Der Besuch von Solar Taxi verschaffte Bundesrätin Sommaruga einen Eindruck in die Start-Up-Szene im Bereich der E-Mobilität in Ghana. Solar Taxi produziert seit 2019 Elektrofahrzeuge und bietet Kurierdienste per Mobile App an. ©Bild: UVEK

UVEK: Klima- und Umweltschutz standen im Zentrum der Westafrikareise von Bundesrätin Sommaruga

(UVEK) Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat vom 5. bis 9. Juli Senegal und Ghana bereist. In Dakar hat Bundesrätin Sommaruga das vom Bundesrat am 23. Juni 2021 verabschiedete Klimaabkommen zwischen der Schweiz und Senegal unterzeichnet. In Ghana hat sie gemeinsam mit den zuständigen Ministern die Umsetzung des mit diesem Land vor einigen Monaten unterzeichneten Klimaabkommens beschleunigt. (Article en français >>)


Bei den Gesprächen und Besuchen in beiden Ländern standen der Klima- und der Umweltschutz im Zentrum. In Ghana lag ein besonderer Fokus auf dem Thema Elektroschrott. Er stellt ein Problem dar für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen. Jedes Jahr fallen weltweit rund 50 Millionen Tonnen Elektronikabfall an. Ein Teil des Abfalles landet in Entwicklungsländern wie Ghana, wo die Entsorgung oftmals unsachgemäss vorgenommen wird, dies gefährdet die Gesundheit der Bevölkerung und birgt grosse Umweltrisiken.

Erweiterung der Konvention gefordert
In einem gemeinsamen Brief an die Mitgliedstaaten der Basler Konvention – die den Export von Elektroschrott regelt – haben Bundesrätin Sommaruga und ihr ghanaischer Kollege eine Erweiterung der Konvention gefordert. Das Ziel ist, dass in Zukunft nicht nur der Export von besonders gefährlichem Elektroschrott, sondern auch von jeglichem Elektroschrott kontrolliert wird. Dies würde Entwicklungsländern helfen, ungewollte Importe zu verhindern sowie einen Beitrag zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Umwelt leisten.

Bundesrätin Sommaruga hat in Accra das SECO-Länderprogramm lanciert. Ghana ist ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung des SECO. Obwohl Ghana hinsichtlich Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Stabilität ein positives Beispiel in Afrika darstellt und sich relativ erfolgreich entwickelt, steht das Land noch immer vor einer Reihe von Herausforderungen. Aus diesem Grund fördert das SECO attraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die ein nachhaltiges Wachstum ermöglichen, und setzt sich für mehr und bessere Arbeitsplätze und Erwerbsmöglichkeiten ein. Für den Zeitraum von 2021 bis 2024 sind insgesamt 65 Millionen Franken für die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des SECO mit Ghana vorgesehen.

Themen in Senegal: Technologie und Innovation im Klimaschutz
Die Rolle von Technologie und Innovation im Klimaschutz stand im Zentrum des Besuchs von Bundesrätin Sommaruga in Senegal. In Dakar wurde in einer Zeremonie das gemeinsame Klimaabkommen unterzeichnet. Mit dem Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, Abdou Karim Sall, bekräftigte Bundesrätin Sommaruga die vordringliche Aufgabe, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Gleichzeitig ist es für die Schweizer Umweltministerin und den senegalesischen Umweltminister wichtig, die Diskussion über den Einsatz neuer CATM-Technologien fortzusetzen. Diese Technologien haben das Potenzial, den Erwärmungseffekt von Treibhausgasen auszugleichen. Ihre Notwendigkeit wird immer stärker anerkannt. Es besteht aber die Gefahr, dass ihnen zu viel Potenzial zugeschrieben wird und deswegen dringend notwendige emissionsmindernde Massnahmen aufgeschoben oder gar unterlassen werden.

Dossier UVEK >>

Text: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Uvek

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