Ziel von EWZ ist es, bis spätestens 2034 die Beteiligungen an AKW abgestossen und auf den Bezug von Strom daraus gänzlich zu verzichten.

EWZ: Will Windenergieleistung durch Zukäufe im Ausland bis Ende 2020 um das 2.5-fache erhöhen

(ee-news.ch) Die vor 18 Monaten erworbenen Windparks in Frankreich produzieren erfolgreich und zuverlässig Naturstrom. Bis Ende 2020 werden weitere Windparks in Deutschland und Norwegen in Betrieb gehen. Dann werden 113 Windturbinen in 18 Windparks für EWZ im Einsatz sein und rund einen Drittel der verbrauchten Strommenge in Zürich produzieren können.


Ziel von EWZ ist es, bis spätestens 2034 die Beteiligungen an AKW abgestossen und auf den Bezug von Strom daraus gänzlich zu verzichten. EWZ-Direktor Marcel Frei sagt, nicht der Ort der Produktion sei entscheidend, sondern die produzierte Menge an erneuerbarer Energie. «Deshalb investiert EWZ bevorzugt dort in erneuerbare Energien, wo die natürlichen Ressourcen für die jeweilige Technologie am besten verfügbar und die Anforderungen von ewz in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Akzeptanz der Investition klar erfüllt sind». Diese Voraussetzungen seien bei der Windkraft in Deutschland, Frankreich, Norwegen und Schweden gegeben.

Ab 2020 jährlich 1048 GWh Windstrom
Dank den im Bau befindlichen oder geplanten Windparks (Trianel Offshore-Windpark Borkum II, Stigafjellet und Måkaknuten) und den kürzlich in Frankreich in Betrieb genommene Windparks Autremencourt, Vihiersois und Graincourt nimmt die Windproduktionsleistung von Ende 2018 bis Ende 2020 um das 2.5-fache zu. Dann werden alle Windparks zusammen 113 Windturbinen umfassen und jährlich rund 1'048 GWh Energie produzieren, was knapp der ewz-Bezugsmenge des Kernkraftwerks Gösgen entspricht.

Jährlich 60 und 130 Millionen Franken investieren
In den kommenden Jahren wird ewz weiterhin in Naturstrom (Wind, Wasser, Solar) investieren und dazu jährlich zwischen 60 und 130 Millionen Franken investieren. Der jährliche Zubau wird sich zwischen 100 und 200 Gigawattstunden/Jahr bewegen, was in etwa den Kraftwerken Wettingen und Tinizong entspricht. Die langfristige Zielgrösse des Kraftwerks-Portfolios schätzt EWZ-Direktor Marcel Frei auf rund 5'000 Gigawattstunden/Jahr, womit auch meteorologisch bedingte Schwankungen der Produktion abgefangen werden können.

Text: ee-news.ch, Quelle: EWZ

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