Mit der Ausschreibung will das BFE die Aussagekraft der Simulationen erhöhen und die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu energie- und klimarelevanten Fragestellungen fördern.

BFE: Vierte Ausschreibung des Förderprogramms SWEET gestartet

(BFE) Das Bundesamt für Energie hat die vierte Ausschreibung innerhalb des Förderprogramms SWEET (SWiss Energy research for the Energy Transition) gestartet. Zum Leitthema «Ko-Evolution des Schweizer Energiesystems und der Schweizer Gesellschaft und ihre Darstellung in koordinierten Simulationen» wird ein Forschungskonsortium mit einem Budget von 10 Mio. Franken über 10 Jahre gefördert werden. Die Bewerbungsfrist für Pre-Proposals läuft bis zum 16. Juni 2022. (Texte en français >>)


Bestehende und künftige SWEET Konsortien werden mit Simulationen des schweizerischen Energiesystems oder einzelner Sektoren arbeiten. Um diese miteinander vergleichen und aussagekräftige Schlussfolgerungen ziehen zu können, müssen die Simulationen koordiniert werden. Die vier Konsortien, die aus der ersten SWEET-Ausschreibung «Integration of Renewables into a Sustainable and Resilient Swiss Energy System» hervorgegangen sind, stellen ihre Simulationen durch die CROSS-Aktivität («CooRdination Of Scenarios in SWEET») bereits auf eine gemeinsame Grundlage.

Erweiterte Koordination
Mit der aktuellen Ausschreibung soll diese Koordination erweitert werden. Sie soll auf CROSS aufbauen und verstärkt Erkenntnisse aus den Sozial- und Geisteswissenschaften einbinden. Deshalb werden insbesondere Forschende aus den Sozial- und Geisteswissenschaften eingeladen, die Ko-Evolution des Schweizer Energiesystems und der Schweizer Gesellschaft zu untersuchen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse auch in die Simulationen einfliessen zu lassen. Das Konsortium soll alle zwei Jahre einen Fokusbericht zu einem bestimmten Thema vorlegen und einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Transdisziplinäre Zusammenarbeit erhöhen
Mit der Ausschreibung will das BFE die Aussagekraft der Simulationen erhöhen und die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu energie- und klimarelevanten Fragestellungen fördern. Deshalb wird nur ein Konsortium unterstützt werden, in dem Natur- und Ingenieurswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Sozial- und Geisteswissenschaften gleichwertig vertreten sind.

Zweistufiges Verfahren
Der Call wird zweistufig durchgeführt. Bewerben können sich Forschungskonsortien aus Hochschulen, nicht gewinnorientierten Forschungseinrichtungen, Privatwirtschaft und öffentlicher Hand bis zum 16. Juni 2022 mit einem Pre-Proposal. Dieses wird von einem internationalen Expertengremium bewertet. Das Konsortium mit dem bestbewerteten Pre-Proposal wird eingeladen, ein Full Proposal einzureichen. Das Call-Budget von 10 Millionen Franken wird für eine Laufzeit von 10 Jahren vergeben. Der definitive Zuschlag wird voraussichtlich im Dezember 2022 bekanntgegeben, die Forschungsarbeiten sollen im Januar 2023 starten.


Förderprogramm SWEET (SWiss Energy research for the Energy Transition)
SWEET führt rollend Ausschreibungen für Konsortialprojekte durch. Das Förderprogramm läuft bis 2032. Gefördert werden ausschliesslich Konsortialprojekte, die zentrale Forschungsthemen der Energiestrategie 2050 und langfristigen Klimastrategie inter- und transdisziplinär bearbeiten. Schwerpunkt von SWEET ist die lösungsorientierte Forschung und die Demonstration der erzielten Ergebnisse. Die Programmleitung von SWEET liegt beim Bundesamt für Energie (BFE).


Call Guideline >>

SWEET

Text: Bundesamt für Energie

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