20. Feb 2019

Die Photovoltaikanlagen trugen 2018 mit rund 33%, die Wasserkraftwerke mit ca. 38% und die Windenergie mit gut 21% zur Gesamtproduktion der ADEV bei. Grafik: ADEV

Die fünf sonst überdurchschnittlich verlässlichen Wasserkraftwerke an der Emme im Kanton Bern produzierten zum Beispiel zum Teil nur noch ein Minimum oder mussten ganz abgeschaltet werden. ©Bild: Hintermann/Hydrosolar

ADEV Energiegenossenschaft: 2018 ein Jahr der Wetterextreme und des Solarstroms

(PM) Insgesamt produzierten die Kraftwerke der ADEV Energiegenossenschaft mit Sitz in Liestal im vergangenen Jahr 36.5 Mio. Kilowattstunden, exakt gleich viel wie 2017. 2018 begann mit sehr viel Niederschlag und folglich einer hohen Wasserstromproduktion sowie ordentlich Wind. Von Mai bis Ende November blieb der Regen in vielen Gebieten der Schweiz fast gänzlich aus. Kaum verwunderlich, dass die Solarstromproduktion höchste Werte erreichte.


Mit insgesamt 12 Mio. Kilowattstunden Solarstrom trugen die Photovoltaikanlagen 2018 mit rund 33% zur Gesamtproduktion der ADEV bei. Damit stieg die Solarstromproduktion trotz einem verregneten Jahresbeginn um 4% gegenüber 2017. Gründe dafür waren die hohe Zahl an Sonnenstunden im weiteren Verlauf des Jahres und die fünf neuen Eigenverbrauchsan-lagen der ADEV, die Ende 2017 ans Netz gingen. Die ADEV Solarstrom AG baut solche Anlagen in der Regel im Contracting und wird so zum Energieversorger der Gebäude oder Quartiere, ohne dass der lokale Energieversorger dazwischen geschaltet ist. Diese Solar-stromanlagen sind in vielen Fällen heute schon wirtschaftlich. Das gilt insbesondere dann, wenn die Anlagen mit einer Wärmepumpe kombiniert werden, denn dadurch erhöht sich der Verbrauch des Stroms vom eigenen Dach deutlich.

Windiger Jahresbeginn und stürmisches Jahresende
Die ersten Monate des Jahres 2018 brachten dank einem hohen Windaufkommen auch eine überdurchschnittliche Windproduktion. Während den trockenen Sommermonaten war die Produktion unterdurchschnittlich. Von Mitte November bis Ende Jahr erhöhten diverse Tiefs die Windstromproduktion, so dass Ende Jahr eine Produktion von 7.5 Mio. Kilowattstunden Windstrom erreicht wurde, praktisch gleich viel wie 2017. Das entspricht gut 21% der gesamten Stromproduktion der ADEV.

Dezemberniederschläge verhindern das Schlimmste
Nach dem fulminanten hydraulischen Start ins Jahr 2018 mit vielen Niederschlägen und Schnee blieb der Regen von Mai bis Ende November in zahlreichen Gegenden der Schweiz fast gänzlich aus. So produzierten zum Beispiel die fünf sonst überdurchschnittlich verlässlichen Wasserkraftwerke an der Emme im Kanton Bern zum Teil nur noch ein Minimum oder mussten ganz abgeschaltet werden (siehe Foto). Ab Ende November fiel schweizweit wiederholt Regen, so dass die sehr geringe Produktion vom Frühsommer bis Spätherbst etwas abge-federt werden konnte. Insgesamt produzierten die Wasserkraftwerke 14 Mio. Kilowattstunden Strom, nur leicht weniger als 2017. Das entspricht rund 38% der gesamten Stromproduktion der ADEV.

Trotz milden Temperaturen höhere Wärmeproduktion
Ausser im Februar waren die Temperaturen 2018 äusserst mild. Trotz milder Witterung und dank dem im Oktober in Betrieb gegangenen Wärmeverbund Daleu in Chur sowie der Wärmeversorgung des Areals Erlenmatt Ost in Basel stieg die Wärmeproduktion verglichen mit 2017 um 8% und erreichte 14.2 Mio. Kilowattstunden. Die Stromproduktion aus Blockheiz-kraftwerken betrug 3 Mio. Kilowattstunden, 6% weniger als im Vorjahr. Gründe dafür waren insbesondere die höheren Temperaturen sowie ein altes BHKW, das nicht mehr revidiert wird.

Text: ADEV Energiegenossenschaft

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