Von l. nach r.: Olivier Bucheli (European Electrolyzer, Forum EFCF), Werner Diwald (Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband DWV), Jorgo Chatzimarkakis (Hydrogen Europe) und Markus Elsässer (Solar Promotion GmbH). ©Bild: Solar Promotion

The Smarter E Europe Restart: Wassersoff-Manifest vorgestellt - jetzt mitunterzeichnen!

(Anzeige) Im klimafreundlichen Energiemix der Zukunft spielt grüner Wasserstoff eine entscheidende Rolle. Wichtige Impulse für die Förderung des Energieträgers liefert jetzt das „Green Hydrogen Manifest“, das heute im Rahmen von The Smarter E Europe Restart 2021 auf der Messe München präsentiert wurde. Die Initiatoren Hydrogen Europe, Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband DWV, European Electrolyzer & Fuel Cell Forum EFCF und The smarter E Europe wollen damit ein klares Zeichen setzen für die Dekarbonisierung und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. (Texte en français >>)


Ob „Fit for 55“ Package in Europa oder Regierungsbildung in Deutschland: Die Weichen werden gerade neu gestellt – auch für den Energiemarkt der Zukunft. Ein Schlüsselelement für ein klimaneutrales Wirtschaftssystem ist grüner Wasserstoff. Er ermöglicht die intelligente Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr und ist damit ein zentrales Element für eine zukunftsfähige Energieversorgung.

„The Green Hydrogen Manifesto”
„The Green Hydrogen Manifesto” lautet der Titel des Manifests, das dazu beitragen soll, grünen Wasserstoff in Europa schneller voranzubringen. „Mit unserem Manifest wollen wir dazu beitragen, dass grüner Wasserstoff bei der aktuellen Neuausrichtung der Politik entsprechend berücksichtigt wird – ob im Energie- oder Wirtschaftssektor“, sagt Werner Diwald, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbands DWV. „Denn Wasserstoff, der aus erneuerbaren Quellen hergestellt wird, ist nicht nur wichtig für die Energiewende. Er bietet vor allem auch grosse wirtschaftliche Chancen für die europäische Union.“

Europa als Vorbild bei der Wasserstoff-Einführung
Neben dem DWV zählen der europäische Dachverband der Wasserstoff- und Brennstoffzellenindustrie Hydrogen Europe, das European Electrolyzer and Fuel Cell Forum EFCF und The Smarter E Europe, die Innovationsplattform der neuen Energiewelt, zu den Verfassern des Manifests. Es richtet sich an Entscheidungsträger in der Europäischen Union, sowie nationale Regierungen und Politiker. „Wir wollen politischen Entscheidern zeigen, wie gross die Bedeutung von grünem Wasserstoff für die Kreislaufwirtschaft und die Dekarbonisierung ist, und sie zum Handeln bewegen“, sagt Jorgo Chatzimarkakis, CEO von Hydrogen Europe. „Bei der Einführung dieses Energieträgers muss Europa künftig eine führende Rolle übernehmen und Wohlstand und Perspektiven sichern und ausbauen. Das ist unsere Verantwortung für die Zukunft und den Klimaschutz.“

Zwölf Forderungen
Wie Europa seiner Führungsrolle gerecht werden kann, definiert das Manifest in zwölf Forderungen. Diese umfassen richtungsweisende Rahmenbedingungen und zielführende Förderungen bis hin zu Massnahmen zur Stimulation von Anlaufphasen und Kostensenkungen. Forderung Nummer eins: Der CO2-Gehalt von Energieträgern soll zur neuen Währung für Energiesysteme werden. Weitere konkrete Vorschläge sind unter anderem die Zertifizierung von Wasserstoff als globale Ware, die Ernennung eines EU-Wasserstoff-Sonderbeauftragten, der die europäische Wasserstoffstrategie und Partnerschaften mit Drittländern vorantreibt, oder ein EU-Rechtsrahmen für die Regulierung von Wasserstoffnetzen.

Präsentation vor internationalem Fachpublikum
Vorgestellt wurde das Manifest auf dem Green Hydrogen Forum im Rahmen der Innovationsplattform The smarter E Europe Restart 2021, die noch bis 8. Oktober in München stattfindet. Olivier Bucheli, Präsident des European Electrolyzer and Fuel Cell Forums: „Die ees Europe Restart 2021 mit ihrem Schwerpunktbereich ‚Green Hydrogen Forum & Expo‘ war für uns der perfekte Rahmen, um unser Manifest einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren und Unterstützende zu gewinnen. Nur wenn Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam aktiv werden, wird grüner Wasserstoff den Markteintritt schaffen. Europa hat die Mittel, um in dieser Industrie weltweit zu führen.“

Bereits 54 Unternehmen und Organisationen
Kurz nach der Veröffentlichung unterstützten bereits 54 Unternehmen und Organisationen das Green Hydrogen Manifest mit ihrer Unterschrift. Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem Saipem S.p.A., Forschungszentrum Juelich, Haldor Topsoe AS, der deutsche Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V.  (B.KWK), ITM Power, Paul Wurth GmbH und die Deutsche Kreditbank AG. Die grosse Zahl der Unterschriften signalisiere den politischen Entscheidungsträgern die Bedeutung der Forderungen, so Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH: „Wir freuen uns, dass wir mit dem Green Hydrogen Forum und dem Green Hydrogen Manifest dazu beitragen, Aufmerksamkeit für ein hoch relevantes Energiethema zu schaffen.“

Noch bis 8. Oktober können Unterstützende vor Ort auf der ees Europe Restart 2021 das Manifest unterzeichnen. In der Closing Session auf dem Green Hydrogen Forum in Halle B6 am 8. Oktober, 14:45 – 15:30 Uhr, wird das Manifest ein weiteres Mal thematisiert.

Verbände und Industrieunternehmen, die als Unterzeichner sichtbar werden möchten, nutzen das Internet-Portal >>

Alle Forderungen des Manifests sowie die Logos der Unterzeichner finden Sie hier >>

Text: The Smarter E

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1 Kommentare

Max Blatter

Danke für die Verwendung des korrekten Begriffs "Energieträger" und nicht etwa "Energieressource"!
Sollte ja selbstverständlich sein, ist es aber nicht.

Um etwas weiter zu philosophieren: Auf der Sonne ist der Wasserstoff tatsächlich eine Primärenergieressource. Pikanterweise eine nicht-erneuerbare, denn er wird in einigen Milliarden Jahren aufgebraucht sein. Was uns "Erdlingen" aber noch nicht wirklich Sorgen bereiten muss ...

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