Die SSES fordert die Politik auf, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Interessen der breiten Bevölkerung besser zu berücksichtigen. Bild: SSES

SSES: Klares Verbesserungspotential Vernehmlassung bezüglich der div. Verordnungen im Energiebereich

(SSES) Am 21. Juni hat die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES ihre Vernehmlassungsantwort zu den Anpassungen verschiedeneren Verordnungen im Energiebereich eingegeben. Sie moniert, dass die Verwaltung immer grösser, die Gefässe immer komplizierter und damit der Zugang für die breite Bevölkerung immer schwieriger wird. Die SSES fordert die Politik auf, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Interessen der breiten Bevölkerung besser zu berücksichtigen. 


Die grundsätzliche Stossrichtung der angepassten Vorlage ist begrüssenswert, weist aber aus der Sicht der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenergie SSES – welche auch speziell die Interessen der Solarstromproduzierenden wahrnimmt – grobe Mängel auf. Es ist zu begrüssen, dass nun der Ausbau der erneuerbaren Energien und allen voran der Sonnenenergie mit den vorgeschlagenen Änderungen forciert werden soll. Speziell erfreulich ist, dass nun auch für vollbelegte Dächer und reine Produktionsanlagen ökonomisch bessere Anreize bestehen, diese zu realisieren.

Regulierungsdichte stellt zunehmend ein Hinderniss
Gleichzeitig kritisiert die SSES die zunehmende Komplexität in den Verordnungen. Insbesondere der Ausbau der Sonnenenergie muss von der breiten Bevölkerung mitgetragen werden. Dass die Regulierungsdichte inzwischen so hoch ist, dass sich Laien kaum mehr zurechtfinden, ist ein ernstzunehmendes Hemmnis. Die SSES kann nicht nachvollziehen, wieso trotz schwieriger Erfahrungen im Ausland und differenzierender Prämissen in der Schweiz («bauen im Bestand») das Instrument der Auktionen immer noch in der Vorlage enthalten ist. Offen bleibt, ob das der kleinste politische Nenner ist, oder ob hier an der Praxis vorbei gearbeitet wird. Für die SSES bestehen keine Zweifel, dass wegen solchen Massnahmen die Verwaltung ausgebaut werden muss, obwohl die Effekte im Feld mit grosser Wahrscheinlichkeit überschaubar bleiben. So bleibt die Frage offen, was mit all den Anlagen passiert, die an einen konkreten Zeitplan gebunden sind (bspw. Dachsanierung) oder keinen Zuschlag erhalten haben. 

Suffizienz scheint kein Thema
Ein weiteres Manko ist die Tatsache, dass Suffizienz keinen Eingang findet. Die Klimaziele sind nur zu erreichen, wenn auch endlich wieder mehr Energie gespart wird. Es scheint, als ob die Politik dieses heisse Eisen nicht anfassen möchte, was wir sehr bedauern. Denn weniger Energieverbrauch bedeutet ja schlussendlich auch ökonomische Ersparnisse.

Diese Mängel bewegen die SSES dazu, den Vorschlag für die Energieförderverordnung in dieser Form abzulehnen. Die restlichen Vorlagen sind trotz fehlender Energiesparmassnahmen und einzelner Schwachstellen (bspw. Kostenanlastung ZEV) in unserem Sinne.

Zur SSES-Stellungnahme >>  

Text: Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES

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1 Kommentare

Hans Hauri

Zwar habe ich nur die Einleitung der Vernehmlassungsantwort der SSES gelesen. Aber ich bin voll begeistert.
Vielen Dank!

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