Zusammen mit der Forschungsanstalt für Biologischen Landbau (FiBL) und Agroscope sollen Wissenslücken zu Pflanzenkohle geschlossen und Anwendungsempfehlungen erarbeitet werden. Bild: Charnet

Charnet: Landwirtinnen und Landwirte aus der ganzen Schweiz gesucht für Forschungsprojekt Pflanzenkohle und Klima

(Charnet) Der Kanton Aargau will mit einem breit angelegten Projekt die Voraussetzungen für einen grossflächigen Einsatz von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft schaffen. Fütterungsversuche sind ebenso Teil des Vorhabens wie Erhebungen zur aktuellen Praxis. Landwirtinnen und Landwirte aus der ganzen Schweiz sind eingeladen, am Projekt mitzuwirken.


Zusammen mit der Forschungsanstalt für Biologischen Landbau (FiBL) und Agroscope sollen Wissenslücken geschlossen und Anwendungsempfehlungen erarbeitet werden. In einem ersten Schritt wurden Wissenslücken bei der Herstellung und dem Einsatz von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft eruiert.

Pflanzenkohle-Proben zur Analyse einschicken
Im nächsten Schritt sollen praktische Fragestellungen zum Einsatz von Pflanzenkohle unter die Lupe genommen werden. Einerseits überprüfen die Forschenden über die Analyse von Stichproben die Qualität und den Schadstoffgehalt aktuell hergestellter Pflanzenkohle, andererseits sammeln sie das Praxiswissen aus der Landwirtschaft zum Einsatz von Pflanzenkohle. Dazu werden Landwirtinnen und Landwirte aus der ganzen Schweiz, die Pflanzenkohle auf ihrem Betrieb einsetzen, zur Mitwirkung aufgerufen – in einer Umfrage und indem sie Pflanzenkohle-Proben zur Analyse einschicken.

Versuche auf drei Ebenen
Ergänzt werden diese Praxiserhebungen mit verschiedenen Forschungsprojekten. Mit Fütterungsversuchen bei Wiederkäuern wird überprüft, welche Effekte die Pflanzenkohle auf die Methan-Emissionen hat und wie sie die Gesundheit der Tiere beeinflusst. Ein weiteres Forschungsthema: Wie wirkt sich die Aufbereitung von Hofdünger mit Pflanzenkohle und die Art der Ein- und Ausbringung auf die Treibhausgasemissionen wie Lachgas und auf Nährstoffverluste aus? Aus den Resultaten werden Praxisempfehlungen abgeleitet. In bereits laufenden Forschungsprojekten untersuchen die Projektbeteiligten in Feldversuchen die Erträge und die Bodenqualität nach dem Einsatz flüssiger und fester Recyclingdünger, die mit Pflanzenkohle angereichert wurden.

Umfrage zur Pflanzenkohle-Praxis in der Landwirtschaft
Mit der Umfrage wird das Praxiswissen von Landwirtinnen und Landwirten zum Thema Pflanzenkohle gesammelt, um es in die Entwicklung der Forschungsvorhaben einfliessen zu lassen. Die Umfrage richtet sich an Landwirt:innen in der ganzen Schweiz, die im Rahmen ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit Pflanzenkohle verwenden oder verwendet haben, oder sich für das Thema interessieren. Die Fragen können anonym beantwortet werden und das Ausfüllen dauert ca. 10 Minuten.

Hier geht’s zur Umfrage >>


Analyse von Pflanzenkohle-Proben aus Eigenproduktion
Landwirtinnen und Landwirte, die selbst Pflanzenkohle herstellen, sind im Rahmen dieses Projektes herzlich eingeladen, Proben ihrer Pflanzenkohle einzusenden. Damit ermitteln die Projektverantwortlichen die Qualität von Pflanzenkohle aus manueller Herstellung, wie Kontiki oder andere ähnliche Gerätschaften. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Qualität ihrer Kohle kostenlos überprüfen zu lassen.

Anforderung an Kohleprobe: 1 kg Pflanzenkohle, abgepackt in eine saubere am besten lebensmittelechte Verpackung . Gebinde nicht in der Nähe von Lösungsmitteln zwischenlagern, weil Pflanzenkohle diese Stoffe absorbieren kann.

Benötigte Angaben zur Kohle: Ursprungsmaterial und Herstellungsweise der Pflanzenkohle auf Verpackung oder Beipackzettel vermerken.

Bei Fragen können sich an Stefan Baumann wenden: stefan.baumann@fibl.org oder unter 062 865 17 33

Einsenden an:
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
Stefan Baumann
Postfach 219
5070 Frick


Der Kanton Aargau, FiBL und Agroscope danken für die Teilnahme an diesen Forschungsprojekten.

Text: Charnet Schweizer Fachverband für Pflanzenkohle

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