Der Ukrainekrieg und deren Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit und Sicherung wird eines der Hauptthemen der Generalkonferenz sein.

Schweiz: Nimmt an der 66. Generalkonferenz der IAEA teil - Ukrainekrieg eines der Hauptthemen

(BFE) Vom 26. bis 30. September 2022 findet in Wien die 66. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) statt. Leiter der Schweizer Delegation ist Benoît Revaz, Direktor des Bundesamts für Energie, dem der Bundesrat für die Dauer der Konferenz den Titel eines Staatssekretärs verliehen hat. (Texte en français >>)


Die Schweizer Delegation setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesamts für Energie (BFE), des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) sowie des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Auswirkungen Ukrainekrieg
Im Zentrum des Interesses der Schweiz liegen traditionell die Themen der nuklearen Sicherheit, Sicherung und Safeguards sowie die technischen Anwendungen und Kooperationen, welche zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nation (UN) beitragen. Der Ukrainekrieg und deren Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit und Sicherung wird ein weiteres Hauptthema der Generalkonferenz sein. Die Schweiz verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine sowie die Besetzung des Kernkraftwerks Saporischschja auf das Schärfste. Als Folge dieser militärischen Aggression hat die IAEA die «Sieben Säulen der nuklearen Sicherheit und Sicherung» vorgestellt, die zu einem besseren Schutz von zivilen Kernanlagen im Kriegsfall beitragen. Die Schweiz unterstützt diesen Vorstoss und setzt sich für eine umfassende Anerkennung dieser Prinzipien ein.

Finanzieller Beitrag der Schweiz
Neben den Beratungen der inhaltlichen Themen wird die Generalkonferenz auch über das IAEA-Budget 2023 entscheiden. Der Jahresbeitrag der Schweiz beträgt ca. 4.6 Millionen Franken, was rund 1.1% des gesamten ordentlichen Haushalts der IAEA entspricht. Zudem unterstützt die Schweiz den IAEA-Fonds für technische Kooperation mit etwa 1 Million Franken pro Jahr.

Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) ist das wichtigste internationale Forum für die wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Sie wurde 1957 als unabhängige Organisation innerhalb des Systems der Vereinten Nationen gegründet und hat derzeit 175 Mitgliedstaaten. Die Schweiz ist Gründungsmitglied der IAEA.

Text: Bundesamt für Energie

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