Die Fonds sind der Aufsicht des Bundesrats unterstellt. Dieser hat die Jahresberichte und Jahresrechnungen 2018 am 13. September 2019 genehmigt und die Kommission für den Stilllegungsfonds und den Entsorgungsfonds entlastet.

AKW-Stilllegungs- und Entsorgungsfonds: 7.492 Milliarden Frankenvon derzeit geschätzten 20.802 Milliarden Franken sind beisammen

(UVEK) In den von den Betreibern der Kernanlagen geäufneten Entsorgungs- und Stilllegungsfonds befanden sich Ende 2018 insgesamt 7.492 Milliarden Franken (2017: 7.732 Milliarden Franken). Die beiden Fonds decken die Kosten für die Stilllegung der Kernkraftwerke sowie für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle und der abgebrannten Brennelemente, die nach Ausserbetriebnahme der Kernkraftwerke anfallen. (Article en français >>)


Die Fonds sind gemäss Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung (SEFV) der Aufsicht des Bundesrats unterstellt. Dieser hat die Jahresberichte und Jahresrechnungen 2018 am 13. September 2019 genehmigt und die Kommission für den Stilllegungsfonds und den Entsorgungsfonds entlastet.

Entsorgungsfonds für Kernkraftwerke – Jahresergebnis 2018
Dieser Fonds deckt die Kosten für die Entsorgung der Betriebsabfälle und der abgebrannten Brennelemente, die nach der Ausserbetriebnahme der Kernkraftwerke anfallen. Die Gesamtkosten für die Entsorgung belaufen sich gemäss der im April 2018 erlassenen Verfügung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK auf 20.802 Milliarden Franken (Basis Kostenstudie 2016, inklusive Anteil Bund von 1.3 Milliarden Franken). Darin enthalten sind auch Entsorgungskosten, die während des Betriebs anfallen (z. B. Untersuchungen der Nagra). Diese Kosten belaufen sich auf 7.519 Milliarden Franken und werden von den Betreibern laufend und direkt bezahlt: Bis Ende 2018 waren dies 5.912 Milliarden Franken. Die restlichen Entsorgungskosten werden durch den Entsorgungsfonds gedeckt.

Ende 2018 betrug das angesammelte Fondskapital 5.059 Milliarden Franken (2017: 5.239 Milliarden Franken). Gegenüber dem Soll-Betrag von 4.918 Milliarden Franken resultierte damit per Ende 2018 ein Überschuss von 141 Millionen Franken (2017: Überschuss 555 Millionen Franken). Bei einer Anlagerendite von -4.20% (2017: +9.51%) weist die Erfolgsrechnung des Entsorgungsfonds 2018 einen Verlust von 224 Millionen Franken aus (2017: Gewinn von 451 Millionen Franken).

Stilllegungsfonds für Kernanlagen – Jahresergebnis 2018
Dieser Fonds stellt die Finanzierung der Kosten für die Stilllegung und den Abbruch der Kernanlagen sowie für die Entsorgung der dabei entstehenden radioaktiven Abfälle sicher. Die Stilllegungskosten für die fünf schweizerischen Kernkraftwerke und das Zentrale Zwischenlager in Würenlingen belaufen sich gemäss Verfügung des UVEK vom April 2018 auf 3.779 Milliarden Franken (Basis Kostenstudie 2016).

Ende 2018 betrug das angesammelte Fondskapital 2.433 Milliarden Franken (2017: 2.493 Milliarden Franken). Gegenüber dem Soll-Betrag von 2.426 Milliarden Franken resultierte damit per Ende 2018 ein Überschuss von 7.6 Millionen Franken (2017: Überschuss 243 Millionen Franken). Bei einer Anlagerendite von -4,22% (2017: +9,37%) weist die Erfolgsrechnung des Stilllegungsfonds 2018 einen Verlust von 107.6 Millionen Franken aus (2017: Gewinn von 212 Millionen Franken).

Die Jahresberichte 2018 der beiden Fonds (inklusive der dazugehörigen Jahresrechnungen) sind unter www.stenfo.ch zugänglich (in deutscher und französischer Sprache).

Text: Bundesamt für Energie (BFE)

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