03. Mär 2014

Der Antrag für das erste Vorhaben von SuedLink, die Verbindung Wilster – Grafenrheinfeld, wird frühestens im April dieses Jahres im Rahmen der Bundesfachplanung gestellt werden. ©Grafik: TenneT

SuedLink: Wichtiges Netzausbauprojekt ist startbereit

(PM) Eines der grössten und längste Netzausbauprojekt der Energiewende ist startbereit: Die Gleichstromverbindung SuedLink wird ab 2022 Windstrom über 800 Kilometer von Schleswig-Holstein bis in den Süden nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren. In Berlin gaben am 5. Februar die beiden Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW, die SuedLink gemeinsam planen und errichten, den Startschuss.


„SuedLink ist eines der bedeutendsten Netzausbauprojekte Europas und das wichtigste Infrastrukturprojekt der Energiewende“, sagte Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung von TenneT. Rainer Joswig, Mitglied der Geschäftsführung der TransnetBW, ergänzte: „Die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen werden im Jahr 2023 rund 30 Prozent ihres Jahresverbrauchs an Strom importieren müssen. Die Windenergie, die den Kernenergiestrom ersetzen soll, wird aber vor allem an den Küsten im Norden produziert. Sie muss über hunderte Kilometer nach Süden transportiert werden. SuedLink bildet damit das Rückgrat für eine sichere Stromversorgung im Süden Deutschlands und ist Grundlage für eine funktionierende Wirtschaft und Gesellschaft.“

Klare Unterstützung des notwendigen Netzausbaus

Die Politik müsse sich sicher sein, dass die grossen Stromverbindungen weiter ihren Beitrag zur Energiewende leisten sollen, sagten TenneT und TransnetBW mit Blick auf die Erklärung der bayerischen Landesregierung zu einem Moratorium für Gleichstromverbindungen und der Überprüfung aller geplanten Stromverbindungen nach Bayern. Die beiden Übertragungsnetzbetreiber forderten die klare Unterstützung des notwendigen Netzausbaus und der grossen Stromverbindungen wie SuedLink durch die Politik auf Landes- und Bundesebene. Bis dahin werden TenneT und TransnetBW die bereits geplanten Informationsveranstaltungen für Bürger und Gemeinden entlang des vorgeschlagenen Trassenkorridors aufschieben.

Vorschlag für ersten Abschnitt
SuedLink besteht derzeit aus zwei einzelnen Vorhaben: Die Verbindungen von Wilster bei Hamburg nach Grafenrheinfeld bei Schweinfurt sowie eine Verbindung von Brunsbüttel nach Grossgartach in Baden-Württemberg. Beide sind Teil des Bundesbedarfsplangesetzes, das vom Deutschen Bundestag verabschiedet die Grundlage für den bundesweiten Netzausbau bildet. TenneT und TransnetBW stellten einen Vorschlag für einen möglichen SuedLink-Korridor für den ersten Abschnitt von Wilster nach Grafenrheinfeld vor. Er ist Ergebnis der Analysen vorhandener Daten zu Pflanzen und Tierwelt, zu Siedlungen, Infrastruktur, Boden und Wasser. „Der vorgeschlagene Korridor für SuedLink ist nicht in Stein gemeisselt“, stellte Hartman klar. „Wir stehen ganz am Anfang der Planungen, noch weit vor Beginn des Genehmigungsverfahrens. Der Trassenkorridor steht noch nicht fest und wir brauchen das Feedback der Bürger und Gemeinden, um diese wichtige Verbindung gut planen zu können.“

Die Route

Der vorgestellte Korridor führt von Wilster in Schleswig-Holstein südlich nach Niedersachsen, passiert Verden / Aller und geht dann zwischen Hannover und Lehrte an Hildesheim vorbei Richtung Süden. Danach führt er weiter in südwestlicher Richtung an Höxter, Beverungen und Warburg und westlich an Kassel vorbei. Dann geht es westlich an Bad Hersfeld vorbei nach Süden und schliesslich an Fulda vorbei nach Grafenrheinfeld (siehe Karte: suedlink.tennet.eu). Der Antrag für das erste Vorhaben von SuedLink, die Verbindung Wilster – Grafenrheinfeld, wird frühestens im April dieses Jahres im Rahmen der Bundesfachplanung gestellt werden. Die Planungen für das zweite Vorhaben Brunsbüttel – Grossgartach starten zeitnah in 2014. „Bei der Umsetzung von SuedLink setzen wir auf ein effizientes Planungs- und Genehmigungsverfahren durch die Bundesnetzagentur, um so den erforderlichen Netzausbau in Deutschland zu beschleunigen“, sagte Joswig.

Auftaktveranstaltungen werden verschoben

Die Bayerische Staatsregierung forderte am 4. Februar ein Moratorium für die Errichtung neuer Stromleitungen in Bayern. Dies ist aus der Sicht von TenneT eine erhebliche Zäsur, denn damit wird die politische Grundlage der Energiewende in Frage gestellt. Vor diesem Hintergrund haben sich TenneT und TransnetBW dazu entschlossen, die für die Februar geplanten Informationsveranstaltungen zu SuedLink ebenso wie die für dieses Jahr geplante Antragsstellung bis auf Weiteres zu verschieben.

Text: TenneT

1 Kommentare
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Erwin Bayer Pfarrberg 1 97535 Wasserlosen @ 07. Mär 2014 22:20

Wir brauchen keine Grosskonzerne
die holen Strom aus weiter Ferne
mit langen teuren Leitungstrassen
tun sie den Strom zu uns her schassen
unsere fränkische Heimat ist uns viel zu Schad
weg mit den Masten, Kabel, Strom, Salat
Wir werden dies nicht akzeptieren noch ertragen
das wollen wir hier ganz deutlich sagen
Wir wehren uns so lang wir können
mit Unterschrift, Protest und anderen Dingen

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