Ausbaubedarf Solarthermie in Deutschland. ©Bild: Bsw

Der Atom- und Kohleausstieg erfordern die Beschleunigung des Photovoltaik-Ausbaus in Deutschland auf 15 GW/Jahr in den 2020er Jahren. Die Grafik zeigt das damit verbundene Umsatzwachstum mit Solar- und Batterietechnik. ©Bild: Bsw

Förderkürzung trotz Preisanstieg macht PV-Gewerbedächer unattraktiver. ©Bild: Bsw

Bsw: Solarwirtschaft begrüsst geplanten Erneuerbare-Energien-Booster

(Bsw) Der Ausbau erneuerbarer Energien soll in Deutschland „drastisch beschleunigt“ werden, „alle Hürden und Hemmnisse dafür aus dem Weg geräumt“ und „alle geeigneten Dachflächen für Solarenergie genutzt“ werden. Die Sondierungsteams von SPD, Grünen und FDP verständigten sich auf diese Kernelemente einer gemeinsamen Klimaschutz- und Erneuerbare-Energien-Mission.


Dazu erklärt der Hauptgeschäftsführer des deutschen Bundesverbands Solarwirtschaft e. V. Carsten Körnig: „Das Sondierungsergebnis klingt nach dem notwendigen energie- und klimapolitischen Aufbruch. Um ein stabiles Fundament für eine Klimaschutz-Koalition zu schaffen, muss jetzt ein Koalitionsvertrag für einen attraktiven Investitionsrahmen für die Solarenergie sorgen und dafür klare und angemessene Ausbauziele definieren. Nur so kann Unternehmen die nötige Investitions- und Planungssicherheit geboten werden. Nach übereinstimmender Meinung von Wissenschaftlern und Marktforschern bedarf es dazu einer Verdoppelung der in Deutschland installierten Solarstromleistung bis zum Ende der Legislaturperiode 2025.“

Schnelle Umsetzung der Handlungsempfehlungen
Mit dieser Zielsetzung hat der Bsw Handlungsempfehlungen für die nächste deutsche Bundesregierung formuliert (siehe unten). Ihre schnelle Umsetzung sei für die angestrebte Vervielfachung der Solarenergienutzung alternativlos. Der Bsw begrüsstes es, dass sich SPD, Grüne und FDP darauf verständigt haben, ein „Klimaschutz-Sofortprogramm“ aufsetzen und bürokratische Hürden abbauen zu wollen.

Solardachpflicht könnte ins Leere laufen
Den Ampel-Sondierern müsse dabei bewusst sein, dass die von ihnen geplante Solardachpflicht bei Gewerbe-Neubauten nur einen Bruchteil des erforderlichen Photovoltaik-Ausbaus anstossen werde. Sie drohe zudem ins Leere zu laufen, wenn die Photovoltaik-Ausbauziele im Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht gleichzeitig deutlich angehoben werden, Barrieren für den solaren Eigenverbrauch abgebaut und Marktprämien auch für die solartechnische Nachrüstung im Gebäudebestand wieder die notwendige Attraktivität erhalten.

Empfehlungen für einen starken uns effizienten Solarzubau in der 20. Legislaturperiode >>

Text: Deutscher Bundesverband Solarwirtschaft (Bsw)


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1 Kommentare

Max Blatter

Hört sich gut an; so etwas bräuchten wir in der Schweiz auch!
Die Forderung, dass „alle Hürden und Hemmnisse dafür aus dem Weg geräumt“ werden müssen, beinhaltet automatisch auch, die Verteilnetze "PV-ready" zu machen.

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