Mit dem Windkraftausbau konnte der Anteil erneuerbarer Energien im Burgenland in nur zehn Jahren von 25 Prozent auf rund 50 Prozent verdoppelt werden. ©Bild: Landesmedienservice Burgenland

Österreich: Burgenland setzt Kurs Richtung Klimaneutralität bis 2030 - Spatenstich eines Kompetenzzentrums für Windenergie & (Agrar-) Fotovoltaik

(PM) „Wir zeigen vor, wie schnell die Energiewende möglich ist“, erklärt Landesrätin Daniela Winkler. Mit der Ankündigung 2030 klimaneutral zu sein, gibt das Burgenland in Österreich eine klare Marschrichtung vor. „Damit das Ziel erreicht werden kann, muss jetzt der Ausbau der Windkraft und der Sonnenstromerzeugung rasch an Fahrt aufnehmen“, bemerkt Martin Jaksch-Fliegenschnee von der IG Windkraft: „Die Branche ist bereit, Investitionen und Arbeitsplätze ins Bundesland zu bringen.“


Bereits vor eineinhalb Jahren wurde in der burgenländischen Klima- & Energiestrategie das Ziel festgelegt, bis 2030 einen Erneuerbaren-Anteil von 70 Prozent am Gesamtenergieverbrauch zu erreichen. Vor kurzem hat das österreichische Burgenland sich ein neues Ziel gesetzt. Bis 2030 soll das ganze Bundesland klimaneutral sein. „Wir zeigen vor, wie schnell die Energiewende möglich ist“, berichtet Landesrätin Winkler. Mit dem Windkraftausbau konnte der Anteil erneuerbarer Energien in nur zehn Jahren von 25 Prozent auf rund 50 Prozent verdoppelt werden. „Die IG Windkraft begrüsst die ambitionierten Ziele des Burgenlandes“, erklärt Jaksch-Fliegenschnee: „Um 2030 im Burgenland klimaneutral zu sein braucht es aber einen ähnlichen Wachstumsschub wie zu Beginn des Jahrtausends, nur müssen diesmal sowohl die Windkraft als auch die Sonnenstromerzeugung stark ausgebaut werden.“

Richtige Zielsetzungen bringen Arbeitsplätze
Die ambitionierten Zielsetzungen im Burgenland zeigen die Richtung an, wie schnell das Burgenland den Klimaschutz und die Energiewende umsetzen will. Diese klare politische Botschaft hat auch seine Wirkung in der Windbranche. Das bedeutendste österreichische Planungsbüro EWS Consulting aus Oberösterreich errichtet eine neue Niederlassung in Parndorf im Burgenland. „Mit dem im Bau befindlichen zusätzlichen Standort rücken wir näher an unsere langjährigen Stammkunden aus der Windenergie- und Photovoltaikbranche in Ostösterreich heran“, erzählt Joachim Payr, Miteigentümer der EWS, beim Spatenstich in Parndorf. Ein Grossteil der errichteten Windparkleistung im Burgenland trägt bereits jetzt die Handschrift der EWS.

Burgenland muss Windkraftausbau ermöglichen
„Wir erwarten uns, dass die burgenländische Landesregierung voller Energie die Umsetzung von Agrar-PV-Anlagen und neuer Windparks beispielhaft für viele Regionen Europas weiterhin aktiv unterstützt“, bekräftigt Payr. Derzeit stehen für den Ausbau der Windkraft im Burgenland so gut wie keine neuen Flächen zur Verfügung. Mit der modernen Anlagentechnik sind nun auch Standorte im Mittelburgenland sehr gut für die Windstromerzeugung geeignet. „Genauso wie gerade bei der Freiflächen-PV Flächen ausgewiesen wurden, sind nun jene für den weiteren Windkraftausbau festzulegen“, fordert Jaksch-Fliegenschnee: „Dann kann die Windbranche den Weg zur burgenländischen Klimaneutralität tatkräftig unterstützen.“

EAG als Grundvoraussetzung
Derzeit wird das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) im österreichischen Parlament verhandelt. Dieses stellt eine Grundvoraussetzung für den Ausbau aller erneuerbaren Energien in Österreich dar. „Für neue Windparks stehen seit Anfang 2020 keine Förderungen mehr zur Verfügung“, erklärt Jaksch-Fliegenschnee: „Wir warten daher schon dringend auf den Beschluss, sind aber hoffnungsfroh, dass das EAG noch vor dem Sommer mit einer breiten Mehrheit im Parlament beschlossen werden kann.“

Text: IG Windkraft

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