Der erste Solarpark von Abo Wind in Baden-Württemberg liefert nicht nur nachhaltigen Strom, sondern erhöht auch die Biodiversität. ©Bild: Abo Wind

Abo Wind: Solarpark erhöht Artenvielfalt im baden-württemberigschen Aulendorf

(ee-news.ch) Um die Erderhitzung zu begrenzen, müssen zwingend mehr Wind- und Solarparks gebaut werden. Doch der Ausbau der Erneuerbaren ist in den vergangenen Jahren ins Stocken geraten – auch wegen des Artenschutzes. Oft sind es wenige Exemplare der Haselmaus oder des Rotmilans, die Planungen verzögern oder Projekte ganz scheitern lassen. Dabei sind Erneuerbare-Energien-Parks unverzichtbar, um die Erderhitzung abzumildern, die den Bestand vieler Arten bedroht. Ein Beispiel aus dem baden-württembergischen Aulendorf zeigt, wie wertvoll solche Projekte darüber hinaus sein können.


Nach dreijähriger Planungs- und Bauzeit hatte Abo Wind im April einen Solarpark mit einer Gesamtleistung von zwei Megawatt ans Netz gebracht und an die Stadtwerke Tübingen verkauft. Seither produziert die Anlage so viel grünen Strom wie knapp 2000 Bürger in ihren Haushalten verbrauchen und erspart der Umwelt pro Jahr den Ausstoss von rund 1000 Tonnen CO2. Zusätzlich liefere das Projekt einen direkten Mehrwert für die lokale Flora und Fauna: Der Solarpark erzielte im Genehmigungsverfahren einen Überschuss von gut 160‘000 Ökopunkten, so Abo Wind.

Mehr Artenvielfalt durch Nutzungsänderung
Das liege vor allem in der Nutzungsänderung der ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche. Durch den Wegfall von Dünge- und Spritzmitteln sowie die geringere Mahddichte erhöhe der Solarpark die Artenvielfalt des Gebiets. Zudem würden die PV-Module selbst einen positiven Effekt erzielen, indem sie Teile des Plangebietes überschatten und durch das Abperlen des Wassers für eine punktuelle Bewässerung auf dem Boden sorgen. Dadurch könne sich eine vielfältige Vegetation auf kleinem Raum ausbilden.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) war grundsätzlich für den Bau der Solaranlage, legte aber Wert darauf, dass der Arten- und Insektenschutz nicht zu kurz kommen. Daher wollen Abo Wind und die Stadtwerke Tübingen die Fläche mit blütenreichen regionalen Saatmischungen und Kletterpflanzen entlang des Zauns bepflanzen, die reichlich Nahrung für Bienen und andere Insekten bieten. Davon werde auch die benachbarte Landwirtschaft profitieren, so Abo Wind. Künftig sollen zudem Schafe auf dem Gelände weiden.

Text: ee-news.ch, Quelle: Abo Wind AG

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