Zwei weitere Batteriespeicher hat Eon im Rahmen des Ielectrix-Projekts bereits in seine Netze eingebunden: In Friedland in Mecklenburg-Vorpommern und in Zanka (Ungarn) gleichen die Anlagen Netzengpässe aus. ©Bild: Eon

Eon: Nimmt weiteren mobilen Grossspeicher in Betrieb

(ee-news.ch) Im Rahmen des EU-Förderprojekts ‚Ielectrix‘ entwickelt Eon gemeinsam mit Partnern mobile und flexibel einsetzbare Batteriespeichersysteme (Bess). Das Ziel dahinter: Neue Ökostromanlagen kurzfristig und kostengünstig ins bestehende Netz zu integrieren und so europaweit schnelle Fortschritte bei der Energiewende zu erzielen. Der dritte mobile Speicher dieser Art wurde jetzt im ungarischen Dúzs an das lokale Verteilnetz angeschlossen.


Aufgrund seiner geographischen Lage bietet Dúzs gute Bedingungen für Photovoltaik. Zwei grosse Solaranlagen sind vor Ort schon in Betrieb. Jedoch wurde der weitere Ausbau zuletzt gebremst, da neue Anlagen die verfügbaren Netzkapazitäten übersteigen. Der mobile Batteriespeicher ermöglicht es nun, den Anteil erneuerbarer Energien im Netz weiter schnell und effizient zu erhöhen. Die Kosten solcher Speicher können dabei bis zu 80 Prozent unter den Kosten eines konventionellen Netzausbaus liegen. Die Zeitersparnis kann zum Teil mehrere Jahre betragen.

Ergebnisse auf ganz Europa übertragbar
Zwei weitere Batteriespeicher hat Eon im Rahmen des Ielectrix-Projekts bereits in seine Netze eingebunden: In Friedland in Mecklenburg-Vorpommern und in Zanka (Ungarn) gleichen die Anlagen Netzengpässe aus und machen grüne Energie aus Sonne und Wind schnell und ohne zusätzlichen Netzausbau direkt vor Ort nutzbar. Das beschleunigt die Energiewende auf lokaler Ebene. Die Partner von Ielectrix testen ihr Konzept an fünf Standorten in Ländern mit unterschiedlichen regulatorischen Voraussetzungen. Die Ergebnisse sind dadurch auf verschiedenste Anwendungsfälle in ganz Europa übertragbar.

Potenziale der Solarenergie europaweit nutzen
Auf dem Weg zur klimaneutralen Energieversorgung ist und bleibt Sonnenenergie einer der wichtigsten Bausteine. So wurden 2020 trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie europaweit 18.2 Gigawatt (GW) PV-Leistung neu installiert – eine Steigerung von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der europäische Branchenverband Solarpower Europe geht davon aus, dass der globale Solarsektor bis 2022 die Terawatt-Marke knackt.

Gleichzeitig stellt die zunehmende dezentrale und volatile Energieerzeugung die bestehenden Stromnetze vor grosse Herausforderungen. Damit Strom aus Sonne und anderen erneuerbaren Quellen genutzt werden kann, muss die bestehende Energieinfrastruktur flexibler und intelligenter werden. Für einen schnellen und effizienten Netzausbau werden mobile Batteriespeicher in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen, so Eon. Sie werden vor allem dort zum Einsatz kommen, wo die eingespeiste Menge an Ökostrom in kurzer Zeit deutlich steigt oder unzureichende Speicheroptionen und geringe Netzkapazitäten die Integration behindern. So können Verteilnetzbetreiber die Volatilität im Netz ausgleichen und die Versorgungsqualität lokal aufrechterhalten, ohne auf aufwändige Netzausbauten angewiesen zu sein.

Ielectrix
Ielectrix ist Teil von ‚Horizon 2020‘, dem grössten Forschungs- und Innovationsprogramm der EU. 15 Projektpartner aus acht EU-Staaten sowie der Verteilnetzbetreiber Tata Power Ddl aus Indien sollen innerhalb von dreieinhalb Jahren gemeinsam mobile Speicher als schnelle und kostengünstige Lösung für lokale Herausforderungen im Verteilnetz entwickeln. Ielectrix wird von der Europäischen Union gefördert, das Gesamtprojektvolumen liegt bei 10.7 Millionen Euro. Konsortialführer ist der französische Verteilnetzbetreiber Enedus. Die technische Leitung liegt bei Eon.

Text: ee-news.ch, Quelle Eon SE

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