Die Forderungen nach neuen AKW verzögert vor allem die Energiewende und lenkt vom eigentlichen Problem ab: dem Investitionsstau bei den erneuerbaren Energien in der Schweiz. Bild: SES

SES: Der Ständerat versenkt SVP-Atompläne

(SES) Am 16.6.22 hat der Ständerat die Motion von SVP-Ständerat Hansjörg Knecht, die neue AKW ermöglichen wollte, mit 24 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt. Damit bestätigt die kleine Kammer den Entscheid ihrer Energiekommission, am Atomausstieg festzuhalten und die Energiestrategie fortzusetzen.


Aus Sicht der Schweizerischen Energie-Stiftung SES sind nun praktikable und rasche Lösungen gegen den Investitionsstau bei den erneuerbaren Energien gefragt, um die Klimaziele zu erreichen und die Versorgungssicherheit zu erhalten.

Neue AKW völlig untauglich
Der Ständerat hat den Etikettenschwindel der SVP erkannt. Fabian Lüscher, Leiter Fachbereich Atomenergie bei der SES, fasst zusammen: «Um unsere aktuellen Herausforderungen zu bewältigen sind neue AKW völlig untauglich: Sie kommen zu spät, sind zu teuer und würden die Schweiz spalten. Die Forderungen nach neuen AKW verzögert vor allem die Energiewende und lenkt vom eigentlichen Problem ab: dem Investitionsstau bei den erneuerbaren Energien in der Schweiz.»

Investitionsstau auflösen
Lüscher stellt fest: «Die Potenziale, das Geld, der Wille der Energieunternehmen und die Projekte für den Ausbau der Erneuerbaren sind in der Schweiz vorhanden. Doch die Investitionen werden nicht in der Schweiz ausgelöst.» Dabei stünden die Lösungsansätze zur Reduktion der Investitionsrisiken sowie zur Beschleunigung der Verfahren längst bereit. Die SES fordert alle konstruktiven politischen Kräfte dazu auf, den Investitionsstau Schritt für Schritt aufzulösen und so die Energiewende zu beschleunigen.

Text: Schweizerische Energie-Stiftung SES

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