Den Masterplan für Energieeffizienz in Kasachstan wollen die Projektpartner 2020 erarbeiten. Dafür wird als erstes die Ausgangslage in allen energierelevanten Sektoren wie Industrie, Energie, Verkehr und Gebäude analysiert.

dena: Unterstützt Kasachstan bei Masterplan für Energieeffizienz

(PM) Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat mit dem Nationalen Unternehmerverband der Republik Kasachstan (Atameken) und dem Institut für die Entwicklung der Energiewirtschaft und Energieeinsparung (Kasachenergoexpertisa) eine strategische Partnerschaft für Energieeffizienz vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es unter anderem, einen Masterplan für Energieeffizienz in Kasachstan zu erarbeiten.


Zudem soll ein Markt für Energiedienstleistungen aufgebaut, Erfahrungen ausgetauscht und Kooperationsprojekte vermittelt werden. Darauf verständigten sich die drei Organisationen 5. Dezember in Berlin anlässlich des Deutschlandbesuchs von Präsident Kassym-Shomart Tokajew.

Gute Perspektiven
Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, sieht die strategische Partnerschaft als Bestätigung des bisherigen Engagements der dena in Kasachstan: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Atameken und Kasachenergoexpetrisa. Dabei können wir auf einige Projekte aus den vergangenen acht Jahren aufbauen, von Studien, Strategien und Weiterbildungsprogrammen bis hin zu einem länderübergreifenden Expertennetzwerk. Die Republik Kasachstan hat grosses Interesse daran, ihre Energieeffizienz zu steigern, insbesondere in der Industrie, in Kommunen und in der Energieinfrastruktur. Denn damit lässt sich die Volkswirtschaft modernisieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigern. Für Anbieter und Investoren aus Deutschland und Europa bietet der Markt gute Perspektiven.“

Den Masterplan für Energieeffizienz in Kasachstan wollen die Projektpartner im Laufe des kommenden Jahres erarbeiten. Dafür wird als erstes die Ausgangslage in allen energierelevanten Sektoren wie Industrie, Energie, Verkehr und Gebäude analysiert. Die dena wird unter anderem die möglichen Instrumente und Massnahmen bewerten, Erfahrungen aus Deutschland und Europa einbringen, die kasachischen Experten beraten und Vorschläge zur Gestaltung des Masterplans machen.

Langfristiges Ziel: grüne Wirtschaft
Kasachstan ist der wichtigste Partner der deutschen Wirtschaft in Zentralasien. Das Land verfügt über reiche Rohstoffvorkommen und exportiert insbesondere Erdöl und Erdgas, aber auch Steinkohle, Erze und Metalle. Im Jahr 2018 deckte Kasachstan über sechs Prozent der deutschen Erdölimporte. Der Energieverbrauch ist mit 174 Gigajoule pro Kopf im Jahr 2018 relativ hoch. Zum Vergleich: In der Europäischen Union lag der Durchschnitt 2018 bei 127 Gigajoule, in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten bei 161 Gigajoule. Um das Land langfristig von der Konzentration auf Rohstoffe zu lösen und technologisch zu modernisieren, strebt die kasachische Regierung den Übergang zu einer ‚Green Economy‘ an. Entsprechend stand die Expo 2017 in Astana unter dem Motto ‚Future Energy – Energie der Zukunft‘. Nach dem Pariser Klimaabkommen verfolgt Kasachstan das Ziel, seine klimaschädlichen Emissionen bis 2020 um 15 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.

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Text: Deutsche Energie-Agentur (dena)

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