Seit 2010 sind im Rahmen des Gebäudeprogramms knapp 2.3 Mia. Fr. Fördergelder ausbezahlt worden für sechs Massnahmenbereiche. Neu sind seit 2018 Auszahlungen für indirekte Massnahmen. Bild: Das Gebäudeprogramm

Das Gebäudeprogramm: CHF299 Millionen flossen 2020 in Sanierungs- und Neubauprojekte

(BFE) 2020 war ein Rekordjahr für Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen: Rund 299 Millionen Franken Fördermittel wurden ausbezahlt – so viel wie noch nie seit Bestehen des Programms. Am meisten Beiträge gingen an Wärmedämmprojekte (119 Mio Fr). Das grösste Wachstum verzeichneten im Berichtsjahr Haustechnikprojekte (+65% auf 62 Mio. Fr.). Über ihre Lebensdauer reduzieren die im Jahr 2020 dank Fördergeldern umgesetzten Massnahmen den Energieverbrauch des Schweizer Gebäudeparks um 5,7 Milliarden Kilowattstunden und den CO2-Ausstoss um rund 1,4 Millionen Tonnen CO2. (Texte en français >>)


Im vergangenen Jahr wurde in der Schweiz trotz Corona-Pandemie fleissig saniert und gebaut. Dies zeigt sich nun auch in den Jahreszahlen des Gebäudeprogramms von Bund und Kantonen: Rund 299 Mio.Fr. bezahlten die Kantone im Rahmen ihrer Förderprogramme insgesamt an Sanierungs- und Neubauprojekte aus (2019: 265 Mio.Fr.). Den grössten Anteil machen mit 119 Mio. Fr. Wärmedämmprojekte aus. An zweiter Stelle folgen mit 72 Mio. Fr. Systemsanierungen, wobei die umfassende Sanierung der Gebäudehülle oft mit einem Heizsystemwechsel einhergeht.

Haustechnikprojekte, darunter fallen Heizungswechsel, Solar- und Lüftungsanlagen, wurden mit 62 Mio. Fr. gefördert, was einer Zunahme von 65% gegenüber dem Vorjahr entspricht. 7155 fossile Systeme wurden durch Heizsysteme mit erneuerbarer Energie ersetzt, am häufigsten durch eine Wärmepumpe. Indirekte Massnahmen in den Bereichen Information/Kommunikation, Bildung und Qualitätssicherung wurden im Berichtsjahr mit 12 Mio. Fr. gefördert.

Energieverbrauch und CO2-Emissionen reduziert
Die im Berichtsjahr geförderten Massnahmen sparen über ihre Lebensdauer 5.7 Milliarden kWh und 1.4 Mio. t CO2 ein. Mit 207 Fr./t CO2 ging die erzielte Wirkung gegenüber dem Vorjahr minim zurück (205 Fr/t CO2). Dies liegt unter anderem daran, dass seit 2019 höhere Fördersätze gewährt werden, um die heute tiefe Sanierungsrate zu steigern. Eine höhere Sanierungsrate ist nötig, damit die Schweiz ihre Energie- und Klimaziele im Gebäudebereich erreicht. Die höheren Fördersätze reduzieren jedoch die Wirkung pro Förderfranken über die Lebensdauer einer Massnahme. Ein weiterer Grund ist die Zunahme bei den Systemsanierungen. Wegen der höheren Investitionskosten ist die Wirkung von Systemsanierungen pro eingesetztem Förderfranken tiefer als bei Einzelmassnahmen. Trotzdem sind solche Systemsanierungen wünschenswert, weil sie oft die Basis für einen (späteren) Wechsel auf ein fossilfreies Heizsystem legen und daher langfristig nachhaltig sind und die Erneuerung des Gebäudeparks in der Schweiz vorantreiben. Und letztlich wurden für indirekte Massnahmen mehr Förderbeiträge ausgeschüttet. Für diese lässt sich keine direkte Wirkung berechnen.

Das Gebäudeprogramm erzielte 2020 wiederum einen positiven Beschäftigungseffekt von 2100 Vollzeitäquivalenten und etwa 88 Mio. Fr. zusätzlicher inländischer Wertschöpfung.

Text: Bundesamt für Energie

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