13. Mai 2019

Die drei Mehrfamilienhäuser sollen ab Herbst 2020 energieautark betrieben werden: Dank 100 kW Photovoltaik-Leistung und einem Kleinwassekraftwerk. Bild: Ecocoach

Buochs: Drei energieautarke Mehrfamilienhäuser dank Photovoltaik, Kleinwasserkraftwerk und Methanolbrennstoffzelle

(ee-news.ch) Gemäss Ecocoach plant Sani Immobilien aus Buochs drei energieautarke Mehrfamilienhäusern, die mit Photovoltaik kombiniert mit Stromspeichern, mit Strom aus einem Kleinwasserkraftwerk sowie einer Methanolbrennstoffzelle versorgt werden. Ebenfalls zum Konzept gehören zehn geplante Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Das Schweizer Unternehmen ecocoach stattet Gebäude mit seiner integrierten Energiemanagement- und Smart-Home-Lösung aus.


Die Wohnanlage mit insgesamt 26 Mietwohnungen verfügt über eine Wohnfläche von insgesamt 2700 qm, eine autofreie Begegnungszone mit Kinderspielplatz und einen Gemeinschaftsraum für die Mieter. Sie entsteht im schweizerischen Ort Buochs, entworfen wurde sie vom Buochser Architekturbüro Architektur 3. Der Spatenstich erfolgte Mitte Januar 2019, im Herbst 2020 sollen die Gebäude bezugsfertig sein.

ecocoach-System steuert alle Gebäudefunktionen und unterstützt Abrechnung
Mit Hilfe der Steuerung können die Mieter sowohl Heizung und Lüftung als auch das Licht und weitere Funktionen ihrer Wohnung über eine zentrale App bedienen. Beheizt wird das Quartier über eine Grundwasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von 100 kW. Auch die die Hausverwaltung steuert alle Funktionen bis hin zur Erfassung der Energie- und Wasserströme über die Steuerung. Der Stromverbrauch der Ladesäulen wird automatisch den jeweiligen Wohnungen zugerechnet. Die Speicher, das gesamte Energiemanagement und die intelligente Steuerung der Gebäudetechnik sind Teil des ecocoach-Systems.

100 kW Photovoltaik und Kleinwasserkraftwerk
Die vollständig autarke und CO2-freie Energieversorgung baut einerseits auf einer Photovoltaik-Gesamtleistung von 100 kW auf. Das Energiemanagement maximiert den Solarstrom-Eigenverbrauch und speichert Strom-Überschüsse in fünf Speichern mit jeweils 65 kWh Kapazität. Sind die Speicherkapazitäten ausgeschöpft, wird der Strom eingespeist.

Mit diesen Komponenten decken die Häuser rund 50 Prozent ihres Strombedarfs. Den übrigen Strom liefert ein Wasserkraftwerk, dass unmittelbar an die Wohnbebauung angrenzt. Mit Hilfe von 70 Millionen Kubikmetern Wasser, dass jährlich durch die Turbine fliesst erzeugt es eine Jahresproduktion von 380 Megawattstunden Strom. Der nicht unmittelbar vor Ort verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist.

Brennstoffzelle
Auch die Ladesäulen werden mit Strom aus Photovoltaik und Wasserkraft gespeist. Die Brennstoffzelle mit einer Leistung von 10 kW bietet zusätzliche Versorgungssicherheit, wenn das Wasserkraftwerk ausfallen sollte und PV sowie Speicher nicht ausreichend Energie liefern können.

Text: ee-news.ch, Quelle: Ecocoach

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