09. Apr 2019

Besonders im Sommer wird die 1067 m² grosse Solarthermie-Freiflächenanlage den Holzeinsatz in der Energiezentrale signifikant reduzieren. Bild: Naturstrom AG

Der Wille für die Umsetzung war in der deutschen Gemeinde Moosach gross, dank dem das regionale Wärmepotenzial umgesetzt werden konnte. Bild: Naturstrom AG

Zwischengespeichert wird die Wärme in einem 100 m³ grossen Pufferspeicher. Bild: Naturstrom AG

Moosach: 1000 m2 Solarthermie-Freiflächenanlage und1.4 MW-Schnitzelheizung liefern 2.25 Mio. kWh Wärme

(ee-news.ch) Die Gemeinde Moosach in Oberbayern hat mit der Naturstrom eine moderne, umweltfreundliche Nahwärmeversorgung errichtet, basierend auf einer Solarthermie-Freiflächenanlage und Holzhackschnitzeln aus der Region. Damit werden jährlich rund 2.25 Millionen Kilowattstunden Wärme bereitgestellt.


Auch wenn dieses Projekt inhaltlich nicht spektakulär ist, so zeigt sie doch wie unspektakulär einfach erneuerbare Wärme sein kann, wenn der Wille vorhanden ist, das Potenzial umzusetzen.

Solarthermie senkt Holzverbrauch signifikant
Besonders im Sommer wird die 1067 m² grosse Solarthermie-Freiflächenanlage einen wichtigen Beitrag für die Wärmeversorgung des Ortes leisten und den Holzeinsatz in der Energiezentrale signifikant reduzieren. Zwischengespeichert wird die Wärme in einem 100 m³ grossen Pufferspeicher. Bei Mehrbedarf sowie in den Wintermonaten können drei Biomassekessel mit insgesamt 1450 kW Leistung bedarfsgerecht zugeschaltet werden. Die Kombination dieser Techniken speist das 4.4 km lange Leitungsnetz mit aktuell circa 70 privaten und kommunalen Abnehmern mit erneuerbarer Wärme – und löst so viele alte Ölheizungen in der Gemeinde ab.

Hackschnitzel aus der Region
Als Brennstoff für die Biomassekessel kommen Hackschnitzel aus der Region zum Einsatz. Um die Wertschöpfung vor Ort zu halten, stellt die Betreibergesellschaft durch Rahmenverträge mit lokalen Lieferanten sicher, dass der Brennstoff aus einer Entfernung von maximal 40 Kilometern kommt.

Das Moosacher Wärmeprojekt zeigt exemplarisch, wie verschiedene Akteure die Energiewende gemeinschaftlich voranbringen: Während Naturstrom die Heizzentrale sowie die Freiflächen-Solarthermieanlage errichtet hat und nun betreibt, liegt das Leitungsnetz in der Hand der Gemeinde Moosach. Die lokal aktive Genossenschaft Regenerative Energie Ebersberg eG (REGE eG) fungiert als Servicepartner der Betreibergesellschaft und ist für Wärmekundinnen und -kunden der regionale Ansprechpartner.

Text: ee-news.ch, Quelle: Naturstrom

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