14. Jun 2019

ABB präsentiert am Standort Lüdenscheid eine moderne CO2-neutrale und energieautarke Fabrik der Zukunft. ©Bild: ABB

ABB: Realisiert ersten CO2-neutralen Fertigungsstandort in Deutschland

(ee-news.ch) ABB hat nach zweijähriger Planungs- und Bauphase stellt seinen ersten CO2-neutralen Fertigungsstandort in Deutschland vor und nimmt beim Tochterunternehmen Busch-Jaeger in Lüdenscheid ein Solarkraftwerk in Betrieb. Das Werk des Herstellers von Gebäudeautomatisierungslösungen ist die erste CO2-neutrale und energieautarke Fabrik des ABB-Konzerns. Dabei kommen ABB-Lösungen zum Einsatz.


Die 3500 Quadratmeter große, über den Parkplätzen des Firmengeländes installierte Photovoltaikanlage wird pro Jahr rund 1100 MWh an klimaneutralem Sonnenstrom – also etwa den Jahresbedarf von 340 Privathaushalten – liefern. In Kombination mit einem Blockheizkraftwerk, das mit der doppelten Energieeffizienz eines Kohlekraftwerks arbeitet, kann dabei rund 14 Prozent mehr Energie erzeugt werden, als am Standort benötigt wird. Die überschüssige Produktion wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und trägt damit zur Versorgung der Region mit nachhaltig produzierter Energie bei. Zur Abdeckung von Bedarfsspitzen wird zusätzliche grüne Energie von der MVV Energie AG bezogen, was eine 100-prozentige CO2-neutrale Produktion sicherstellen soll.

Gemeinsam in die Zukunft
MVV und ABB haben im April ihre Zusammenarbeit ausgeweitet und offiziell eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Dabei stehen gemeinsame Lösungen zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz von Industrie, Mittelstand und Kommunen auf dem Weg zur Smart City im Vordergrund. Bei der Kooperation der beiden Unternehmen geht es auf der einen Seite um die Vermeidung von CO2-Emissionen und die wirtschaftliche Vermarktung von verfügbaren Flexibilitäten im Energiebereich, auf der anderen Seite um die Gestaltung der Städte der Zukunft durch innovative Technologien, etwa um Speicherlösungen und die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Erst vor wenigen Wochen hat ABB vom Verkehrsunternehmen Hamburger Hochbahn AG den Auftrag für die Lieferung von 44 Ladesystemen für Elektrobusse für Deutschlands bisher größtes Ladedepot für Elektrobusse erhalten.

Technologien von ABB
Technologisches Herzstück des Gesamtsystems in Lüdenscheid ist das skalierbare Energiemanagementsystem Optimax aus der ABB AbilityTM Energy Management Suite (EMS). Die digitale Lösung stellt die laufende Überwachung und Steuerung der Energieerzeugung, des Verbrauchs und der Speicherung sicher und arbeitet weitgehend autonom. Das lernende System berechnet dabei auf Basis von Vorhersagedaten den optimalen Energiefluss und gleicht Abweichungen in Echtzeit aus.

Neben dem Energiemanagementsystem und der Photovoltaikanlage mit Wechselrichtern vereint das Gesamtsystem weitere Technologien von ABB, die digital miteinander vernetzt sind. Für die Energiespeicherung zeichnet beispielsweise ein Batteriespeicher BESS (Battery Engine Storage System) mit einer Leistung von 200 kW und einer Kapazität von 275 kWh verantwortlich. Darüber hinaus sorgen Ladestationen von ABB, an denen Mitarbeiter und Besucher ihre Elektrofahrzeuge kostenfrei aufladen können, für eine zusätzliche Verbesserung der regionalen Ökobilanz. Intelligente Schaltanlagen für die Energieverteilung runden das Energiemanagement aus einer Hand ab.

Text: ee-news.ch, Quelle: ABB

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