Das ‚Important Project of Common European Interest Wasserstoff‘ ist ein europäisches Projekt, an dem insgesamt 24 Mitgliedstaaten und Norwegen beteiligt sind. Die 41 genehmigten Projekte gehören zur Technologiewelle, genannt Ipcei Hy2Tech.

Europäische Kommission: Genehmigt 41 Wasserstoff-Grossprojekte, darunter vier aus Deutschland

(ee-news.ch) Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Margrethe Vestager, hat die Genehmigung der ersten 41 Projekte des ‚Ipcei* Wasserstoff‘ bekannt gegeben. Mit dabei sind auch vier erste Projekte aus Deutschland. Weitere Projekte aus Deutschland befinden sich noch im Genehmigungsverfahren. Die ersten vier deutschen Projekte dürfen nun auf Basis dieser beihilferechtlichen Genehmigung staatlich gefördert werden.


Das ‚Important Project of Common European Interest Wasserstoff‘ (Ipcei Wasserstoff) ist ein europäisches Projekt, an dem insgesamt 24 Mitgliedstaaten und Norwegen beteiligt sind. Die 41 integrierten Projekte gehören zur Technologiewelle, genannt Ipcei‘ Hy2Tech‘. Sie drehen sich um Technologien zur Erzeugung, zum Transport und zum Einsatz von Wasserstoff. Mit der Ipcei-Förderung haben deutsche Unternehmen die Chance, grenzüberschreitende Projekte mit europäischen Partnern im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie umzusetzen. Der Fokus der vier deutschen Projekte liegt auf der Entwicklung von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen.

Projekte, die vom deutschen Wirtschaftsministerium gefördert werden dürfen
Die beihilferechtliche Genehmigung erlaubt dem deutschen Wirtschaftsministerium die Förderung von zwei Projekten:

Bosch Power Units
Bosch Power Units von Bosch erforscht stationäre Brennstoffzellen-Systeme auf Festoxid-Basis. Die Systeme dienen der modularen und vernetzten Erzeugung von Strom und Wärme durch Wasserstoff. Bosch will in dem Projekt letzte Forschungs- und Entwicklungsschritte auf dem Weg zur Serienfertigung gehen. Das Projekt soll in Bosch-Standorten in Baden-Württemberg, Bayern und im Saarland realisiert werden.

Sunfire 1500
Mit ‚Sunfire 1500‘ der Sunfire GmbH darf zudem eine Produktionslandschaft gefördert werden, die Elektrolyseure der Alkali-(Ael) und der Hochtemperatur-Technologie (Soec) in Serienfertigung bringen will. Der wesentliche Investitionsstandort für die Fabriken wird Sachsen sein, für Ael auch anteilig Nordrhein-Westfalen. Die verschiedenen Elektrolysetechnologien sollen so für den breiten Einsatz zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig soll die Produktion als Blaupause für die zukünftige europäische Serienproduktion dienen.

Projekte, die vom deutschen Verkehrsministerium gefördert werden dürfen
Zudem wurden zwei vom deutschen Verkehrsministeriumg ausgewählte Projekte beihilferechtlich genehmigt:

Pegasus
Das Projekt ‚Pegasus‘ der Daimler Truck AG zielt darauf ab, mit auf Brennstoffzellen basierenden Antriebssträngen von Zugmaschinen/Anhänger-Kombinationen den grenzüberschreitenden Güterverkehr auf dem Landweg zu dekarbonisieren und gleichzeitig die wichtigsten Leistungskriterien sowie die Flexibilität der Zugmaschinen beizubehalten. Die Praktikabilität, Zuverlässigkeit und technische Reife dieser neuen Antriebe soll auf mehreren grossen Logistikrouten in Zentral-EU getestet werden.

Next Gen HD Stack
Das Projekt ‚Next Gen HD Stack‘ von Ekpo Fuel Cell Technologies soll eine neue Generation von leistungsstarken Brennstoffzellen-Stackmodulen entwickeln und deren Kommerzialisierung vorantreiben. Zudem soll auch der CO2-Fussabdruck der Produktion deutlich reduziert werden. Die Haupteinsatzbereiche der neuen Stack-Technologie sind neben Nutzfahrzeugen auch Busse, Schiffs- und Bahnanwendungen sowie die stationäre Stromerzeugung.

Text: Deutsches Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Bmwk)

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