Die Anschaffung einer Smartsuna-Anlage erfordert eine doppelt so hohe Anfangsinvestition wie bei anderen Solaranlagen, die Lösung zeichnet sich aber durch eine Kapitalrendite von weniger als zehn Jahren aus. ©Bild: Fondation The Ark

Smartsuna: Das eigene Haus zu einem autonomen Kraftwerk machen

(PM) Das junge Unternehmen Smartsuna ist ein Spin-off des Walliser Wechselrichterherstellers Studer Innotec und etabliert sich als Schweizer Spezialist für autarke Solarsysteme. Wegen steigender Energiepreise sowie dem drohenden Risiko eines Blackouts und einer Energieknappheit ist der autarke Betrieb des eigenen Hauses eine Idee, die viele Eigentümer anspricht. Durch die Nutzung der von Smartsuna entwickelten Systeme ist eine Energieautarkie erreichbar, die 85% des Bedarfs deckt. (Article en français >>)


Das Ende 2020 gegründete Start-up-Unternehmen Smartsuna berät, dimensioniert und installiert intelligente autarke Systeme für Privatpersonen, mit der Idee, solare Autarkie allen zugänglich zu machen. Während sich der Studer Innotec hauptsächlich auf ein B2B-Geschäftsmodell fokussiert, zielt die Gründung von Smartsuna darauf ab, den Kundenkreis zu diversifizieren und das B2C-Geschäft in Angriff zu nehmen. Privatpersonen, die über ein Einfamilienhaus verfügen oder ein solches bauen wollen, sind die Hauptzielgruppe des Start-ups. Mittelfristig strebt es an, die eigene Technologie auch Fabriken, KMU, Hotels und Dienstleistungsunternehmen anzubieten – Akteure, die alle ein Interesse daran haben, innovative, autonome Energieversorgungssysteme zu entdecken.

Smartsuna, wie funktioniert es?
Der von Studer Innotec entwickelte NEXT3-Wechselrichter – ein intelligenter Wechselrichter, der so programmiert ist, dass er die Solarenergie, die Speicherung und die Energielieferung an den Haushalt oder das Stromnetz optimal verwaltet – ist speziell für die solare Autarkie in Einfamilienhäusern dimensioniert. «Das Ziel von Smartsuna ist es, das Modell der Solarautarkie bekannt zu machen, das von allem, was heute gemacht wird, abweicht», erklärt Julien Morard, CEO des jungen Unternehmens. In Sitten kümmert sich das kleine Team von Smartsuna um die Beratung, die Lieferung und die Installation des Wechselrichters und der Batterien. Für den elektrischen Teil der Projekte arbeitet es mit Partnern im Bereich der Solarinstallationen zusammen.

Im «Hüttenmodus
Inspiriert von der Energieversorgung von Berghütten, gilt das autarke Modell als eines der Schlüsselelemente zur Deckung des Strombedarfs. Die entwickelte Technologie gewährleistet, dass die Nutzer in ihrem Haushalt stromautark sind. Im Gegensatz zu anderen Solaranlagen, bei denen im Falle eines Stromausfalls kein Strom mehr produziert wird, kann die Smartsuna-Anlage weiter betrieben werden - im sogenannten «Hüttenmodus».

Stromverbrauch 85 % aus Solarenergie decken
Bei diesem System wird der tagsüber erzeugte überschüssige Solarstrom in der Batterie gespeichert. Sie wird dann am Abend genutzt, um das Haus zu heizen oder das Elektroauto aufzuladen. Auf diese Weise ermöglicht die intelligente autarke Anlage mit Batteriespeicher, ungenutzte Energie zu speichern, die Flexibilität der Nutzung zu erhöhen und die Abhängigkeit vom Stromnetz zu begrenzen. Einen jährlichen Stromverbrauch zu haben, der zu 85 % aus Solarenergie stammt, ermöglicht es jedem, an der Energiewende teilzunehmen. Angesichts der angekündigten Unsicherheit in Bezug auf die Energieversorgung und des angekündigten Preisanstiegs wird eine begrenzte Abhängigkeit vom Stromnetz zu einem Entscheidungskriterium.

Erste positive Rückmeldungen
«Wir haben die erste autarke Anlage nach diesem Modell im Oktober 2021 in Betrieb genommen. Bald sind bereits 10 Anlagen in Betrieb», freut sich Julien Morard. Die ersten Rückmeldungen der Kunden sind sehr positiv, was das Unternehmen dazu veranlasst, seinen Markt auszubauen und sein Kundenportfolio zu diversifizieren.

Kapitalrendite von weniger als zehn Jahren
Neben dem Aspekt der Autarkie unterscheidet sich die Smartsuna-Lösung von der Konkurrenz dadurch, dass sie zu 100 % aus der Schweiz stammt, was ein Qualitätsmerkmal ist. Obwohl die Anschaffung einer Smartsuna-Anlage eine doppelt so hohe Anfangsinvestition wie bei anderen Solaranlagen erfordert, zeichnet sich die Lösung durch eine Kapitalrendite von weniger als zehn Jahren aus. Dies lässt sich durch eine Stromrechnung von nahezu null Franken und eine zu Hause verfügbare solare «Benzinpumpe» erklären.

Neue Projekte bis Ende 2022
Für den weiteren Verlauf dieses Jahres hat sich das Start-up-Unternehmen verschiedene Ziele gesetzt. Es möchte Erfahrungen sammeln, indem es die ersten Projekte weiterführt. Ausserdem soll eine App für Privatpersonen entwickelt werden, mit der diese das Autarkiepotenzial ihres Hauses berechnen können. Auf diese Weise soll das Modell gefördert und jedem die Möglichkeit geboten werden, das eigene Autarkiepotenzial möglichst rasch zu ermitteln.

Weitere Informationen über Smartsuna >>

Text: Fondation The Ark

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