Der Bericht zeigt, dass eine Erhöhung der öffentlichen und privaten Energieausgaben auf jährlich 4.5 Billionen USD die Weltwirtschaft um weitere 1.3 % ankurbeln und bis 2030 zusätzliche 19 Millionen Energiewende-Jobs schaffen würde. Bild: Irena

Irena: Skizziert Agenda für Energiewende als Mittelpunkt einer nachhaltigen Konjunkturerholung – 19 Millionen neue Energiewende-Jobs bis 2030

(Irena) Der Bericht Post-COVID recovery: An agenda for resilience, development and equality skizziert unmittelbare Impulsmassnahmen für 2021-2023 sowie Massnahmen für eine mittelfristige Erholungsperspektive im Laufe der nächsten zehn Jahre bis 2030. Jede Million Dollar die in erneuerbare Energien investiert wird, würde dreimal mehr Arbeitsplätze schaffen als eine Investition in fossile Brennstoffe.


Der Bericht zeigt, dass eine Erhöhung der öffentlichen und privaten Energieausgaben auf 4.5 Billionen USD pro Jahr die Weltwirtschaft um weitere 1.3 % ankurbeln und bis 2030 zusätzliche 19 Millionen Energiewende-Jobs schaffen würde. Allein die Arbeitsplätze im Bereich erneuerbarer Energien könnten sich verdreifachen auf 30 Millionen bis 2030. „Erneuerbare Energien haben sich in der gegenwärtigen Krise als die robustesten Energiequellen erwiesen“, so Francesco La Camera, Generaldirektor von Irena. „Diese Erkenntnis sollte es Regierungen ermöglichen, sofortige Investitionsentscheidungen und politische Massnahmen zur Bewältigung der Krise zu treffen. Mit dem heutigen Sanierungsplan setzt Irena ihr globales Mandat für die Energiewende ein, um in dieser kritischen Zeit fundierte Entscheidungen zu ermöglichen und gleichzeitig den Kurs in Richtung eines komplett kohlenstofffreien Systems bis 2050 beizubehalten.“

Verdoppelung der jährlichen Übergangsinvestitionen
Die Verdoppelung der jährlichen Übergangsinvestitionen auf 2 Billionen USD in den nächsten drei Jahren wird einen wirksamen Anreiz bieten und kann Investitionen des privaten Sektors um das Drei-bis Vierfache erhöhen. Eine Reform der Preise für fossile Brennstoffe, die Stilllegung von Anlagen für fossile Brennstoffe, die Förderung grüner Finanzierungen und Rettungsmassnahmen sowie strategische Investitionen in die Energiewende müssen unmittelbare Prioritäten sein, empfiehlt Irenas Bericht.

Die jährlich investierten 2 Billionen USD würden das BIP um 1 % steigern und innerhalb von drei Jahren 5.5 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze im Rahmen der Wende schaffen. Unterstützende arbeits- und industriepolitische Massnahmen sind erforderlich, um lokale Kapazitäten und Kompetenzen zu nutzen und Industriebranchen und Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu schaffen.

Nachhaltiges langfristiges Wachstum
Jede Erholungsstrategie sollte innovative Lösungen und neue Technologien wie grüner Wasserstoff umfassen, um letztendlich ein Netto-Null-Energiesystem zu ermöglichen. Durch Investitionen in ihre Vermarktung können Regierungen und Unternehmen ein nachhaltiges langfristiges Wachstum sicherstellen.

Wärme- und Kältetechnologien
Die Stromerzeugung auf der Basis erneuerbarer Energien würde zum Rückgrat künftiger Energiemärkte werden, unterstützt von übergangsrelevanten Branchen wie Batteriespeicher. Neben der Energieeffizienz müssen jedoch auch Wärme- und Kältetechnologien auf der Grundlage erneuerbarer Energien ausgebaut werden. Ein auf Erneuerbaren basierter Verkehrssektor lässt sich durch Anreize für Elektroautos und kontinuierliche Infrastrukturinvestitionen (u. a. intelligente Netze, sogenannte Smart Grids, und Ladestationen für Elektroautos) sowie neue Kraftstofflösungen erweitern.

Widerstandsfähigere Volkswirtschaften
„Jetzt ist es an der Zeit, in eine bessere Zukunft zu investieren“, so La Camera. „Politische Strategien und Investitionsentscheidungen können die nötige Dynamik schaffen, um einen Systemwandel herbeizuführen und die Energiewende weg von fossilen Brennstoffen voranzutreiben. Ein Strukturwandel hin zu saubereren Energiesystemen sowie widerstandsfähigeren Volkswirtschaften und Gesellschaften ist dringender denn je. Vor allem aber ist dies eine globale Agenda und wir dürfen niemanden zurück lassen.“

Konjunkturerholung und gleichzeitig kohlenstofffreies Energiesystem schaffen
Der neue Bericht, der auf dem ersten Global Renewables Outlook von Irena basiert, in dem die Möglichkeit einer globalen Energiewende gemäss dem Pariser Abkommen aufgezeigt wird, befasst sich damit, wie und wo Investitionen und politische Interventionen die Konjunkturerholung beschleunigen und gleichzeitig den Weg zu einem kohlenstofffreien Energiesystem ebnen können.

Bericht Post-COVID recovery: An agenda for resilience, development and equality >>

Text: Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (Irena)

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1 Kommentare

Max Blatter

Genau: Man muss jetzt aufpassen "wie ein Häftlimacher" (um den Helvetismus zu bemühen), dass aus der "Post-Covid Recovery" eben gerade nicht ein "Back to Normal" wird!

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