Bundesrätin Simonetta Sommaruga verwies auf die guten Erfahrungen der Schweiz bei der Einführung der CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe im Jahr 2008. Sie wurde akzeptiert, da es sich finanziell auszahlte, klimafreundlich zu leben. ©Bild: Uvek

IEA: Bundesrätin Simonetta Sommaruga nimmt an erster Sitzung der neuen globalen Kommission zur Energiezukunft teil

(Uvek) Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat am 15. März 2021 an einer virtuellen Sitzung der «Global Commission on People-Centred Clean Energy Transitions» der Internationalen Energieagentur (IEA) teilgenommen. Die Kommission wird bis zur Klimakonferenz COP26 in Glasgow Empfehlungen ausarbeiten, die die Bevölkerung in den Mittelpunkt einer sauberen Energiewende stellen. (Article en français >>)


Weltweit sind Regierungen daran, in ihren Ländern den Übergang zu einer CO2-freien Energiewirtschaft zu gestalten. Diese Umwälzungen werden viele Menschen rund um den Globus betreffen. «Wir müssen die Bedürfnisse und Sorgen der Bevölkerung in unseren Entscheidungen berücksichtigen und die Bevölkerung miteinbeziehen. Nur so werden die Menschen die Energiewende akzeptieren», sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga anlässlich der ersten Sitzung.

Bevölkerung einbeziehen
Bundesrätin Sommaruga betonte, die Regierungen müssten es der Bevölkerung ermöglichen, den Wechsel mitzugestalten. Sie verwies in ihrer Intervention auf die guten Erfahrungen der Schweiz bei der Einführung der CO2-Abgabe auf fossilen Brennstoffen im Jahr 2008. Die Bevölkerung habe diese Abgabe akzeptieren können, weil sie dazu führe, dass es sich finanziell auszahle, klimafreundlich zu leben.

Die Kommission wurde von Fatih Birol einberufen, dem Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur. Sie zählt derzeit 26 Mitglieder.

Text: Generalsekretariat Uvek

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1 Kommentare

René Weiersmüller

Laut Bundesrätin Sommaruga müsste der Bevölkerung quasi ermöglicht werden, die Energiewende mitzugestalten. Das sind schöne Worte, setzt aber Vertrauen voraus. Gerade das wird aber laufend mit Füssen getreten, nicht erst seit dem Humbug mit den jährlich Wendekosten von 40 Franken je Haushalt, womit die Abstimmung vor bald vier Jahren gewonnen wurde. Zur Erinnerung: Damals wollte Doris Leuthard auch die Hand ins Feuer legen, dass es bis 2035 keine zusätzliche Steuer auf Treibstoffe geben wird.

Wenn schon die reiche Schweiz mit ihrer Wasserkraft und der günstigen Topografie kein auch nur halbwegs schlaues Konzept für die Klima­ und Energiewende vorweisen kann, gilt das erst recht für nahezu alle andern Länder. Es ist daher zu befürchten, dass das Pariser Klimaabkommen ebenso Schiffbruch erleiden wird wie das Verbot der Atomkraft.

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