Die positive Entwicklung bei den Solarthermie-Anfragen war im Februar 2022 besonders deutlich, sie hatte sich aber schon 2021 abgezeichnet. 2021 hatten sich die Solarthermie-Nachfragen gegenüber 2020 bereits um 43 Prozent gesteigert. ©Bild: Daa

Klimafreundliches Heizen liegt im Trend: Wie Solarthermie und Wärmepumpen derzeit boomen und der Gasheizung den Rang ablaufen

(PM) Während des Energiepreisschocks im Herbst 2021 bahnte sich die aktuelle Entwicklung bereits an: Mit steigenden Energiepreisen verlagert sich das Interesse bei Heizungssystemen. Im Frühjahr 2022 beobachtet die Deutsche Auftragsagentur Daa aus Hamburg eine stark steigende Nachfrage nach Wärmepumpen und Solarthermie – während Gasheizungen deutlich weniger nachgefragt werden.


Die Wärmepumpe ist gefragt wie nie: Von Dezember 2021 bis Februar 2022 verdoppelte sich die Nachfrage – während die Anfragen nach allen anderen Gewerken zusammen lediglich eine Steigerung um 50 Prozent vorwiesen. Im Februar 2021 betrug das prozentuale Wachstum an Anfragen nach Wärmepumpen im Vormonatsvergleich 31 Prozent – bei sämtlichen anderen bei Daa gelisteten Gewerken gab es kaum Veränderung.

Solarthermie ist im Februar stark nachgefragt
Ebenfalls auf Wachstumskurs ist das Interesse an der Ausstattung des Eigenheims mit Solarthermie: Daa stellte allein im Februar 2022 gegenüber dem Vormonat ein Plus von zehn Prozent fest, also neun Prozent mehr als für alle anderen Gewerke zusammen. Erstaunlich, da die Wachstumsrate von Solarthermie und den anderen Gewerken in den Vormonaten nahezu identisch hoch war. Wenngleich die positive Entwicklung bei den Solarthermie-Anfragen im Februar 2022 besonders deutlich war, hatte sie sich bereits im Vorjahr abgezeichnet. Im gesamten Jahr 2021 hatten sich die Solarthermie-Nachfragen gegenüber 2020 bereits um 43 Prozent gesteigert.

Im Gegensatz zu den Wärmepumpen hatte es bei der Solarthermie im Herbst 2021 lediglich eine geringe Steigerung an Anfragen gegeben. Nun aber, angesichts massiv steigender Gaspreise, scheint die Option einer Solarheizung verstärkt in den Fokus der Hausbesitzer zu rücken. Solarthermie eignet sich auch zur Nachrüstung im Altbau: beispielsweise als Ergänzung zu einer vorhandenen Gasheizung.

Interesse an einer neuen Gasheizung sinkt Anfang 2022 deutlich
Während die regenerativen Heizungssysteme Wärmepumpe und Solarthermie im Frühjahr 2022 angesichts stark steigender Energiepreise deutliche Zuwächse für sich verbuchen, sieht es bei der in der Vergangenheit stets beliebten Gasheizung ganz anders aus. Daa hat sich die Entwicklung der Online-Anfragen an Gasheizungen zwischen September 2021 und Februar 2022 angesehen und ebenfalls mit allen anderen Gewerken verglichen.

Das Ergebnis: Mit steigenden Gaspreisen sinkt das Interesse an einer neuen Gasheizung deutlich. Das wird ebenso an der Entwicklung im Herbst 2021 wie der im Frühjahr 2022 deutlich. Im Februar 2022, der sowohl der Wärmepumpe als auch der Solarthermie ein deutliches Plus bescherte, sank das Wachstum der Online-Anfragen zur Gasheizung im Vormonatsvergleich auf -9 Prozent. Im Dezember 2021 betrug der Rückgang zwar minus 16 Prozent – das ist jedoch saisonal bedingt und eine typische Entwicklung der generellen Nachfrage im Weihnachtsmonat Dezember.

Unabhängiger von äußeren Einflüssen
„Wir sehen an der Entwicklung der Anfragen auf den Daa-Portalen, dass Interessenten deutlich auf steigende Energiepreise sowie politische Ereignisse – oder die Kombination aus beidem – reagieren. Heizungssysteme auf Basis erneuerbarer Energien bieten Hausbesitzern eine Alternative, die sie unabhängiger von äußeren Einflüssen machen kann“, sagt Rolf Steingrube, einer der Daa-Geschäftsführer.

Daa unterstützt Interessenten (w/m/d) und leitet ihre Anfragen an passende Fachbetriebe mit freien Kapazitäten aus der Region weiter.

Text: Deutsche Auftragsagentur Daa

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1 Kommentare

Max Blatter

Wärmepumpen sind allerdings nicht a priori "klimafreundlich" [uh, da wird gerade wieder eine schreckliche automatische Silbentrennung eingefügt, hoffentlich bleibt die nicht]; nicht wenn noch jede Menge Kohlekraftwerke am Strommix beteiligt sind.

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