22. Dez 2018

Über 50 Organisationen und Firmen haben seither an der Konkretisierung der Roadmap mitgewirkt und Massnahmen in ihrem Einflussbereich erarbeitet. ©Bild: T. Rütti

Unterzeichnung der Roadmap von den Vertretern der mitwirkenden Organisationen und Firmen sowie Doris Leuthard (UVEK). Die abtretende Bundesrätin hatte dabei ihren letzten offiziellen Auftritt. ©Bild: T. Rütti

Förderung Elektromobilität: Gemeinsame Roadmap verabschiedet – Ziel von 15% Elektrofahrzeuge bis 2020

(©TR) Zur Förderung der Elektromobilität unterzeichneten Vertreter der Automobil-, Elektrizitäts-, Immobilien- und Fahrzeugflottenbranche und deren Verbände sowie Vertreter von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden eine gemeinsame Roadmap. Ihr Ziel ist, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen von Personenwagen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen.


Der Grundstein dieser Roadmap wurde am 28. Mai 2018 mit dem «Runden Tisch Elektromobilität» in Bern gelegt. Bundesrätin Doris Leuthard hatte auch damals Vertreter der Elektrizitäts- und Mobilitätsbranche sowie von Bund, Kantonen und Städten aufgefordert, sich auf ein gemeinsames Ziel zur Förderung der Elektromobilität zu einigen und miteinander darauf hinzuarbeiten. Die Teilnehmenden beschlossen damals die Erarbeitung einer Roadmap: Bis 2022 soll der Anteil von Elektrofahrzeugen bei den Neuzulassungen von Personenwagen auf 15 Prozent erhöht werden. Über 50 Organisationen und Firmen verschiedener Branchen haben seither an der Konkretisierung des Projekts mitgewirkt und Massnahmen in ihrem Einflussbereich erarbeitet. Inzwischen liegt sie vor. Das Papier wurde nun von den Vertretern der mitwirkenden Organisationen und Firmen sowie von Bundesrätin Doris Leuthard (UVEK) unterzeichnet. Auf ihre Einladung hin waren sie am 17. Dezember 2018 gekommen; die abtretende Bundesrätin hatte dabei ihren letzten offiziellen Auftritt in dieser Funktion.

Konkrete Massnahmen zur Zielerreichung
Dank dem grossen Engagement aller Beteiligten konnte ein umfangreiches, breit abgestütztes Paket zur Förderung der Elektromobilität in der Schweiz geschnürt werden. Die Roadmap Elektromobilität 2022 enthält konkrete Massnahmen in drei prioritären Handlungsfeldern:

  • Erfolgreiche Marktentwicklung Fahrzeuge
  • optimale Ladeinfrastruktur
  • Anreize & Rahmenbedingungen.
  • Diese Handlungsfelder sollen gemeinschaftlich vorangetrieben werden. Zu den Massnahmen gehören unter anderem
  • die Schaffung von Lademöglichkeiten in Gebäuden
  • der Aufbau eines nationalen Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge
  • die gezielte Ausbildung und Qualifizierung von Fachpersonal
  • regulatorische Anpassungen
  • die rasche Marktentwicklung der Fahrzeuge.

Synergien nutzen Wirkung verstärken
Mit ergänzenden Koordinationsmassnahmen und der Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten sollen Synergien genutzt und dadurch die Wirkung verstärkt werden. Die Roadmap widerspiegelt einen dynamischen Prozess: Sie ist ein Abbild des aktuellen Stands der Arbeiten und kann im weiteren Verlauf mit zusätzlichen Massnahmen angereichert werden.

Umsetzung startet im Januar 2019
Die Roadmap Elektromobilität steht weiteren Organisationen und Firmen offen, die ebenfalls einen Beitrag zur Zielerreichung leisten wollen. Diese sind eingeladen, eigene Massnahmen zu formulieren und zu publizieren. So können sie sich per Selbstdeklaration beteiligen. Die Umsetzung der Roadmap startet im Januar 2019. Vorgesehen ist, die Öffentlichkeit regelmässig über den Stand der Umsetzung zu informieren. Dies erstmals anlässlich des Schweizer Kongresses Elektromobilität, der im Rahmen der Mobilitätsarena vom 17./18. September 2019 in Bern stattfinden wird.

©Text: Toni Rütti, freier Mitarbeiter ee-news.ch

1 Kommentare
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Jürgen Baumann @ 22. Dez 2018 17:41

Ein guter Plan. Es dürfen 2022 auch gerne mehr als 15% sein. Bei mir sind es seit 2016 bereits 100%.

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