CH Base Jahreskontrakte oben, unten links CH Base Quartalskontrakte, unten rechts CH Base Monatskontrakte. Bild: Elcom

Frontjahreskontrakte: Kohle (ARA), Gas (DE), CO2 (EUA). Bild: Elcom

Strom Base Frontjahreskontrakte Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien. Bild: Elcom

Die Grenzkosten der Kohle- und Gaskraftwerke. Bild: Elcom

Elcom Terminmarktbericht vom 16.11.21: Strompreise bewegen sich eher wenig – CO2-Preise steigen um 8%

(Elcom) Im Vergleich zur Volatilität der letzten Woche bewegten sich die Preise eher wenig, allen voran die Jahresprodukte, die zwischen 0.34% und 2.33% zulegten.


Von den Commodities kamen unterschiedliche Signale. Die Gaspreise gaben vorerst deutlich nach, nachdem Russland die Lieferungen via die Yamal-Pipeline erhöhte. Nach der Drohung des weissrussischen Präsidenten Lukaschenko, die Gasdurchleitung wegen Uneinigkeit bei der Flüchtlingsproblematik einzustellen, zogen die Preise jedoch wieder an. Zuletzt sorgten die eher geringen zusätzlichen Import-Kapazitätsbuchungen von Gazprom für Dezember für zusätzliche Sorgen im Markt und liessen die Preise weiter steigen. Ebenfalls bullish wirkten die Produktionsausfälle in Norwegen.

Kohlepreise sinken
Im Kohlemarkt herrscht nach wie vor Unsicherheit über die möglichen Eingriffe der chinesischen Regierung in den chinesischen Kohlemarkt. Der Inlandspreis in China sank in der vergangenen Woche leicht weiter, nachdem er in der Vorwoche noch deutlicher an Boden verloren hatte. Der europäische Kohlepreis gab ebenfalls nach.

Steigende CO2-Preise
Der CO2-Preis stieg im Wochenvergleich um über acht Prozent und notierte zuletzt bei 66.23 EUR/t. Starkes Kaufinteresse und die gegen Ende der Woche steigenden Gaspreise stützten den CO2-Preis.

Terminmarktbericht vom 16-11-2021 >>

Text: Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom)

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1 Kommentare

Max Blatter

Begriffe wie "CO2-Preis" u.ä. sind absolut irreführend; ich MUSS mal versuchen, dagegen anzugehen!

Warum? Es klingt, als ob CO2 ein begehrenswerter Rohstoff wäre, den ich kaufen kann, um ihn dann einer Wertschöpfung zuzuführen. Das mag teilweise sogar zutreffen: Wenn ich das CO2 z.B. in einer Power-to-Gas-Anlage zur Produktion von Methan einsetze. Aber in diesem Fall kann ich das CO2 kostenlos aus der Luft entnehmen; da gibt es keinen "CO2-Preis", weil alle froh sind, das CO2 loszuwerden.

Im Wesentlichen ist CO2 ein unerwünschtes, klimaschädliches Nebenprodukt der Nutzung fossiler Brennstoffe, für das ich eine Art "Abfallgebühr" bezahlen muss.

Der "Preis" ist in Wirklichkeit also eine dem freien Markt unterliegende Umweltgebühr; ebenso sollten wir statt "Einsparung von CO2" den Begriff "Vermeidung von CO2" verwenden.

Pingelig? Nein! Falscher Sprachgebrauch führt über kurz oder lang zu falschem Verständnis. Ich fürchte, da sind wir schon längst angelangt ... oder ist es doch noch nicht zu spät?

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