Das Abdichtungssystem HS1 wird beidseitig des Rollladenpanzers am Einlauftrichter festgeklebt, wodurch ein Eindringen kalter Luft verhindert wird und sich im Kasten ein dämmendes Luftpolster bildet. ©Bild: Dichtungs-Specht

Damit die Abdichtung in jeden Rollladenkasten passt, gibt es drei verschiedene Schlauchgrössen je nach Breite des Auslassschlitzes. In der Länge können die Profile einfach abgesägt oder aneinander gereiht werden. ©Bild: Dichtungs-Specht

Mit geringem Aufwand 30% Heizenergie sparen: Nachrüstbare Rollladenabdichtung schliesst Lücken in der Gebäudedämmung

(ee-news.ch) Steigende Öl- und Gaspreise, die strengen Richtlinien der EnEV und Bewertungsinstrumente wie der Energieausweis lassen die Wärmedämmung an Häusern immer wichtiger werden. Thermofenster und Fassadenisolierung haben derzeit Hochkonjunktur. Weitgehend unbeachtet bleibt dagegen oft eine grosse Schwachstelle vor allem älterer Gebäude: die Rollladenkästen. Hier klaffen zum Teil grosse Wärmebrücken in der Dämmung, kalte Luft strömt ungehindert in die Innenräume.


Dabei könnte schon ein einfaches Abdichtungssystem die Wärmeverluste um über 30 Prozent senken, erklärt das Unternehmen Dichtungs-Specht. Gleichzeitig würde auch der Schallschutz verbessert und verhindert, dass sich Schimmel oder Insekten im Rolladenkasten einnisten. Die Abdichtung lasse sich von jedem Heimwerker selbst installieren, ohne den Rollladenkasten öffnen zu müssen. Auch Mieter dürfen die Dämmung in der Regel in Eigenregie einbauen, da am Gebäude nichts verändert wird. Die Haltbarkeit des Systems liegt nach Unternehmensangaben bei über 40 Jahren, das gehe aus Dauertests hervor.

Schlauch aus Silikonkautschuk lässt Kälte draussen
Während bei modernen Neubauten die Rollladenkästen entweder komplett aussen angebracht oder aufwändig isoliert werden, machte man sich bis vor etwa zehn Jahren beim Hausbau keine Gedanken um dieses Thema. In der Folge haben heute viele Gebäude mit Energieverlusten durch die damals gängigen, in die Wand integrierten Kästen zu kämpfen. Hauptgrund dafür ist der direkte Luftaustausch durch den Schlitz des Rollladenpanzers auf der Aussenseite und den Gurtschlitz im Innenraum. Das von der Dichtungs-Specht GmbH entwickelte Abdichtungssystem HS1 setzt direkt an der langen Auslassöffnung an und verschliesst diese im Idealfall beidseitig passgenau mit zwei dauerelastischen und weichmacherfreien Schläuchen aus Silikonkautschuk. Dadurch werde zum einen die Kälte draussen gehalten, zum anderen könne sich im Inneren des Kastens ein stehendes Luftpolster bilden, das als zusätzliche Dämmung wirkt, so Dichtungs-Specht. Das Aufziehen und Herablassen des Rollladens werde durch die schmalen Gummirollen nicht behindert.

Einfache Installation mit langer Wirkung
Für die Montage steht ein deutschlandweites Netz von Partnerfachbetrieben zu Verfügung, allerdings könne man die Abdichtung ohne grossen Aufwand auch selbst anbringen – zumal dafür nicht mal der Rollladenkasten geöffnet werden müsse. Es reiche schon, die Stopper zu entfernen, den Rollladen aus der Laufschiene zu heben und ihn nach oben bis über den Einlauftrichter zu ziehen, um im Schlitz genug Platz zum Arbeiten zu haben. Der Dichtungsschlauch selbst sitzt auf einer PVC-Trägerleiste, die an der Rückseite mit zwei starken Selbstklebestreifen versehen ist. Um deren Halt zu garantieren, sollten zunächst die Oberflächen innen im Kasten mit Alkohol, Waschbenzin oder ähnlichem gesäubert werden, bevor die Profile einfach auf den beiden Längsseiten aufgeklebt werden. Danach zieht man den Rollladen wieder in die Laufschiene, die Stopper werden befestigt und die Dichtung ist fertig.

Damit das System in jeden Rollladenkasten passt, gibt es drei verschiedene Profilmodelle je nach Breite des Schlitzes von 11 bis 30 mm. Für geringere Spaltmasse wurde zudem eine Befestigungslösung mit Winkelstück entwickelt. Die Länge lässt sich durch Aneinanderreihen der Leisten beliebig variieren und an das konkrete Fenster anpassen, überstehende Enden können unkompliziert auf Mass abgesägt werden. Dabei werden die Schläuche ein Stück weit über das angrenzende Trägerprofil geschoben, um mit dieser Überlappung Undichtigkeiten zu verhindern.

Dauerhaft dicht
Laut Informationen von Dichtungs-Specht ist durch die Wahl von Silikonkautschuk als Werkstoff sichergestellt, dass der Schlauch auch bei grosser Hitze oder Kälte nicht versprödet oder verrutscht. Im Dauertest wurde eine Lebenszeit von 40 Jahren simuliert, was 15‘000 Hüben entspricht, ohne dass sich Abnutzungserscheinungen zeigten. Ebenso hätten praktische Versuche mit dem verwendeten Haftstreifen ergeben, dass dieser selbst unter direkten Witterungseinflüssen – also ohne den zusätzlichen Schutz des Kastens – über 15 Jahre halte.

Das Abdichtsystem wurde vom ift Rosenheim geprüft, wobei sich gegenüber handelsüblichen Rollladenkästen mit Baujahr 1996 eine um 30 Prozent verbesserte Wärmedämmleistung ergeben habe. Darüber hinaus verringere sich bei herabgelassenem Rollladenpanzer der durchdringende Schallpegel um bis zu 8 db. Dies ist besonders für Anlieger von Strassen, Flughäfen oder Bahnstrecken interessant – zumal hier Schallschutzmassnahmen teilweise bezuschusst werden. Durch die Silikon-Schläuche werde auch verhindert, dass Insekten, Schmutz oder Feuchtigkeit in den Kasten eindringen. Wespennester oder Schimmelherde, die aufwändig beseitigt werden müssten, könnten so gar nicht auftreten.

Text: ee-news.ch, Quelle: Dichtungs-Specht GmbH

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