Südafrikas Regierung will Treibhausgase stark reduzieren und aus der Kohleförderung aussteigen. Die EU, Grossbritannien und die USA wollen den Umbau des Energiesektors mit Förderkrediten unterstützen.

Exportinitiative Energie: 8.2 Milliarden Euro für den Umbau des Energiesektors Südafrikas – weg von Kohle, hin zu Erneuerbaren

(©EE) Raus aus der Kohle, rein in erneuerbare Energien: Südafrika, ein Land, das derzeit bei der Stromerzeugung einen Kohleanteil von 80 Prozent hat, strebt einen kompletten Ausstieg aus der Kohlenutzung an. Dafür gibt es finanzielle Unterstützung: Im Auftrag der Bundesregierung vergibt die deutsche KfW Entwicklungsbank einen Kredit in Höhe von bis zu 300 Millionen Euro an. Auch die französische Entwicklungsbank Agence Française de Développement (Afd) hat einen Förderkredit in Höhe von 300 Millionen Euro vergeben.


Der Energiesektor in Südafrika soll der KfW zufolge ‚sozialverträglich und nachhaltig‘ umgebaut werden. Das Ziel: Im Jahr 2030 sollen fossile Energieträger nur noch einen Anteil von maximal 48 Prozent ausmachen, erneuerbare Energien dagegen einen Anteil von mindestens 38 Prozent. Hierfür muss das Land die Stromerzeugungskapazität erneuerbarer Energien allerdings noch deutlich hochschrauben. Es könnten sich also bald neue Chancen für Projektierer eröffnen.

Just Energy Transition Partnership
Die angekündigten Darlehen sind Teil des Investitionsplans Just Energy Transition Partnership (Jet-P). An der Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen COP27 in Ägypten haben Länder aus der EU, Grossbritannien und die USA zugesagt, Südafrikas Energiewende in den kommenden drei bis fünf Jahren mit bis zu 8.5 Milliarden US-Dollar (rund 8.2 Milliarden Euro) zu unterstützen. Deutschland will einen Beitrag von bis zu einer Milliarde US-Dollar (rund 970 Millionen Euro) leisten.

Finanzierungs-Factsheet Südafrika >>

Meldung der KfW (auf Englisch) >>

AHK-Zielmarktanalyse Südafrika: Grüner Wasserstoff, P2X und Energiespeicher >>

©Text: Exportinitiative Energie

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