01. Mär 2018

Dank des neuen Projekts Innobio kann das Forschungsteam auch Laborprojekte in größeren Maßstäben überprüfen. ©Bild: FHMS

FH Münster: Startet neues Biogas-Projekt Innobio

(FHMS) Innobio – so lautet der Name des neuen Projekts, das jetzt an der FH Münster im Forschungsbereich von Prof. Christof Wetter in Steinfurt startet. Zwei grosse Themen packt das neue Projekt an: Zum einen will es den Biogasprozess optimieren, zum anderen Stickstoff aus Gärresten und Gülle gewinnen und zu einem vermarktungsfähigen Düngemittel verarbeiten.


„Dafür werden wir in unseren Technikumshallen in Saerbeck auf dem Bioenergiepark unter anderem zwei Biogasversuchsanlagen errichten“, sagt Elmar Brügging, Koordinator des Forschungsteams. Es werden zwei Versuchsstrassen installiert, sodass Veränderungen im Prozess gegenüber dem Standardbetrieb nachweisbar werden. „So können wir unterschiedliche Verfahrensweisen oder einzelne Prozessparameter an der einen Anlage verändern und mit der Standardbetriebsweise vergleichen. Gleiches gilt für Testreihen mit dem Einsatz von Zusatzstoffen wie Enzyme oder Spurenelemente.“ Die Biogasanlagen werden voraussichtlich ein Volumen von einem Kubikmeter haben und ergänzen die bereits vorhandenen kleinen Laborfermenter. Zusätzlich kann das Team Ergebnisse laufender Forschungsprojekte mithilfe der geplanten Anlage in einem grösseren Massstab überprüfen.

Stickstoffkonzentrat ersetzt Mineraldünger
Neben der zweistrassigen Versuchsbiogasanlage wird auch eine Anlage zur weitergehenden Aufbereitung von Gärresten und Gülle finanziert. Dabei handelt es sich um eine Ammoniak-Strippanlage. Mithilfe dieser Anlage lässt sich aus den flüssigen Gärresten oder der Gülle Stickstoff entfernen und aufkonzentrieren – denn der ist ein wertvolles Düngemittel für alle Pflanzen. „Wir haben dafür ein aus der Industrieabwasserreinigung bekanntes Verfahren adaptiert und auf Biogasanlagen transferiert“, berichtet Brügging. Jetzt soll die Anlage gebaut werden und eine bedarfsgerechte Düngung ermöglichen. „Wir wollen feststellen, in wieweit wir Stickstoff aus der Gülle entfernen, aufkonzentrieren können und wie wirtschaftlich das ist“, erklärt Wetter. „Das bezieht sich auch auf die Ermittlung konkreter Behandlungskosten – was kostet es an Zeit, Geld und Energie, einen Kubikmeter Gülle auf diese Weise zu behandeln?“ Was dabei herauskommt: Ein Stickstoffkonzentrat, ein Naturprodukt. Es könnte den künstlichen Mineraldünger ablösen und ebenso gezielt auf dem Feld eingesetzt werden. „Ausserdem wollen wir untersuchen, wie wir eine stabile und homogene Qualität des Konzentrats erreichen können. Denn das Substrat, die Gülle, ist ja immer anders“, ergänzt Brügging.

Gerade laufen die Ausschreibungsvorbereitungen und Planungen auf Hochtouren; Ende des Jahres möchte das Team die Anlagen im Bioenergiepark gebaut haben. Innobio läuft bis Ende 2019.

Text: Fachhochschule Münster

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