei erfolgreich durchgeführt worden und für über 80% der Messgeräte liegen Genehmigungen vor, so WVR und IWB. Man setze bewusst auf transparente Information und den Dialog mit der Bevölkerung – vor, während und nach der Messung.

Text: IWB Industrielle Werke Basel

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