V.l.n.r.: Walter T. Vogel (SAK), Susanne Hartmann (Kt. St.G allen und Verwaltungsrätin SAK), Stefano Garbin (CEO SAK), Christian Neff (SAK) und Christoph Gull (Flums) bei der offiziellen Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks Schils in Flums. ©Bild: SAK

SAK: Nimmt Wasserkraft Schils nach Sanierungs- und Neubauarbeiten wieder in Betrieb

(ee-news.ch) Nach insgesamt rund vier jähriger Bauzeit hat die SAK (St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG) ihr Wasserkraftwerk Schils in Flums in Betrieb genommen. Vorausgegangen sind umfassende Sanierungs- und Neubauarbeiten während zwei Bauphasen. Mit der Erneuerung des Kraftwerks Schils investierte die SAK insgesamt 37 Mio. Franken. Dabei wurde eine Produktionssteigerung von rund 20% realisiert. Mit einer jährlichen Gesamtproduktion von 48.5 Mio. kWh ist das Wasserkraftwerk Schils das drittgrösste im Kanton.


Seit April 2021 laufen beide Maschinengruppen im kommerziellen Betrieb und verarbeiten das Wasser aus dem Schils. Mit der Realisation letzter Finalisierungsarbeiten im Juli 2021 konnte das Bauprojekt nach insgesamt rund vierjähriger Bauzeit erfolgreichen abgeschlossen werden.

Ein umfangreiches Bauprojekt
Die Planungsarbeiten für das vielseitige Bauprojekt begannen bereits im Jahr 2014 und sahen Sanierungsarbeiten an verschiedenen Orten vor. Der Wasserstrang von der Wasserfassung Bruggwiti bis zur Zwischenstufe Pravizin wurde im Rahmen einer ersten Phase im Winter 2015/16 erneuert. Die damals aus fünf Zentralen und acht Maschinengruppen bestehende Anlage sollte auf eine Zentrale mit zwei Maschinengruppen (Aeuli und Bruggwiti) reduziert werden. Zudem wurde entschieden, die Zwischenstufe Pravizin aus Altersgründen aufzulösen und die beiden Druckleitungen von den Wasserfassungen Bruggwiti und Aeuli bis ins Tal nach Flums weiterzuziehen, wodurch das Gefälle optimal ausgenutzt werden kann. Die Baubewilligung für den Neubau in Flums erfolgte im Jahr 2018 ohne eine einzige Einsprache.

Zwei Wasserfassungen für zwei Maschinengruppen
Die kleine Maschinengruppe Aeuli hat eine Leistungskapazität von 2.1 Megawatt und die grosse Bruggwiti eine von 11.4 Megawatt. Seit Inbetriebsetzung der Maschinengruppen anfangs 2021 konnte das Kraftwerk rund 38 Mio. kWh Strom aus einheimischer Wasserkraft produzieren. Die Namen Aeuli und Bruggwiti beziehen sich auf die geografischen Stellen, an denen dem Schils das Wasser entnommen wird.

Technische Daten

Inbetriebnahme

1866 (mechanische Nutzung)
1900 (elektrische Nutzung)
2021 (Neueröffnung nach Sanierung/Neubau)

Technologie

Hochdruck-Laufkraftwerk

Installierte Leistung

Bruggwiti: 11.5 MW
Äuli: 2.1 MW

Jahresproduktion

Bruggwiti: 42 GWh
Äuli:  6 GWh

Fallhöhe

Bruggwiti:  490 m
Äuli:  368 m


Stromproduktion in Afrika

Die zwei alten Turbinen aus den Zentralen Sägengüetli standen auch nach rund 30 Jahren Betriebszeit nur für kurze Zeit still. Nach deren Ausbau Ende 2019 wurden sie nach Afrika transportiert, wo sie im Kongo für viele weitere Jahre für ein Waisenhaus mit rund 200 Kindern wertvollen Strom produzieren. Die zwei Turbinen sind ein Geschenk der SAK für das Hilfswerk «Brot für die Welt».

Text: ee-news.ch

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2 Kommentare

Redaktion

Da hat die Chefin die falsche Rubrik angeklickt! Danke für den Hinweis, ändern wir gleich!

Diem Hu.

Wie hat es der Beitrag unter dem Titel "Wind" geschafft?

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