Der Bau eines Wasserstoff-Hubs in Rom könnte Projektierern und Zulieferern von Wasserstoff-Produktionsanlagen neue Geschäftschancen eröffnen. Auch Hersteller von PV-Modulen könnten profitieren.

Exportinitiative Energie: Italien plant Hydrogen Valley, um grüne Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben

(©EE) Die italienische Energieagentur Enea will ein Wasserstoff-Hub im Grossraum Rom bauen. Auf dem ungefähr 100 Hektar grossen Areal sollen sich Unternehmen und Institute ansiedeln, um in Forschungsprojekten zum Beispiel die Effizienz von Elektrolyseuren zu erhöhen. Dadurch sollen bis zum Jahr 2025 Elektrolyseure mit einer Kapazität von mindestens 1 GW verfügbar sein, zitiert das Fachmagazin PV-Magazine Giorgio Graditi, Direktor der Abteilung für Energietechnologien und erneuerbare Quellen der Enea.


Ausserdem will die Energieagentur in dem Hub, genannt Hydrogen Valley, auch Wasserstoff produzieren und über eine Pipeline zu Verbrauchern transportieren. Einen Teil des Wasserstoffs will die Enea mit einem 200-kW-Elektrolyseur gewinnen, der Strom aus PV-Anlagen bezieht. Der Bau neuer Wasserstoff-Produktionsanlagen könnte laut Graditi auch die Produktion von Solarstrom und damit die Nachfrage nach PV-Modulen in dem südeuropäischen Land vorantreiben. Hersteller von PV-Modulen könnten somit von einem positiven Nachfrageeffekt profitieren.

Unterstützung aus Fonds der Energieinitiative Mission Innovation
Die italienische Energieagentur finanziert den Start des Hydrogen Valley mit 14 Millionen Euro aus einem Fonds der internationalen Energieinitiative Mission Innovation, an der sich neben Italien 23 weitere Staaten sowie die Europäische Kommission beteiligen. Italien verhandelt gerade mit der Europäischen Kommission und anderen europäischen Ländern, unter anderem Deutschland, über eine Zusammenarbeit bei dem Wasserstoffprojekt.

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©Text: Exportinitiative Energie

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