Neue Projekt-Gesellschaft für den AKW-Ersatz

(PM) Am vergangenen Donnerstag haben die drei um den Ersatz der Kernkraftwerke Beznau, Gösgen und Mühleberg bemühten Energiekonzerne bekanntgegeben, dass sie die eingereichten Projekte fortan mit einer gemeinsamen Projektgesellschaft vorantreiben wollen. Sie beweisen in dieser Angelegenheit somit jenen lösungsorientierten Pragmatismus, an dessen Stelle bei vielen Kritikern ideologisch gefärbtes Wunschdenken tritt.

In der schweizweiten Debatte zu den geplanten Ersatzkraftwerken haben die drei beteiligten Energiekonzerne ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Axpo, die Alpiq und die BKW, die in dieser Frage allesamt unter verstärkter Beobachtung durch die Öffentlichkeit stehen, kanalisieren damit ihre individuellen Ziele zu einem übergeordneten: Der Umsetzung der bundesrätlichen, auf vier Säulen gebauten Energiepolitik. Letztere unterstützt auch die aves Bern auf der ganzen Linie, denn nur mithilfe dieser vier Säulen können die Energieversorgung sichergestellt, die Treibhausgasemissionen gesenkt und die Abhängigkeit von fossilen Energien vermindert werden.

«Ich finde es löblich, dass sich die drei Energiegesellschaften an einen Tisch gesetzt und diese Lösung endlich erzielt haben. Sie erweisen damit nicht nur sich selbst einen grossen Dienst, sondern auch allen beteiligten Kantonen, der Schweizer Energielandschaft als Ganzes und schliesslich all jenen unter uns, die möglichst CO2-armen, in der Schweiz produzierten Strom konsumieren möchten», meint Christian Wasserfallen, Präsident der aves Bern, zur Einigung.

aves Bern
aves Bern – die mit 1400 Sympathisanten grösste Sektion der Aktion für eine vernünftige Energiepolitik Schweiz – steht für Sachlichkeit in der öffentlichen Diskussion zum Thema Energie, eine Energiezukunft im Kanton Bern, die Sicherheit schafft, Wohlstand wahrt und Wachstum ermöglicht sowie eine effiziente, umweltverträgliche und klimaschonende Energieversorgung. aves Bern setzt sich konstruktiv mit allen vier Säulen der Energiestrategie des Bundes auseinander und arbeitet unter dem Motto: «Alle Energien nutzen.»

Der Vorstand von aves Bern setzt sich wie folgt zusammen:

– Christian Wasserfallen, Nationalrat, Präsident

– Jolanda Brunner, Präsidentin SVP-Frauen Kanton Bern, Vizepräsidentin

– Lorenz Hess, Grossrat und Gemeindepräsident

– Ueli Jost, dipl. Elektroingenieur HTL

– Adrienne Zumstein, Ärztin

Text: Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz, Aves Bern, www.avesbern.ch

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2 Kommentare

Philipp Ugb

Jetzt sind schon 9 Jahre vergangen, aber getan hat sich leider nichts. Der Klimawandel hat sich verschärft, Orkane und Starkregen verursachen verheerende Schäden ! Man will nun die Kohleverbrennung stark reduzieren und legt das Hauptaugenmerk auf die Photovoltaik und auf die Windkraft. Aber mit diesen beiden kann man die Kohle und die Atomkraft nicht ersetzen. Das kann man nur mit dem RTS getrockneten Hackschnitzeln und mit der Verbrennung in BHDO-Kraftwerken erreichen. Da hat man Wärme und dezentralen Strom gleichzeitig! Diese Technik finanziert sich von selbst in wenigen Jahren, wenn man einen CO2-Preis einführt. Die Energieinvestitionseffizienz (jährliche Energiebereitstellung je 1 €-Investition) ist bei einem BHDO-Kraftwerk mehrfach höher als bei der Photovoltaik oder bei der Windkraft. Daher sollte man sich auf diesen Bereich konzentrieren, weil man bei vergleichbarer Investition viel mehr vom Wetter unabhängige Wärme und Strom bereitstellen kann. Auch schafft man zehntausende dezentrale Arbeitsplätze bei der Holzbeschaffung, während die Photovoltaik und die Windkraft diese Vorzüge nicht haben.

Mit freundlichen Grüßen Ph. Ugb

Philipp Ugb

Herzliche Grüße aus dem Nachbarland Österreich !

Hier kommt Schützenhilfe für die aves-Bern aus dem benachbarten Österreich. Es ist sehr erfreulich, dass sich die drei Energiekonzerne der Schweiz gemeinsam zu einem anderen Weg der Energiebereitstellung durchgerungen haben. Hier darf ich auf einen hocheffizienten Weg der Energieproduktion hinweisen, der sofort in Angriff genommen werden kann. Die aves-Bern möge dahingehend ihren Einfluss bei den Energiekonzernen verstärken und auf die Umsetzung der neuen Möglichkeiten drängen.

Jedes AKW kann durch Biomasse ersetzt werden. Der jährliche Zuwachs im Umkreis von 50 km reicht aus, um 1 AKW zu ersetzen und zugleich auch noch die gleich große Wärmemenge bereitzustellen. Vielleicht ist jetzt nach der Atomkatastrophe in Japan der Zeitpunkt gekommen, diesen Weg einzuschlagen. Die Biomasse muss jedoch mit hocheffizienter Technik getrocknet werden, was seit einigen Jahren mit der RTS-Trocknungstechnik möglich geworden ist. Wie man ein AKW mit BHDO-Kraftwerken ersetzen kann, wurde schon seit Jahren im Internet präsentiert. Man braucht nur über Google die beiden Begriffe Atomkraftwerkersatz und BHDO-Kraftwerke eingeben und gelangt zu dieser zukunftsweisenden Information.
Der Umstieg von der gefährlichen Atomkraft auf die Kraft der energieoptimierten Biomasse kann sofort in Angriff genommen werden. Darauf sollten sich die Energiekonzerne nun konzentrieren. Der Umstieg von Atomkraft auf die erneuerbare Energie ist so am raschesten und in absehbarer Zeit möglich.

Mit freundlichen Grüßen Ph. Ugb

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