Um verschiedene Aspekte der Kreislaufwirtschaft (Bioökonomie) ging es beim Workshop "Werkstatt Wissenschaft Wirtschaft - Praxis der Biomassenutzung"–- von kompostierbaren Verpackungen bis zur Aquakultur.

EE.SH: Algen im Tank, Fischzucht im Keller – Workshop zur Praxis der Biomassenutzung

(PM) Von der Energiewirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft – das ist das Ziel der Bioökonomie. Um die umfassende Nutzung von Rohstoffen aus der Land- und Nahrungsmittelwirtschaft ging es beim jüngsten Workshop der Veranstaltungsreihe „Werkstatt Wirtschaft Wissenschaft – Praxis der Biomassenutzung“. Sie wird von den schleswig-holsteinischen Unternehmens- und Wissenschaftsclustern EE.SH und EEK.SH sowie der Investitionsbank des Landes und drei regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften organisiert.


Die ursprünglichste Form der Kreislaufwirtschaft ist die Kompostierung – davon ist die Firma Superseven GmbH aus Börnsen im Kreis Lauenburg überzeugt. Sie entwickelt auf Basis von Zellulose und anderen Pflanzenstoffen Folien für Verpackungen, die sich in bioaktiver Umgebung innerhalb von wenigen Wochen rückstandsfrei zersetzen.

Bioökonomie auf marinen Standorten
Ausserdem ging es um Bioraffinerien, in denen Fischzucht mit Salzpflanzenkulturen kombiniert wird, Wohnquartiere mit Vertical Farming und Wasseraufbereitung durch Algen. Aus den Algen, aus Gärresten von Biogasanlagen oder anderen pflanzlichen Reststoffen können Proteine und andere wertvollen Inhaltsstoffe extrahiert und zu Nahrungsergänzungsmitteln, Tierfutter oder Düngemitteln verarbeitet werden. Diese Vorhaben gehören zum Verbundprojekt „Bioökonomie auf marinen Standorten“ (BaMS), an dem insgesamt 79 Partner-Institutionen beteiligt sind, 34 davon in Deutschland.

Der Workshop fand während des 3. Norddeutschen Biogas-Branchentreffs statt, viele der knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus der Energiebranche. Tobias Goldschmidt, Energie-Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt Naturschutz und Digitalisierung (MELUND), erläuterte in seinem Grusswort, er sehe die künftige Rolle pflanzlicher und anderer biogener Energieträger nicht nur in der Erzeugung von Strom, sondern auch als Grundstoff für die chemische Industrie oder als Grundlage biogener Kraftstoffe für den Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr. „Um das Ziel zu erreichen, bis 2050 klimaneutral zu wirtschaften, also ohne CO2-Ausstoss, müssen wir radikal umdenken“, betonte Goldschmidt.


Text: Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH)

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