Deutschland will mit Wasserstofflieferungen den steigenden Wasserstoffbedarf decken, der von der deutschen Bundesregierung für 2030 auf 90 bis 110 TWh geschätzt wird.

Deutschland: Erste Wasserstofflieferung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eingetroffen

(ee-news-ch) Die erste Wasserstoff-Testlieferung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (Vae) ist laut dem deutschen Wirtschaftsministerium in Hamburg angekommen. Die Lieferung wurde während der Delegations-Reise von Bundesminister Robert Habeck am 21. März in Abu Dhabi vereinbart und ist ein wichtiger Schritt für den angestrebten Aufbau einer umfassenden Wasserstoffwertschöpfungskette zwischen Deutschland und den Vae.


Der von der Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) gelieferte Wasserstoff wurde in Form des Wasserstoffderivats Ammoniak verschifft und dort von dem Logistikunternehmen Hamburger Hafen und Logistik AG umgeschlagen. Das gelieferte Ammoniak soll der Multimetallhersteller Aurubis für Testläufe zur klimaneutralen Umstellung der gasintensiven Kupferdrahtproduktion einsetzen, um langfristig den fossilen Brennstoff zu ersetzen.

Test der Transportkette für Wasserstoff
Zwischen der Hamburger Hafen und Logistik AG und Adnoc wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Transportkette für Wasserstoff aus den Vae nach Deutschland zu testen. Die Freie und Hansestadt Hamburg begleitet und unterstützt das Projekt der Testcargo-Lieferung beratend und organisatorisch. Die Pilotlieferung soll einen Grundstein für die mittelfristigen Importe von zukünftig auch grünem Wasserstoff liefern.

Deutschland und die Vae arbeiten im Rahmen der im Jahr 2017 initiierten Emiratisch-Deutschen Energiepartnerschaft eng in den Bereichen Wasserstoff und erneuerbare Energien zusammen. Unter dem Schirm der Energiepartnerschaft wurde im November 2021 zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Politik, eine bilaterale Task Force für Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe gegründet. Deutschland will mit Wasserstofflieferungen den steigenden Wasserstoffbedarf decken, der von der deutschen Bundesregierung für 2030 auf 90 bis 110 TWh geschätzt wird.

Text: ee-news.ch, Quelle: Deutsches Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Bmwk)

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