Für Furore sorgte das Unternehmen auch Ende der 90er mit der Markteinführung des ersten vollautomatischen Pelletskessels, dem PMX.

Revolutionär u. a. die von Windhager patentierte vollautomatische Pellets-Saugzuführung, mit der die Pellets besonders flexibel und schonend vom Lager zum Kessel transportiert wurden. Bild: Windhager

Windhager: Eine Zeitreise durch 100 Jahre Unternehmensgeschichte

(PM) Das Salzburger Traditionsunternehmen Windhager begeht in diesem Jahr sein 100-jähriges Firmenjubiläum. Aus der im Jahre 1921 gegründeten kleinen Schlosserei hat sich ein internationaler erfolgreicher Heizungsspezialist entwickelt. Ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, konsequente Kundenorientierung und das ständige Streben nach Innovationen und sind damals wie heute die tragenden Säulen des Unternehmens. Windhager ist neben Gas- und Ölheizungen auch im Wärmepumpen- und Holzheizungsbereich stark unterwegs. Revolutionär u. a. die Ende der 90er Jahren von Windhager patentierte vollautomatische Pellets-Saugzuführung, mit der die Pellets besonders flexibel und schonend vom Lager zum Kessel transportiert wurden.


Der Salzburger Heizungsspezialist Windhager mit Sitz in Seekirchen zählt zu Österreichs traditionsreichsten Unternehmen. Dieses Jahr begeht Windhager sein 100-jähriges Jubiläum und kann dabei auf eine von Fortschritt und Innovation geprägte Firmengeschichte zurückblicken. Diese hat rückblickend klein und sehr bescheiden angefangen.

Der Pfandlflicker vom Kurzenhäusl
Mit nur einem Lehrling an der Seite macht sich der gelernte Schmied und Schlosser Anton Windhager im Juli 1921 unter den widrigen Umständen der Nachkriegszeit selbständig. Die Not ist gross und dem frisch gebackenen Unternehmer stehen nur eine kleine Werkstatt mit einer Ständerbohrmaschine und einer wasserbetriebenen Schleifmaschine zur Verfügung. Anfänglich verdient sich Anton Windhager vorwiegend mit kleinen Reparaturarbeiten sein Brot, weshalb er im Volksmund „Pfandlflicker vom Kurzenhäusl“ genannt wird. Über Auftrag beginnt er aber bald mit der Herstellung einfacher Öfen, die damals nur aus einer Feuerstätte, einem Wasserbehälter und einer Eisenplatte bestanden. Trotz der sehr schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, schafft es Anton Windhager, sein Unternehmen stetig auszubauen. 1924 beschäftigt er bereits 5 Gesellen und 6 Lehrlinge. Das Wohl seiner Bediensteten liegt Anton Windhager in diesen schwierigen Zeiten besonders am Herzen. Gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth richtet er eine Werksküche ein, in der er seine Mitarbeiter auch während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren mit warmen Mahlzeiten versorgte.

Qualität als oberstes Gebot
1939 beschäftigt Anton Windhager bereits 21 Mitarbeiter, mit denen er 1.406 Geräte produziert. Von da an geht es rasant bergauf. 1949 wird die Anton Windhager OHG für die „fabriksmässige Fertigung von Sparherden“ gegründet. 1955 hat das Unternehmen bereits 77 Mitarbeiter. Zu dieser Zeit werden vorwiegend Elektro- und Gasherde für Fremdfirmen gefertigt.

In den 60ern beginnt Windhager Herde für den eigenen Namen zu produzieren. Firmenchef Anton Windhager ist die Qualität seiner Herde von Anfang an ein besonderes Anliegen. Aufzeichnungen zufolge duldete er keine Fehler und erledigte viele Reparaturarbeiten im Alleingang. War ein Kunde einmal nicht zuhause, scheute Anton Windhager auch nicht davor zurück, sich bei diesem unbefugt Zugang zu verschaffen um den Herd zu reparieren.

Werner Windhager und die Kompetenz-Partnerschaft
Nach dem plötzlichen Tod von Anton Windhager am 29.Jänner 1969  übernimmt sein Sohn Werner die Firmenleitung. Wie sein Vater legt auch Werner Windhager grossen Wert auf die Sicherung und den Ausbau eines hohen Qualitätsstandards bei der Kesselfertigung. Diesem wird durch die Integration eines professionellen Qualitätsmanagements Rechnung getragen.

Anfang der 70er fertigt Windhager die ersten wasserführenden Zentralheizungsherde. Mit dem Start des Zentralheizens wurde schnell klar, dass anstelle der bisherigen Ofen-Händler eine neue Vertriebsstruktur mit technischer Fach-Kompetenz notwendig war. Die Windhager Kompetenz-Partnerschaft war geboren. Diese fundamentale Vertriebs-Umstellung ist dem Unternehmen so gut und schnell gelungen, dass bereits nach drei Jahren einige hundert der neuen Etagen-Zentralheizungen über die Partner-Installateure verkauft werden konnten.

Einzigartige Heizungsinnovationen
In den 80er Jahren erobert Windhager mit einem Baukastensystem  für Öl-, und Festbrennstoffkessel sowie Warmwasserboilern endgültig die Marktführerschaft in Österreich. Die Besonderheit an dieser Heizlösung war, dass erstmals zwei Kessel sowohl rauchgasseitig als auch hydraulisch verbunden wurden. Dies war die Geburtsstunde der Windhager Systemtechnik, die auch heute noch einzigartig effiziente und funktionssichere Heizungskombinationen ermöglicht. Für Furore sorgte das Unternehmen auch Ende der 90er mit der Markteinführung des ersten vollautomatischen Pelletskessels, dem PMX. Dank intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit setzte Windhager mit dieser Heizlösung Massstäbe bei Bedienkomfort und Sicherheit. Revolutionär war vor allem die von Windhager patentierte vollautomatische Pellets-Saugzuführung, mit der die Pellets besonders flexibel und schonend vom Lager zum Kessel transportiert wurden. Diese Art der Pelletszuführung ist auch heute noch Stand der Technik. 2016 gelingt es Windhager mit dem PuroWIN das Hackgutheizen zu revolutionieren. Der Kessel verfügt über eine neuartige Vergasertechnik, die ein beinahe emissionsloses Hackgutheizen ermöglicht. Zusätzlich lässt sich der PuroWIN erstmals serienmässig mit einem Hackgut-Saugsystem verbinden, das Windhager selbst entwickelt hat.

Über die Grenzen erfolgreich
Mitte der 80-er Jahre überschreitet das Unternehmen die Grenzen und gründet seine ersten Niederlassungen in der Schweiz. Kurz darauf folgt die Gründung einer deutschen Vertriebsniederlassung in Meitingen bei Augsburg, der im Jahr 1991 eine weitere in Delitzsch bei Leipzig folgte. Gleichzeitig wird das Kompetenz-Partner Netzwerk international ausgebaut.

Um den Produktionsstandort Österreich für die Zukunft zu rüsten wird von 2003 bis 2005 die Fertigung ausgebaut und modernisiert. 2013 übernimmt Gründerenkel Gernot Windhager die Firmenleitung. Unter seiner Führung gelingt es Windhager, sich als internationaler Pellets-Heizungsspezialist zu profilieren. Weitere Meilensteine folgen 2014 mit der Eröffnung der Heiz-Erlebniswelt in der Firmenzentrale und der Konzentration der Kessel-Fertigung am Standort in Zaisberg im Jahr 2015. Pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum wird sich Windhager mit der Eröffnung der World of Windhager einen weiteren Meilenstein in der Firmengeschichte setzen. Dabei handelt es sich um eine moderne Präsentations- und Begegnungszone, die durch Ihre Gestaltung für einen wahren WOW- (World of Windhager)-Effekt bei den Besuchern sorgen wird.

„Unser Anspruch: Mit Qualität für Begeisterung sorgen“
Heute, genau 100 Jahre nach der Unternehmens-Gründung zählt Windhager in Punkto Sortiment und Qualität zu den führenden Anbietern für das heute sehr vielfältige Heizen mit erneuerbaren Energien. „Vom ersten Tag an unverändert geblieben ist unser unbedingter Premium-Anspruch an unsere Produkte und Dienstleistungen“, bekräftigt Eigentümer Gernot Windhager. „Um das zu erreichen, produzieren wir auch heute noch im eigenen Werk in Seekirchen bei Salzburg. Mit dieser Qualität und mit dem täglichen Einsatz des gesamten Windhager-Teams ist es unsere Motivation und Anspruch, für Begeisterung und eine starke Vertrauensbasis bei unseren Fachpartnern im Handwerk zu sorgen. Darin sehen wir unsere Verantwortung und daran hat sich seit fast 100 Jahren nichts geändert“, so Windhager.

Text: Windhager

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