Die Grenzkapazitäten von Deutschland Richtung Schweiz wurden reduziert, um drohende grössere innerdeutsche Netzprobleme zu vermeiden. Netto kommerzielle Flüsse, kumuliert, Import in CH (+) / Export aus CH (-). Bild: Elcom

Kumulierte realsierte Erzeugung in Deutschland. Bild: Elcom

Links oben Day Ahead Auktion Stundenpreise der vergangenen Woche, rechts oben Base Wochenkontrakte und unten Day Ahead Auktion Base Preise im Jahresverlauf. Bild: Elcom

Atom- und Wasserstrom in der Schweiz, aber praktisch keine Solarstromerzeugung. Bild: Elcom

Elcom Strom-Spotmarktbericht vom 23.11.21: Schweizer Strompreise bis zu 168 EUR/MWh teurer als in Deutschland oder Österreich – Deutschland reduziert Grenzkapazitäten zur Schweiz

(Elcom) Während die Stundenpreise zu Wochenbeginn in den vier Ländern mehrheitlich parallel verliefen, entkoppelten sie sich ab Mittwoch, 17.11.2021, deutlich. Die deutschen und österreichischen Preise fielen bis auf unter 80 EUR/MWh, die Preisunterschiede zur Schweiz betrugen bis zu 168 EUR/MWh.


Der Grund für die Entkopplung war das hohe Windaufkommen in Deutschland ab Wochenmitte. Dies führte einerseits zu tieferen Preisen in Deutschland und andererseits wurden die Grenzkapazitäten von Deutschland Richtung Schweiz reduziert, um drohende grössere innerdeutsche Netzprobleme zu vermeiden.

Nur teure Stromimporte aus Deutschland
Als Konsequenz daraus konnte die Schweiz nur wenig billigen Strom aus Deutschland importieren und die Schweizer Preise blieben hoch. Die Wochenprodukte stabilisierten sich nach anfänglichem Anstieg mit Ausnahme der Woche 48 in Deutschland, welche aufgrund von deutlich gestiegener Windeinspeiseprognosen für Deutschland zurückging.

Spotmarktbericht vom 23-11-2021 >>

Text: Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom)

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