Seit 2014 sind die Pelletpreise leicht sinkend. Es ist aber durchaus möglich, dass der langjährige Trend zu immer noch günstigeren Preisen unterbrochen wird. Bild: pelletpreis.ch

Der Brennstoffvergleich von pelletpreis.ch zeigt, dass Besitzerinnen und Besitzer von Pelletheizungen seit 2008 immer deutlich günstiger heizten als mit Gas und mit wenigen Ausnahmen auch deutlich günstiger als mit Heizöl. Bild: pelletpreis.ch

Pelletpreis.ch: Jetzt erst recht Pelletlager füllen! Heizöl 28% teurer als Pellets, Erdgas gar 43%

(PM) Obwohl die Holzpreise in der Schweiz, in Europa und weltweit zulegen, sind Pellets in der Schweiz mit durchschnittlich CHF 333.10* pro Tonne so günstig wie nie im August. Nach dem Motto „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ tut jede und jeder gut daran, sein Pelletlager jetzt zu füllen. (Texte en français >>)


Im Vergleich zum Juli sind die Preise mit gut vier Franken nur ganz leicht gestiegen. Im Vorjahresvergleich sind die Preise sogar um rund 5 % gesunken: Im August 2020 kostete eine Tonne durchschnittlich CHF 350.40. Und dieses Jahr ist die Tonne mit durchschnittlich CHF 333.10 so günstig wie überhaupt noch nie im August seit Beginn der unabhängigen Erhebung von pelletpreis.ch 2008.

Weiter leicht sinkend?
Seit 2014 sind die Pelletpreise leicht sinkend, wobei sie jeweils von Mai bis zu Beginn der Heizsaison am günstigsten sind. Dabei gilt: je milder der Herbst, desto geringer der Preisanstieg. Es ist aber durchaus möglich, dass der langjährige Trend zu immer noch günstigeren Preisen unterbrochen wird, denn bereits im April meldete Holzindustrie Schweiz, dass die Holzpreise weltweit steigen (siehe ee-news.ch vom 14. April 2021 >>). Auch die Task Force Wald + Holz + Energie der Holzindustrie Schweiz wies im Mai darauf hin, dass die internationale Nachfrage nach Holzprodukten sprunghaft zunehme. Die Schweizer Sägewerke hätten ihre Einkaufs- und Verkaufspreise im Durchschnitt indes nur moderat angehoben. Pelletproduzenten meldeten im Juli ebenfalls, dass sie bis anhin noch von Preiserhöhungen bei Sägemehl, dem Rohstoff für Pellets, verschont geblieben seien.

Markant günstiger als Heizöl und Erdgas
Der Brennstoffvergleich von pelletpreis.ch zeigt, dass Besitzerinnen und Besitzer von Pelletheizungen seit 2008 immer deutlich günstiger heizten als mit Gas. Abgesehen von wenigen Ausnahmen heizten sie auch deutlich günstiger als mit Heizöl. Dieses Bild widerspiegeln auch die Preisvergleiche von Juli: Pro Kilowattstunde kosteten Pellets 6.71 Rp, Gas war mit 9.66 Rp pro Kilowattstunde knapp 44 % teurer und Heizöl kostete mit 8.64 Rp. pro Kilowattstunde über 28 % mehr. Der Einbau einer Pelletheizung ist folglich nicht nur ökologisch angesagt, sondern auch längerfristig wirtschaftlich. Zudem ist sie gerade im Altbau, wo für die Erwärmung der Heizkörper hohe Temperaturen erforderlich sind, eine gute Lösung. Denn in solchen Gebäuden kann der Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe hohe Heizkosten zur Folge haben.

Gute Gebäudehülle
Die beste Versicherung gegen hohe Heizkosten ist indes eine gut gedämmte Gebäudehülle, sei es im Neubau oder bei älteren Gebäuden, bei denen diese im Rahmen einer Sanierung erzielt werden kann. Denn je tiefer der Energieverbrauch fürs Heizen, desto weniger schlagen Preisanstiege zu Buche. Sind die Fenster auf Vordermann gebracht, Dach und Keller gedämmt, sinkt auch der Energieverbrauch. Zudem schützen gut gedämmte Gebäude nicht nur gegen Kälte, sondern auch gegen Hitze. Das geht in diesem doch recht kühlen Sommer in der Schweiz fast vergessen.

Wie auch immer, es ist August, die Heizsaison rückt näher, die Pelletpreise werden in den nächsten Monaten steigen, egal, ob sich die hohe Holznachfrage auf die Preise auswirken wird oder nicht. Also sollten Sie jetzt erst recht die Pelletlager füllen!

*alle Durchschnittspreis inkl. MWST und Lieferung

Text: Anita Niederhäusern, Herausgeberin pelletpreis.ch und ee-news.ch

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1 Kommentare

Max Blatter

Nun ja ... solange im Keller des von mir bewohnten 32-Parteien-Hauses eine Ölheizung steht, nützt mir die Preisbaisse bei den Pellets wenig!

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