07. Jan 2019

Das Ladesäulenregister dient der Erfassung der in Deutschland vorhandenen öffentlichen und teilöffentlichen Ladepunkte. Über 16‘100 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte sind derzeit darin erfasst. ©Bild: BDEW

BDEW-Ladesäulenregister: Über 16‘100 öffentliche Ladepunkte in Deutschland – Zuwachsrate von 20 Prozent

(BDEW) Über 16‘100 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte sind derzeit im BDEW-Ladesäulenregister erfasst – davon 12 Prozent Schnelllader. Ende Juli waren es noch rund 13‘500 Ladepunkte. Das ist ein Zuwachs von über 2600 Ladepunkten – also 20 Prozent – innerhalb von fünf Monaten. Über drei Viertel der Ladesäulen werden von der Energiewirtschaft betrieben.


„Die Energieunternehmen drücken beim Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter aufs Tempo. Und das obwohl bisher kaum E-Autos auf den Strassen rollen, sich der Betrieb der Ladesäulen bisher also kaum rentiert. In Thüringen, Hamburg und Berlin kommt gerade einmal eine Handvoll E-Autos auf einen Ladepunkt. Die Energieunternehmen investieren in die Zukunft und leisten ihren Beitrag, damit die Verkehrswende endlich an Fahrt aufnimmt“, so Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Verbreitung von E-Autos muss schneller vorangehen
Aktuell sind beim deutschen Kraftfahrtbundesamt rund 150‘000 Pkw mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb gemeldet. Unter den 3.2 Millionen Pkw, die zwischen Januar und November 2018 neu zugelassen wurden, waren gerade einmal 1.6 Prozent elektrisch betriebene Autos. „Die Verbreitung von E-Autos muss schneller vorangehen – sonst wird der Verkehrssektor die Klimaschutzziele 2030 um Lichtjahre verfehlen. Es fehlen nach wie vor Modelle, die in Preis und Leistung mit Verbrennern konkurrieren können“, so Kapferer.

Das Interesse in der Bevölkerung an Elektromobilität ist da: Immerhin haben sich laut einer repräsentativen BDEW-Umfrage bereits 29 Prozent der befragten Personen über E-Autos informiert. 5 Prozent der Befragten planen, sich ein E-Auto anzuschaffen. Ein wichtiger Faktor bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs ist zudem der Zugang zu privater Ladeinfrastruktur. Die Regierung sollte daher mehr Tempo machen, wenn es darum geht, die Installation von Ladeinfrastruktur im privaten Raum zu erleichtern: Durch Fördermittel und Anpassungen im Wohneigentumsrecht. Immerhin finden hier rund 80 Prozent der Ladevorgänge statt. Eine detaillierte Auswertung der Anzahl der Ladepunkte nach Bundesländern und Städten wird in Kürze folgen.

Ladesäulenregister
Mit der Plattform www.ladesaeulenregister.de bieten der BDEW und die Energie Codes und Services GmbH ein umfassendes Serviceangebot rund um Fragen der Infrastruktur für Elektromobilität: Es dient der Erfassung der in Deutschland vorhandenen öffentlichen und teilöffentlichen Ladepunkte. Es fliessen Meldungen der Energieunternehmen und weiterer Marktakteure wie Parkhaus- und Parkplatzbetreiber, Supermärkte und Hotels ein. Für Ladesäulenbetreiber stehen auf der Plattform zentrale Informationen zum technischen Aufbau, der Fördermittelvergabe und Meldepflichten bereit.

Text: Deutscher Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

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