Umweltpreisträger Prof. Peter Hennicke referierte über Herausforderungen, Chancen und Risiken. ©Bild: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Deutsche Bundesstiftung Umwelt: Energiewende als "Frage der Demokratie und des Lebensstils“

(DBU) In seinem Vortrag „Weltmacht Energie - Effizienz und Erneuerbare als Hoffnungsträger“ befasste sich der Ökonom Prof. Peter Hennicke mit den Herausforderungen und Chancen, aber auch mit den Risiken, die sich für die Menschheit aus der Energiefrage ergeben.


„Energie ist nur scheinbar allein eine Frage der Technik. Im Kern ist sie eine gesellschaftspolitische Frage der Demokratie und des Lebensstils“, sagte Prof. Dr. Peter Hennicke gestern in seinem Vortrag zu „Weltmacht Energie - Effizienz und Erneuerbare als Hoffnungsträger“ im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück. Hennicke ist Ökonom, Energieeffizienzexperte und Träger des Deutschen Umweltpreises 2014 der DBU. Nur eine globale Energiewende könne seiner Ansicht nach verhindern, dass sich die Risiken des Klimawandels, der Ölverknappung und der Atomenergie nicht weiter wechselseitig verstärkten und auch in wirtschaftlicher Hinsicht in einem Desaster endeten. Um in Zukunft Energie zu sparen, die Effizienz zu steigern und die erneuerbaren Energien auszubauen, seien gestaltende Staaten, engagierte Menschen, kreative Ingenieure, qualifizierte Arbeitnehmer und verantwortungsbewusste Energiemanager unerlässlich.

Globale Leitmärkte für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Hennicke machte deutlich, dass sich zurzeit globale Leitmärkte für Energieeffizienz und erneuerbare Energien entwickelten, die dezentralere, ressourcensparende und risikoärmere Energiesysteme noch in diesem Jahrhundert wirtschaftlich attraktiv machen würden. Diese Entwicklung nutze weltweit allen Volkswirtschaften und Zivilgesellschaften, da sie weniger Ressourcen verbrauche, das Klima schütze und gleichzeitig die nationale nachhaltige Entwicklung ankurbele. Zudem erhöhe sie die Versorgungssicherheit, beuge wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Krisen vor, vermeide unnötige Energiekosten und schaffe eine neue Qualität von wirtschaftlicher Entwicklung und mehr Beschäftigungsfelder.

Der Vortrag war Teil der Veranstaltungsreihe zur DBU-Ausstellung „Zukunftsprojekt Energiewende“. Sie ist bis Mitte 2016 im DBU Zentrum für Umweltkommunikation zu sehen (Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr). Für Schüler der Klassen 5 bis 13 bietet das ZUK zielgruppengerechte pädagogische Programme zur Ausstellung an.

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Text: Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

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