An der COP sollen wirksame Massnahmen beschlossen werden, da die geltenden Reduktionsziele der Staaten nicht genügen, um die globale Klimaerwärmung auf einen Anstieg von 1.5 Grad Celsius zu begrenzen.

UVEK: Bundespräsident Parmelin, Bundesrätin Sommaruga und Bundesrat Maurer an UNO-Klimakonferenz COP26

(UVEK) Bundespräsident Guy Parmelin, Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Bundesrat Ueli Maurer vertreten die Schweiz an der 26. UNO-Klimakonferenz (COP26), die vom 31. Oktober bis am 12. November 2021 in Glasgow (UK) stattfindet. Ziel der Konferenz ist es, griffige Umsetzungsregeln des Abkommens von Paris zu verabschieden. Weiter wird besprochen, wie die Staaten ihre Anstrengungen zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen verstärken können, damit die Erwärmung des Weltklimas auf einen Zuwachs von maximal 1.5 Grad begrenzt werden kann. Ein weiteres Thema ist die Finanzierung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern für die Zeit nach 2025. (Article en français >>)


An der COP26 sollen letzte noch offene Umsetzungsregeln des 2015 beschlossenen Klima-Übereinkommens von Paris beschlossen werden. Dabei geht es um wirksame Massnahmen, da die geltenden Reduktionsziele der Staaten nicht genügen, um die globale Klimaerwärmung auf einen Anstieg von 1.5 Grad Celsius zu begrenzen, wie dies das Übereinkommen verlangt. Zur Diskussion stehen vor allem Regelungen zur Frage, wie den Staaten Emissionsverminderungen angerechnet werden sollen, die sie mit Klimaschutzprojekten im Ausland erzielen. Es soll zudem ein neues gemeinsames Finanzierungsziel für die Unterstützung von Klimaschutzmassnahmen in Entwicklungsländern für die Zeit nach 2025 andiskutiert werden.

Programm von Bundespräsident Parmelin
Bundespräsident Parmelin wird am Montag, 1. November, gemeinsam mit rund 100 Staats- und Regierungschefs den «World Leaders Summit» im Rahmen der COP26 eröffnen. Im Verlauf des Gipfels wird der Bundespräsident an einem hochrangigen Treffen teilnehmen, das dem «kritischen Jahrzehnt» und somit dem Zeitdruck bei der Bekämpfung des Klimawandels gewidmet ist sowie an einem Anlass auf Einladung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Ebwe). Geplant ist schliesslich ein Besuch des von der Schweiz mitfinanzierten Kryosphäre-Pavillons, wo die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesamtheit des irdischen Eises thematisiert werden.

Programm von Bundesrätin Sommaruga
Bundesrätin Sommaruga wird zusammen mit den Umweltministerinnen und -ministern der anderen Länder an den Verhandlungen auf Ministerstufe und bei der Beschlussfassung der Konferenz teilnehmen. Sie wird sich, zusammen mit der Verhandlungsdelegation, für einheitliche und griffige Regeln zur Umsetzung des Pariser Abkommens einsetzen. Dazu gehört, dass Emissionsreduktionen, die ein Land mit Klimaschutzprojekten im Ausland erzielt, nicht doppelt – dem Geber- und dem Empfängerland – angerechnet werden können. Denn dies würde die Bestrebungen für den Klimaschutz unterlaufen. Weiter engagiert sich die Schweiz für eine effiziente und gerechte Finanzierung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern. Sie erwartet, dass alle Staaten nach ihren Möglichkeiten jene Länder unterstützen, die vom Klimawandel besonders betroffen sind. Auch die Wirtschaft soll ihren Beitrag dazu leisten. Schliesslich sollen alle Länder mit ihren langfristigen Klimastrategien und einem Klimaneutralitätsziel für 2050 dazu beitragen, auf den 1.5-Grad-Pfad zu kommen.

Programm von Bundesrat Maurer
Der 3. November 2021 an der COP 26 steht im Zeichen nachhaltiger Finanzen. Bundesrat Maurer und Staatssekretärin Daniela Stoffel nehmen unter anderem an Treffen des Gastgeberlandes Grossbritannien zu dieser Thematik teil. Dort werden sie die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Datengrundlage unterstreichen, damit die Finanzmärkte Umweltaspekte gebührend berücksichtigen können. Grössere Transparenz erlaubt zudem den Anlegern eine effiziente Entscheidungsfindung, fördert die Innovationskraft der Finanzwirtschaft und hilft, Greenwashing zu vermeiden. Die Schweizer Vertreter werden dabei darauf hinweisen, dass die externen Kosten der Umwelt- und Klimaschädigung von wirtschaftlichem Handeln in der Realwirtschaft internalisiert werden müssen. Klimafreundliche Finanzanlagen werden weltweit immer wichtiger; der Bundesrat erachtet die Nachhaltigkeit als grosse Chance für den Finanzplatz Schweiz.

Dossier: Auf dem Weg zur Weltklimakonferenz in Glasgow >>

Text: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK

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